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Es ist in Österreich und vor allem in der Hauptstadt Wien schon seit vielen Jahren gelebte Praxis, vom ersten winterlichen Schneefall vollkommen unvorbereitet überrascht zu werden. Das gilt nicht nur für die Betreiber der Winterdienste sondern auch – und vor allem – für Privat- und Firmenfahrzeuge, die nicht selten noch mit Sommerreifen unterwegs sind. Umso wichtiger ist daher ein schneller und gut funktionierender Winterdienst.

Für die Betreiber der Winterdienste steht dabei mehr als nur der gute Ruf auf dem Spiel. Schließlich haften die Anbieter für die ordnungsgemäße Erbringung der Schneeräumungsarbeiten. Eine gut funktionierende Flottensteuerung, die alle Aufträge erfasst und den Fahrzeugen der Flotte zuordnet, ist geschäftskritisch und daher unverzichtbar.

Flottensteuerung im Echtzeit-Monitoring

Große Fuhrparkunternehmen nutzen längst eine digitale Flottensteuerung. In die Fahrzeuge eingebaute Transponder senden laufend Daten über Position, Geschwindigkeit, Route und Fahrzeugstatus. Die Daten werden über das Mobilfunknetz an die Zentrale gesendet. Dort hat der Disponent die Flotte in Echtzeit im Blick und kann sofort auf kurzfristige Erfordernisse reagieren. Er sieht, welche Fahrzeuge wo im Einsatz sind und kann zum Beispiel rasch geänderte Einsatzpläne übermitteln. Alle Daten werden mit Hilfe von Sensoren erfasst, übertragen und ausgewertet.

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Beispielfunktionen der digitalen Flottensteuerung:

  • Diebstahl von Ladung oder Treibstoff kann leichter verhindert werden, indem das Öffnen der Ladebordwand bzw. des Tankdeckels übertragen wird.
  • Fahrverhalten, wie Beschleunigung oder Geschwindigkeit kann gemessen und gesendet werden. Damit kann ermittelt werden, wie treibstoffschonend ein Lenker unterwegs ist.
  • Die Daten des digitalen Tachos werden laufend übertragen. So kann etwa die Zentrale eingreifen, bevor unzulässige Wegzeiten entstehen.

Flottensteuerung ist aber nicht nur eine Telematik– sondern auch eine Kommunikationslösung, die in beide Richtungen funktioniert. Die Zentrale kann über die Flottensteuerung mit dem Fahrer Kontakt aufnehmen und jederzeit zum Beispiel einen neuen Auftrag samt allen Details übermitteln. Umgekehrt kann der Fahrer den Auftrag bestätigen oder ablehnen bzw. bessere Routen vorschlagen.

Relevante Daten beim Einsatz im Winterdienst

Für den Einsatz im Winterdienst sind einige Daten besonders entscheidend für einen schnellen und reibungslosen Ablauf der Arbeiten. Die wichtigsten Daten, die im Winter gemessen, übertragen und ausgewertet werden sind:

  • Fahrzeugdaten: Besonders relevant bei Schneeräumfahrzeugen sind Daten über den Streuer und Daten über das Schneeschild. Weitere Fahrzeugdaten können sein: Zündung an/aus, Nebenantrieb aktiv/inaktiv, Fahr- und Standleistung oder die Laufleistung.
  • Ortungsdaten: Dazu gehören Zeit- und Ortsdaten, aber auch Geschwindigkeitsdaten, Wendedaten und Daten über bearbeitete Flächen, die schon vom Schnee befreit wurden.
  • Personengebundene Daten: Dazu gehören die Identifikation des Fahrers, Fahreranmeldungen und Fahrerauswertungen. Bei plötzlichem Schneeeinfall und sehr vielen gleichzeitig im Dienst befindlichen Fahrzeugen ist das nicht unwesentlich.

Vorteile der digitalen Flottensteuerung im Winterdienst

Eine digitale Flottensteuerung bringt im Winter nicht zuletzt durch den Einsatz eines digitalen Fahrtenbuchs große Vorteile. Besonders für die Fahrer ist es sehr angenehm, wenn sie bei eisigen Temperaturen keine analogen Daten händisch eintragen müssen. Die Qualität der Einträge ist auch deutlich höher, da bei digitalen Fahrtenbüchern Verunreinigung durch Wasser oder Schmutz aber auch kältebedingte Unleserlichkeit der Handschrift nicht passieren kann.

Die größten Vorteile der digitalen Flottensteuerung im Winterdienst sind:

  • Steigerung der Auslastung: Die zentrale Flottensteuerung optimiert die Einsatzzeiten und senkt die Stehzeiten.
  • Kostensenkung bei Betriebsmittel und Personal: Die bessere Steuerung und Überwachung helfen die Betriebsmittel wesentlich effizienter einzusetzen. Routen werden besser zusammengestellt, Leerfahrten und Doppelgleisigkeiten werden vermieden.
  • Steigerung der Kundenzufriedenheit: Raschere Reaktionen auf Kundenanliegen sind möglich.
  • Beweissicherung gegenüber Kunden und Behörden: Im Reklamationsfall aber auch gegenüber den Behörden stehen alle nachweispflichtigen Dokumente auf Knopfdruck bereit.
  • Einfachere Administration: Durch eine Schnittstelle zum Buchhaltungsprogramm (ERP) stehen alle Daten automatisch für die Verwaltung und Abrechnung bereit. Das spart viel Papier und auch viele Verwaltungsstunden.

Montage und Schulung der Mitarbeiter

Die Montage einer Flottensteuerung erfordert in der Regel keinen Aufenthalt in einer Werkstätte. Der Transponder wird in den Innenraum der Fahrzeuge bzw. in die Fahrerkabine eingebaut. In manchen Fällen wird der Transponder auch im Motorraum installiert.

Im Idealfall erfolgt die Schulung der Mitarbeiter im Rahmen des Montagetermins. Bei der Navigation werden bekannte Kartenformate wie Google Maps und OpenStreetMap verwendet und die Bedienung des Portals ist im Grunde selbsterklärend.

Fazit

Eine moderne Flottensteuerung im Winterdienst ist notwendig, um in Spitzenzeiten den Überblick zu behalten. Sie hilft dabei, die Effizienz und die Kundenzufriedenheit zu steigern, die Kosten zu senken und gibt zusätzlich Sicherheit und Transparenz durch perfekte Dokumentation.

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