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20.10.2020     Lena Wostal

Die steirische Stadtgemeinde nutzt bereits für das Fuhrparkmanagement und den Winterdienst smarte Lösungen zur Erhöhung der Effizienz. Jetzt wird die IoT-Lösung mit weiteren Anwendungen ausgebaut, um urbane Lebensqualität zu ermöglichen und gleichzeitig ressourcenschonend zu haushalten.

Besuch in der Schilcherstadt

Im Herzen der Weststeiermark liegt die Stadtgemeinde Deutschlandsberg. Wiesen und Wälder prägen die Landschaft und bieten Erholung in der Natur. Bekannt sind vor allem die Weingärten mit der Blauen Wildbacher Rebe, die dem “Schilcherland“ seinen Namen gegeben hat. Der Schilcher Wein ist jedoch nicht die einzige regionale Spezialität, im milden Klima gedeihen auch Edelkastanien und Kürbisse für das steirische Kürbiskernöl.

Smarte Lösungen schonen Ressourcen und Budget

Damit Landwirtschaft, Wirtschaft, Kultur, Tourismus und das Alltagsleben für die rund 11.600 Einwohner rund laufen, erfüllt die Stadtgemeinde viele Aufgaben. Dabei müssen auch für Herausforderungen wie Klimawandel und Urbanisierung geeignete Antworten gefunden werden. Deutschlandsberg hat sich entschieden, dazu auf Smart City Lösungen zu setzen. Wir zeigen Ihnen, welche Prozesse die Stadtgemeinde mit digitaler Unterstützung schon erledigt, was als nächstes geplant ist und wie dabei Effizienz gesteigert und Kosten gesenkt werden können. Denn letztendlich müssen Gemeinden sorgsam haushalten, um sowohl mit wertvollen Ressourcen unseres Planeten als auch mit Budgets aus dem Geld der Steuerzahler sparsam umzugehen.

Implementiert: Fuhrparkmanagement und Winterdienst

Das erste Projekt betraf das Management des Fuhrparks mit allen Fahrzeugen, Maschinen und Geräten – ein beträchtlicher Kostenfaktor in jeder Gemeinde, so auch in Deutschlandsberg. Hier geht es um die effiziente Auslastung und Routenübersicht: Die Smart City Lösung „Fuhrparkmanagement“ übermittelt live die gefahrenen Routen, im digitalen Fahrtenbuch werden ergänzende Infos wie Fahrer, Kilometerstand und Geschwindigkeit gespeichert. Auch von Maschinen oder Geräten wird der Live-Standort übermittelt, mit diesem Tracking kann Diebstahl oder Missbrauch von Betriebsmitteln verhindert werden, indem ein Alarm ausgelöst wird.

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Der Winterdienst wird ebenso durch intelligente Lösungen unterstützt. Nun haben die Mitarbeiter im Straßendienst ein zentrales Monitoring: sie sehen wo, wann und wieviel auf den Straßen der Gemeinde gestreut wurde; ebenso die Zusammensetzung der Mittel und den Streuwinkel rechts und links.

So geht es weiter: Container Tracking und Straßenzustandsüberwachung

Die ersten erfolgreichen digitalen Anwendungen machen in Deutschlandsberg Lust auf mehr. Künftig sollen auch Container getrackt werden, etwa die zahlreichen verschiedenen Abfallbehälter. Standort und Route können so verfolgt werden, wenn sie die erlaubte Geozone verlassen, wird ebenfalls ein Alarm ausgelöst.

Die bestehende Winterdienstlösung für große Räumfahrzeuge wird um kleine Geräte erweitert, so kann der Straßendienst in Zukunft auch die Räumung von Gehsteigen optimal planen und monitoren. Das Road Condition Monitoring wird Straßen sicherer machen, indem Sensoren vor Glätte warnen; dazu werden die kleinen Messgeräte in den Asphalt eingebaut und messen Zustand sowie Temperatur der Fahrbahn. Damit stets ausreichend Streumittel zur Verfügung steht, soll im Pilotprojekt „Winterdienst 360“ auch der Füllstand der Salzsilos durch Sensoren überwacht und bei Unterschreiten einer Grenzmenge automatisiert Alarm gegeben werden.

Technische Grundlage IoT

Smart City Lösungen wie Fuhrparkmanagement oder Road Condition Monitoring basieren auf dem Internet of Things (IoT) und der t-matix IoT-Plattform. Ziel ist, dass Fahrzeuge, Maschinen oder auch Infrastruktur wie Straßen mit den Mitarbeitern der Gemeinde kommunizieren können. Diese Aufgabe übernimmt das Zusammenspiel von

  • Sensoren zum Messen der Werte,
  • dem Mobilfunknetz zur Datenübertragung: bei Smart City Anwendungen ist besonders NB-IoT (NarrowBand IoT) geeignet, da mit wenig Energie kleine Datenmengen übertragen werden und somit Batterien in Sensoren lange halten,
  • sowie Softwarelösungen zur Steuerung und Verwaltung des jeweiligen digitalisierten Prozesses.

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Magenta Smart City liefert aus einer Hand alle erforderlichen Bestandteile. Gemeinden können aus zwei Varianten wählen:

  • Das Smart City Ökosystem umfasst praxiserprobte Lösungen wie Fuhrparkmanagement, Werkzeug- und Gerätetracking, Winterdienst, Luftgütemessung, Smart Parking, Smart Waste oder Energieverbrauchsmonitoring. Die jeweiligen Anwendungen können mit der dazu passenden und erprobten IoT Hardware sofort in Betrieb genommen und über nur ein Portal gesteuert werden.
  • Die Smart City Individuallösung ermöglicht den Einsatz von individueller IoT Hardware und die Entwicklung eigener Anwendungen, angepasst an spezifische Anforderungen einer Stadt oder Gemeinde.

Mehr smarte Anwendungen für Deutschlandsberg

Das Smart City Ökosystem wird von unserem steirischen Partner t-matix geliefert und in Deutschlandsberg implementiert. Es stellt die Kommandozentrale für die Gemeindemitarbeiter dar. Hier laufen alle Informationen zusammen und von hier aus werden auch Routen für verschiedenste Fahrzeuge geplant und optimiert. Auf der Plattform können sukzessive weitere Anwendungen in Betrieb genommen werden, je nach Bedarf. Auf diese Weise setzt die Schilcherstadt einen Schritt nach dem anderen in Richtung Smart City, denn die Bürgerinnen sollen weiterhin von einer lebenswerten Umgebung profitieren.

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