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26.08.2021     Lena Wostal

Platz ist ein rares Gut in besiedelten Gebieten und Parkplatzsuche verursacht sinnlos CO2-Emissionen. Abhilfe schafft Smart Parking für Städte, Gemeinden sowie Betreiber von Garagen oder Parkflächen. Wir zeigen Ihnen Potenzial und Vorteile für Smart Cities und laden Sie außerdem zum Mobility Talk „Die Zukunft des Parkens“ ein.

Mobilität und Parken gehören zusammen

Wer über Smart Cities und über Verbesserungen der Mobilität nachdenkt, muss auch über Parken nachdenken. Das scheint auf den ersten Blick vielleicht überraschend, jedoch ist Parken ein beträchtlicher Bestandteil von Mobilität mit dem Auto: Denn keinen Parkplatz zu finden, bedeutet nicht nur unzählige verlorene Stunden und zusätzliche Kilometer für die Fahrenden im Auto, sondern betrifft viele Stakeholder:

  • Aus Sicht der Autofahrenden: Parkplatzsuche nervt und benötigt Zeit. „Der Weg ist das Ziel“ gilt in dieser Situation ganz und gar nicht, denn man kommt zu spät zu einem Termin, ist gestresst, andere müssen warten und die Produktivität sinkt, weil weniger erledigt werden kann. Neben der verlorenen Zeit kostet dies Geld durch den zusätzlichen Verbrauch von Treibstoff.
  • Aus Sicht von Betreibern von Park-Infrastruktur braucht das Management der Parkplätze Überblick und Kontrolle. Dabei geht es um Fragen wie: Wurde die erlaubte Parkdauer eingehalten? Sind die Fahrzeuge richtig abgestellt, um möglichst Platz zu sparen? Verstopfte Straßen und mangelnde Parkmöglichkeiten verringern auch die Attraktivität von Städten und Gemeinden.
  • Aus Sicht der Gesellschaft: Parkplatzsuche belastet die Umwelt, weil die CO2-Emissionen steigen; außerdem entstehen Staus und volle Straßen, wenn Autos X-Mal im Kreis fahren. Wenn Fahrzeuge dann ungeregelte Kreuzungsecken „zuparken“, kann das zu gefährlichen Situationen führen, weil besonders Kinder und ältere Personen beim Überqueren der Straße in der Sicht behindert sind.

Schnell umgesetzt, sofort wirksam: Smart Parking

Mobilität ist ein wichtiger Faktor im Wirtschaftsleben und genauso ein wichtiger Gestaltungsfaktor, wenn es um Maßnahmen gegen die Klimakrise geht. Viele Schritte sind notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Ein Schritt, der kurzfristig gesetzt werden kann und unmittelbar Wirkung zeigt, ist Smart Parking: Dabei werden in Echtzeit den Parkplatzsuchenden freie Stellplätze angezeigt – das kann über eine App oder über ein Verkehrsleitsystem erfolgen. So wird zielgerichtet und stressfrei der nächste Abstellplatz angesteuert, das Im-Kreis-Fahren hat ein Ende.

Wie hoch die Einsparungsmöglichkeiten von Kohlenstoffdioxid-Emissionen durch Einsatz von Smart Parking sein könnten, hat beispielsweise die Deutsche Bundesregierung in einer Anfrage zum Einsatz von Smart Parking zur CO2-Reduzierung beantwortet: Demnach könnten bis 2030 jährlich zwischen 400.000 bis zu 900.000 Tonnen CO2 in Deutschland eingespart werden, je nachdem wie umfassend die Kommunen Smart Parking einsetzen.

Die Technologie ist einsatzbereit

Hierzulande ist der PKW-Verkehr laut Österreichischem Umweltbundesamt leider ein immer noch steigender Treiber für Treibhausgas Emissionen, daher ist dringender Handlungsbedarf. Das Verbesserungspotenzial ist mit Smart Parking da, jetzt geht es darum, dass möglichst viele Gemeinden mitmachen. Um die freien Parkplätze zu erkennen, kommt als Technologie das Internet of Things (IoT) zum Einsatz: Sensoren, die beispielsweise im Boden oder in Straßenlaternen montiert sind, erkennen, ob ein Abstellplatz frei oder belegt ist und senden die Informationen via Mobilfunk an eine Zentrale. Dort werden diese aufbereitet und können dann mit der Position eines parkplatzsuchenden Fahrzeugs abgestimmt werden, so wird es verlässlich zum nächsten freien Stellplatz geleitet.

NB-IoT für langfristige Nutzung

Die vielen Sensoren, die im Boden eingebaut sind, werden mit Batterien betrieben und die sollen viele Jahre senden können, um Wartungskosten zu minimieren. Für den energiesparenden Betrieb gibt es daher eigene Mobilfunknetze: Das NB-IoT (NarrowBand-IoT) wurde speziell für Anwendungen des Internet of Things entwickelt und spielt auch beim Smart Parking seine Stärken aus, weil es für Massenanwendungen designt wurde:

  • Die Übertragung der Daten (Parkplatz frei / besetzt) benötigt wenig Energie, das ermöglicht eine lange Lebensdauer der Sensor-Batterie von bis zu 10 Jahren, ohne externe Energiequellen.
  • Daten können dank der hohen Gebäudedurchdringung auch aus (Tief)Garagen mit Betonwänden übermittelt werden.
  • Mit der flächendeckenden Netzabdeckung können Parkplatzdaten über weite Entfernungen, also über ein großes Stadtgebiet, übertragen werden.
  • Die Übertragung in Echtzeit klappt verlässlich, weil ein eigenes reserviertes Frequenzband genutzt wird.
  • Einfache Chip-Architektur ermöglicht geringe Kosten für die Module (Sensoren) und die Installation.

Fazit: Die Zukunft von Smart Parking beginnt jetzt

Platz ist ein wertvolles Gut, besonders in dicht besiedelten Gebieten, und muss daher effizient gemanagt werden. Der Zuzug in Städte – und damit der Verkehr – steigt weiter an, weil hier viele Arbeitsplätze sind. Städte sollen jedoch für ihre Bewohner lebenswert bleiben, daher muss der Verkehr effizient geleitet und somit reduziert werden. Das Vermeiden von kreisenden parkplatzsuchenden Autos ist ein wichtiger Beitrag für lebenswerte Gemeinden und zur Nachhaltigkeit, denn CO2 wird eingespart. Jeder Beitrag ist wichtig, um die Klimaziele zu erreichen, Mobilitätskonzepte in Smart Cities sollten daher dem Thema Parken den notwendigen Stellenwert einräumen. Magenta Business hat bei Smart Parking viel Erfahrung, seit Jahren haben wir für Interessierte auch einen Show-Case mit NB-IoT vor dem T-Center in Wien.

Einladung zum Mobility Talk „Die Zukunft des Parkens“ (21.09.2021)

In einem gemeinsamen Online Mobility Talk der Österreichischen Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV) und Magenta Business haben Sie am 21. September 2021 von 16:00 bis 18:00 Uhr die Möglichkeit, mehr über die Zukunft des Parkens zu erfahren.

Werner Kraus, CCO Business bei Magenta Telekom und Ewald Kiss, VP IoT, Immo & Partnernetze von Magenta Telekom, werden in einem Impulsvortrag die Herausforderungen und Aufgaben von Staat, Gemeinden und Unternehmen beim Thema Mobilität und Parken aufzeigen. Bei der Podiumsdiskussion erwarten Sie dann Mobilitätsexperten auf unterschiedlichen Bereichen:

    • Johann BREITENEDER, CEO, Best in Parking
    • Ortfried FRIEDREICH, Geschäftsführender Gesellschafter, AXIS
    • Werner KRAUS, CCO Business, Magenta Telekom
    • Markus RAAB, Leiter MA46 – Verkehrsorg. und techn. Verkehrsangelegenheiten, Stadt Wien
    • Bernhard WIESINGER, Leiter Konsumentenschutz und Mitgliederinteressen, ÖAMTC

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