Smart City: innovative Stadtentwicklung der Zukunft im großen Überblick

Smart City

Die Weltbevölkerung wächst, immer mehr Menschen zieht es in urbane Lebensräume und Städte stehen vor zunehmenden Herausforderungen. Einer Statista-Prognose zufolge könnten 2050 weltweit bereits 70% der Menschen in städtischen Gebieten leben. Doch die steigende Urbanisierung hat spürbare Auswirkungen auf die Umwelt und Gesellschaft, denn es wird mehr gefahren, mehr konsumiert, mehr verbraucht und mehr gelebt.

Besonders schnell wachsende Städte stellen sich daher ihrer Verantwortung und nutzen u.a. neueste Technologien, um ihren Bewohnern auch zukünftig eine lebenswerte Umgebung und bestmögliche Chancen zu bieten. Eine Smart City treibt gemeinsam mit ihren Partnern und Verbündeten innovative Konzepte an und rüstet sich so für die Zukunft.

Was ist eine Smart City?

Laut Wikipedia ist Smart City „ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten.” Der Begriff wird seit der Jahrtausendwende zunehmend verwendet, wenn es um mehr Nachhaltigkeit, besseren Klimaschutz, technologische Innovation und höhere Lebensqualität in Städten geht.


Voraussetzung für die moderne Stadtentwicklung sind sowohl die enge Kooperation zwischen allen Akteuren sowie die großflächige Konnektivität im urbanen Lebensraum. Im IoT (Internet of Things) liegt dabei eines der größten technologischen Potentiale für smarten Fortschritt. Denn Sensoren sorgen auf einfache Weise für eine automatische Datenübertragung, die zu einer enormen Prozessoptimierung und Ressourcenschonung in Städten sorgen.


Die Stadt Wien hat bereits damit begonnen sich der Aufgabe einer Smart City zu stellen, wie sie in einem sehenswerten Video erläutert: „Smart City Wien bedeutet die Menschen in den Mittelpunkt stellen, vernetzt denken, miteinander reden und gemeinsam tun. Für heute, morgen und übermorgen.”

 

 

Wie sehen intelligente Städte von morgen aus

In einer Smart City treiben verschiedene Akteure aus Politik, Wirtschaft und Stadtverwaltung zukunftsweisende Themen voran. Und zwar in Bezug auf nachhaltige, effiziente, umweltschonende und die Lebensqualität verbessernde Konzepte.

 

Österreichs Städte sollen laut Klima- und Energiefonds bis 2040/50 festgelegte Maßnahmen umsetzen und die verfügbaren smarten Prozesse und Dienste nutzen, damit Bereiche wie die Energieversorgung und -nutzung, Wirtschaftsstrukturen und Warenlogistik, Anpassungen an den Klimawandel, aber auch regionale Strukturen und Mobilität insgesamt mit jedem Jahr grüner werden. Mit einem Fokus auf Wohnen, Energieerzeugung und Verkehrsmittel als CO2-Hauptverursacher sollen mit den geeigneten Konzepten schon bald Zero Emission Citys entstehen.

 

Um bei Wien als Best-Practice Beispiel zu bleiben, hier ihre Vision und Ziele als Smart City:

 

1. Hohe Lebensqualität:

 

  • Großstadt mit der höchsten Lebensqualität
  • Soziale Inklusion auf allen Ebenen

2. Größtmögliche Ressourcenschonung:

 

  • Senkung der lokalen Treibhausemissionen
  • Reduktion des lokalen Energieverbrauchs
  • Senkung des konsumbasierten Material-Fußabdrucks

3. Soziale & technische Innovationen

 

  • Innovation Leader 2030
  • Digitalisierungshauptstadt Europas

Intelligente Städte wie Wien beschreiten smarte Wege, indem sie unter anderem E-Car-Sharing fördern, Smart Buildings errichten, Kreativität im öffentlichen Raum ermöglichen oder altersgerechte Assistenzsysteme vorantreiben. Dabei machen sie sich technologische Innovationen zunutze, investieren in Bildung und bringen alle Mitwirkenden zusammen. Denn eine intelligente Stadt entsteht und überlebt nur dort, wo es ein starkes, partnerschaftliches Miteinander gibt.

 

So hat auch die Zusammenarbeit mit Magenta Business zu ersten Erfolgen in der Smart City Wien geführt. Hierzu zählen beispielsweise die Implementierung eines innovativen IoT-Ökosystems für die Wiener Stadtwerke und WienIT.

Welche Vorteile hat digitale Stadtentwicklung?

Ganzheitlich gesehen hat eine Smart City unzählige gesellschaftliche, wirtschaftliche, schonende und psychologische Vorteile für die in ihr lebenden Menschen, in ihr agierenden Organisationen und sie umgebende Umwelt.

Smart City Vorteile für die Stadtbewohner

  • Qualitativ hochwertiger Lebensraum:

 

Besonders in Städten mit sehr hoher Bevölkerungsdichte, wie Dhaka in Bangladesch oder Kinshasa in Indien, braucht es auf lange Sicht smarte Lösungen, um einen qualitativ hochwertigen Lebensraum zu schaffen. Beispielsweise sorgt Smart Waste für eine intelligente Abfallentsorgung und saubere Straßen oder Smart Lighting für automatisch angehende Laternen in der Dämmerung.

 

 

  • Zeit- und Geldersparnis:

 

Zeit ist Geld, wie ein bekanntes Sprichwort sagt. London ist zum Beispiel eine dieser Städte, in der die Hektik und Schnelllebigkeit besonders gut zu spüren sind. Stehen bleiben im Fuß- oder Straßenverkehr führt zu genervtem Anrempeln, mürrischen Flüchen und aufgeregtem Hupen. Smart Parking unterstützt ungeduldige Autofahrer daher mit IoT bei der schnellen Parkplatzsuche und reduziert gleichzeitig die Staugefahr.

 

  • Stressfreies Pendeln und Leben:

 

Stadtbewohner kennen das Bild vor sich hin kriechender Blechlawinen im Feierabendverkehr. In vielen Privatfahrzeugen sitzen nur eine oder zwei Personen, es ist laut und Abgasgeruch hängt in der Luft. Smart Mobility sieht daher vor, das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln optimal auszubauen und bestmöglich miteinander zu vernetzen, sodass die Bewohner der Smart City das eigene Auto stehen lassen können.

 

  • Verbesserte Sicherheit:

 

Laut einer McKinsey-Studie lässt sich die Kriminalitätsrate im urbanen Raum mit smarten Lösungen um bis zu 30-40% senken. Dies wird beispielsweise durch datenbasierte Verbrechensvorhersagen und smarte Sicherheitssysteme wie IoT-Gegensprechanlagen erreicht. Rettungswagen könnten ihre Anfahrtszeit um durchschnittlich sechseinhalb bis acht Minuten verringern, wenn Städte auf smarte Ampeln setzen, die auch Fußgängern die Wartezeit verringern.

 

  • Höherer Komfort:

 

Dort, wo Neues entsteht, soll es natürlich moderner und komfortabler als das Alte sein. In wachsenden Städten scheinen Gebäude aus der Erde zu schießen, um allen Bewohnern ein Dach über dem Kopf bieten zu können. In Smart Buildings sorgen smarte Gebäudelösungen für ein angenehmes, erleichtertes und sicheres Leben.

 

  • Modernes Gesundheitswesen:

 

Der Einsatz von E-Health-Care soll einerseits Prozesse effizienter gestalten und Kosten durch intelligente Datenverarbeitung senken. Andererseits profitieren die Stadtbewohner von einem modernen Gesundheitswesen, in dem sie E-Commerce nutzen und maßgeschneiderte Gesundheitsvorsorgen in Anspruch nehmen können. Laut Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nimmt Österreich bereits heute im EU-Vergleich einen Spitzenrang im Bereich eHealth ein.

 

  • Möglichkeiten für persönliche Entfaltung und Selbstverwirklichung:

 

In der Smart City Wien wurden bereits zahlreiche Projekte angestoßen, bei denen sich Bürgerinnen und Bürger selbst verwirklichen, weiterbilden und sozial tätig sein können. Beispielsweise reparieren im Reparaturnetzwerk mehr als 100 Betriebe alles, was nicht unbedingt durch einen Neukauf ersetzt werden muss und sorgen somit für ein gesünderes Konsumverhalten. Das von der Stadt mit 40 Millionen Euro geförderte Projekt Schule Digital bereitet die jüngsten Generationen auf das digitale Klassenzimmer vor. Kreative Stadtbewohner erhalten mit der Grätzloase die Einladung, Wien aktiv mitzugestalten, zu begrünen und durch attraktive Angebote lebenswerter zu machen.

Smart City Vorteile für die Stadtverwaltung

  • Deutliche Effizienz- und Prozessoptimierung:

 

Während in den Stadtverwaltungen der Vergangenheit noch alles händisch ausgeführt werden musste, sorgen intelligente Lösungen in Zukunft für effizientere Prozesse. So optimiert ein smarter Winterdienst eine schnelle und einfache Routenplanung der Streufahrzeuge.

 

  • Innovationsversprechen einhalten:

 

Städte und Stadtverwaltungen versuchen ihrer Verantwortung der eigenen Stadtbevölkerung gegenüber bestmöglich gerecht zu werden. Hierzu zählt auch die Umsetzung von zukunftsträchtigen Innovationen im urbanen Lebensraum. Gemeinsam mit Magenta testet die Musikschule Tulln etwa gerade Raumluft-Sensoren als Covid-19-Prävention. Mit Blick auf Abgase, Viren und Feinstaub wird smarte Luftgütemessung in Städten auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

 

  • Neue Bürgerservices anbieten:

 

Die Stadt Wien erleichtert ihren Bewohnern den Zugriff auf die offizielle Webseite mithilfe eines Chatbots, um virtuelle Amtswege sowie die Informationssuche noch komfortabler und schneller erledigen zu können. Einzigartige Persönlichkeit erhält dieser neue Bürgerservice durch den Wiener Schmäh, denn die technologische Neuerung kann tatsächlich auf Wienerisch antworten.

 

 

  • Ressourcen & Kosten sparen:

 

Datenanalyse in Echtzeit und Fernwartung sparen der Stadtverwaltung einer Smart City spürbare Kosten und Ressourcen, beispielsweise bei der Pflege der Grünanlagen und Parks. Statt regelmäßig Landschaftsgärtner zu allen Grünflächen schicken zu müssen, behalten sie relevante Messwerte zu Bodentrockenheit oder Füllstandsmessung bequem aus der Ferne im Blick. Sobald bestimmte Schwellenwerte über- oder unterschritten sind, können die Verantwortlichen gezielt tätig werden.

Smart City Vorteile für die Wirtschaft

  • Attraktiver Wirtschaftsstandort:

 

Innovative Unternehmen siedeln sich dort an, wo Innovationen gewünscht und möglich sind. Die Smart City stellt also einen attraktiven Wirtschaftsstandort für Firmen dar, die zukunftsträchtige Produkte und Services anbieten, wie erneuerbare Energien, klimaschonende Verkehrsmittel, Netzanbieter, Digitalisierungsexperten, Architekten u.v.m. Moderne Stadtentwicklung geht außerdem mit starken Partnerschaften und attraktiven Förderungen für Innovationsprojekte einher.

 

  • Wirtschaftswachstum:

 

Eine Smart City wie Wien, London oder San Francisco schafft die notwendige Basis für wirtschaftliches, soziales und umweltorientiertes Wachstum. Akteure auf allen Ebenen treiben die moderne Stadtentwicklung voran und sorgen in vielerlei Hinsicht für ein langfristiges Wirtschaftswachstum in der intelligenten Stadt der Zukunft.


  • Innovative Referenzprojekte umsetzen:

 

Mit dem sozialen Wohnbau gewann Wien den Netexplo Smart Cities 2020-Preis der UNESCO und gilt einmal mehr als Vorbild innovativer Referenzprojekte. Von der internationalen Anerkennung profitiert die österreichische Hauptstadt als Wirtschaftsstandort und gilt zugleich zum 10. Mal als lebenswerteste Stadt der Welt.

Smart City Vorteile für die Umwelt

  • Senkung des CO2-Ausstoßes:

 

Da Städte momentan noch sehr stark zum Klimawandel beitragen, ist die Senkung des CO2-Ausstoßes eines der großen Ziele und der größten Herausforderungen einer Smart City. Durch intelligente Vernetzung der gesamten urbanen Infrastruktur in der Stadt-, Energie-, Gebäude- und Verkehrsplanung kann die CO2-Freiheit in Städten nachhaltig vorangetrieben werden.

 

  • Optimierung des Energieverbrauchs (Smart Grid):

 

Durch den Einsatz intelligenter und kostensparender Technologien wie IoT lässt sich der Energieverbrauch in Städten nachhaltig reduzieren. Laut der Wiener Stadtwerke stellt man in Österreichs Hauptstadt bereits heute die Weichen für eine energieeffiziente Smart City mit modernisierten Anlagen, erneuerbaren Energieträgern und Smart Meter, der intelligenten Strommessung.

 

  • Verbesserung der Abfallwirtschaft:

 

Mit der steigenden Urbanisierung wachsen auch die Müllberge in städtischen Siedlungsgebieten an. Bereits heutzutage sind viele Verantwortliche auf Stadt- und Regierungsebene mit der Müllentsorgung überfordert. Eine intelligente Abfallwirtschaft trägt nachhaltig dazu bei, dass die Smart City sauber und die Umwelt langfristig geschützt bleibt.

 

 

Welche Smart City Vorbilder inspirieren uns schon heute?

Überall auf der Welt gehen Städte fortschrittliche Wege, um sich für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Dabei entstehen beeindruckende Konzepte und Inspirationen für den urbanen Lebensraum. Zu den innovativsten Städten der Welt zählen beispielsweise Wien, Seoul, Hamburg und San Francisco.

 

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchten wir Ihnen einige inspirierende Smart City Vorbilder vorstellen:

1. Smart City Barcelona: Bildung für alle

Im Norden der katalanischen Hauptstadt läuft im Jahr 2021 ein weiteres spannendes Projekt an, das mit den neuesten Technologien arbeitet. 42 Barcelona ist ein Programmier-Campus, der nicht nur für alle ab 18, sondern auch rund um die Uhr geöffnet ist. Die Hochschule wurde in Anlehnung an ein Modell aus Frankreich konzipiert, die Schule 42, die vor einigen Jahren als Antwort auf die erhöhte Nachfrage nach ausgebildeten Programmierern entstand.

 

Auf über 1600 Quadratmetern können nun bis zu 600 Studenten ohne Lehrer und in Selbstorganisation Programmieren, Cybersecurity, Design, Blockchain, IoT, KI etc. lernen. Neben den gefragten Computerfertigkeiten werden hier auch Kommunikation, Resilienz und Teamwork studiert. Barcelona bietet interessierten Menschen damit eine smarte Bildungsmöglichkeit, die gleichzeitig branchennahen Firmen und Dienstleistern kompetente Fachkräfte verspricht. Die Smart City Barcelona zeigt damit, dass digitale Bildung Teil der modernen Stadtentwicklung sein sollte.

 

2. Smart City Wien

Während Wien mit seinen zahlreichen Projekten und Plänen beweist, dass es sich zurecht an die Spitze der smartesten Städte weltweit gekämpft hat, liegt der Fokus auch auf dem älteren Teil der Bevölkerung. Die österreichische Hauptstadt will auf die neuesten Geräte und Anwendungen setzen, um auch die einzubinden, die zwar am wenigsten mit der Technologie zu tun haben, aber am meisten von ihr profitieren können.

 

AALbin (Aktiv im Alter mit Digitalisierung) heißt das Pilotprojekt, das Senioren dabei helfen soll sich mit den zahlreichen digitalen Möglichkeiten anzufreunden, um ihren Lebensalltag mit technischer Unterstützung besser zu bestreiten. Alle Teilnehmer werden mit passenden Devices wie Tablets oder Smartphones ausgestattet, um ihre Familien und Freunde zu kontaktieren, sich an die Medikamenteneinnahme erinnern zu lassen, Termine zu vereinbaren und Workshops zu besuchen.

 

Wien macht damit vor, wie smarte Innovation auch im sozialen Sektor genutzt werden kann, damit ältere Menschen selbstbestimmt leben und nachhaltig ihre Lebensqualität verbessern können.

3. Smart City Hamburg

Laut dem Smart City Index von Bitkom ist Hamburg die smarteste Stadt Deutschlands, denn die Metropole im Norden hat in allen fünf Themenbereichen den ersten Platz abgeräumt: Verwaltung, Energie und Umwelt, IT- und Telekommunikation, Mobilität und Gesellschaft. Als Hafenstadt und Tor zur restlichen Welt hat Hamburg natürlich auch an der Wasserfront ein smartes Köpfchen bewiesen.

 

Der smartPort ermöglicht einen reibungslosen Ablauf aller Verkehrsströme, der Infrastruktur und Warentransporte. E-Mobilität, Informationstransfer, Navigation und erneuerbare Energien sind nur ein paar der Themen, deren sich der smartPort angenommen hat und die den Hafen zu einem intelligent vernetzten Knotenpunkt machen. Eine Cloud-basierte Anwendung gibt in Echtzeit Auskunft über die Position und Aufgabe aller beteiligten Akteure.

 

So sind alle systemrelevanten Bereiche über die mobilen Endgeräte miteinander verbunden, um Arbeitsabläufe und Kommunikationswege zu optimieren. Auch international übernimmt der smartPort eine wichtige Verantwortung: Gemeinsam mit zwölf internationalen Häfen, unter anderem Rotterdam, Los Angeles, Barcelona oder Montréal, analysiert und entwickelt Hamburg seine Rolle in der globalen maritimen Versorgungskette stetig weiter.

4. Smart City Songdo

Mit der weltweit ersten Smart City Songdo konnte Südkorea zeigen, dass es schon vor allen anderen Ländern verstanden hatte, was sich langfristig durchsetzen wird: Luftröhren transportieren Müll direkt von den Wohnungen der Menschen unter die Erde, wo er umgehend sortiert oder weiterverwendet wird.

 

Licht, Temperatur, Musik und vieles mehr kann über wenige Klicks individuell eingestellt werden, während Sensoren überall in der Stadt den Energieverbrauch, Verkehr und das allgemeine Wohlbefinden von Songdo steuern.

 

In der südkoreanischen Stadt sind alle Prozesse, von der Infrastruktur über Administration bis hin zur Müllentsorgung privater Haushalte, effizient und nachhaltig aufeinander abgestimmt. Songdo gilt seit Beginn der ersten Bauphase im Jahre 2003 als Vorreiter und Muster für zahlreiche weitere Smart Cities, die seither auf der ganzen Welt errichtet und umgesetzt wurden. Gleichzeitig steht sie in Zukunft vor der Herausforderung, die smarten Konzepte moderner Stadtentwicklung auch allen Bewohnern zugänglich zu machen.

 

Smart City Video 5

 

5. Smart City San Francisco

Berühmt für ihre steilen Straßen und Cable Cars, konzentriert sich die kalifornische Stadt auf ein Kernthema in Städten: den öffentlichen Straßenverkehr. Mit über 800.000 Einwohnern und viereinhalb Millionen lebenden Menschen in der umliegenden Bay Area ist es der Smart City San Francisco fast unmöglich, Platz für neue Straßen zu schaffen. Deshalb wird nun darauf gesetzt von der Macht der Technologie und Innovation Gebrauch zu machen, um Stück für Stück die Autos von den aktuell noch vollgestopften Interstates zu bekommen.

 

Neue Konzepte für Fahrrad- und Car-Sharing, Shuttle-Services für den Transport mehrerer Fahrgäste und kostenloses WiFi haben San Francisco zur führenden Stadt in Sachen Transport gemacht. Mit dem Fokus auf reduzierte Kosten für den Nahverkehr und Sauberkeit nimmt sich das Projekt nicht nur den Bedürfnissen der Stadt, sondern auch denen jedes einzelnen Bewohners an. So ist beispielsweise auch der Einsatz von Fahrzeugen mit Notbremsassistent darauf ausgelegt, Passanten und Verkehrsteilnehmer zu schützen, bevor dann der Traum von selbstfahrenden Fahrzeugen schon bald umgesetzt werden soll.

 

San Francisco versucht mit diesen Maßnahmen die Stadt zunehmend grüner, vernetzter und sicherer zu gestalten.

 

Da Innovation im Fluss ist, können die Smart City Vorbilder schon bald wieder ganz andere sein. Hierin liegt eine der großen Herausforderungen für Städte, denn intelligente Stadtentwicklung ist tatsächlich niemals abgeschlossen.

Welche Technologien vernetzen intelligente Städte?

Vernetzte Technologien ermöglichen die Umsetzung moderner Smart City Anwendungen, um die Zukunftsthemen moderner Stadtentwicklung zu verwirklichen.

 

1. IoT & Sensorik

 

Das Internet of Things (IoT) beschreibt ein System, das Geräte, Maschinen, Menschen, Dinge, Tiere und Objekte intelligent miteinander vernetzt. Dabei senden Sensoren von speziellen IoT-Devices in ihrer Umgebung gemessene Daten an eine IoT-Plattform. Diese wertet die erhaltenen Daten aus und zeigt sie dem Nutzer anschaulich in Form von Tabellen, Graphen o.ä. an.

 

2. Datenmanagement & Cloud-Speicher

 

Da in vernetzten Städten immer größere Datenmengen entstehen, sind flexible Tools und Cloud-Speicher notwendig, um die Daten zu sammeln, zu verwalten und nutzbar zu machen. Die All-in-One IoT-Plattform Application Management von Magenta Business beispielsweise besteht aus einem Layout Designer, Datenmanagement Modulen (Data Views, Data Qualifier, Data Validation u.a.), App Builder und AR Builder.

 

3. Netztechnologie

 

Die Kommunikation im Internet der Dinge findet je nach Anforderung über unterschiedliche Kanäle, wie W-LAN, Bluetooth oder Mobilfunk statt. In der Smart City bietet sich die NB-IoT-Netztechnologie besonders gut an, da es als LPWA (Low Power Wide Area Technologie) wenig Energie benötigt und trotzdem eine hohe Reichweite sowie Gebäudedurchdringung aufweist.

 

Welche Smart City Anwendungen gibt es?

  • Smart Parking:

 

Sensoren oder Kameras identifizieren mithilfe von Sensoren freie Parkplätze, wie die auf dem smarten Parkplatz des T-Center in Wien. Mit Smart Parking lassen sich nachhaltig Zeit und Nerven sparen. 

 

  • Smart Lighting:

 

Dank intelligenter Sensoren, die die Helligkeit messen, schalten sich Straßenlaternen voll automatisch ein und aus, sobald ein festgelegter Richtwert unter- bzw. überschritten wurde. Besonders im Herbst macht Smart Lighting Städte smarter.

 

  • Smart Waste:

 

Ist die Mülltonne am Überquellen, so senden Sensoren diese Information an die entsprechende IoT-Plattform, sodass Müllentsorgungsfahrzeuge nur dorthin fahren, wo sie gebraucht werden. Smart Waste sorgt also für eine effiziente Abfallentsorgung in Städten.

 

  • Luftgütemessung:

 

Condition Monitoring misst bestimmte Parameter in der Umgebung und alarmiert bei Über- oder Unterschreiten der Schwellenwerte. Auf diese Weise sind unter anderem smarte Luftgütemessungen in Innenräumen sowie Feinstaubmessungen an Silvester oder auf Baustellen möglich.

 

  • Smart Building:

 

Ein intelligent vernetztes Gebäude hat eine optimierte Energieeffizienz, da es auf das individuelle Nutzerverhalten der Hausbewohner abgestimmt ist. Smart Buildings für die Immobilienbranche spielen daher eine zunehmend wichtige Rolle.

 

  • Fuhrpark Management:

 

Ein digitales Fuhrparkmanagement bedeutet, dass alle Flottenfahrzeuge mit IoT-Hardware ausgestattet werden, die mithilfe von Sensoren Daten zur Kraftstoffmenge, Fahrtroute, Fahrer etc. übermitteln und so die Routenplanung deutlich verbessern.

 

  • Werkzeug- und Gerätetracking:

 

Um stets den Überblick über entliehene Fahrzeuge und Gerätschaften zu behalten, werden sie mithilfe von GPS getrackt. Intelligentes Werkzeug- und Gerätetracking reduziert somit also auch den Verlust durch Diebstahl.


  • Winterdienst Monitoring:

 

Sensoren im Straßenbelag sowie in den Fahrzeugen sorgen durch automatische Datenübertragung im Herbst und Winter für sichere Straßen und schnelle Enteisung. Smartes Winterdienst Monitoring spart Städte- und Gemeindeverwaltungen zudem Kosten und Ressourcen.

 

  • Energieverbrauch Monitoring:

 

Auch Versorgungsunternehmen setzen Sensoren ein, um den Verbrauch von Strom, Gas, Wasser etc. in Echtzeit zu überwachen. Daraus lassen sich wertvolle Erkenntnisse ableiten, um den Energieverbrauch stetig zu optimieren.

Wie hilft Magenta Business Städten und Gemeinden bei ihren digitalen Projekten?

1. Magenta IoT Smart City Ökosystem

Da bereits zahlreiche Smart City Anwendungen erfolgreich im Einsatz sind, ermöglicht es Magenta Business jeder Stadt, diese ebenfalls zu nutzen. Im Magenta IoT Smart City Ökosystem sind viele bereits entwickelte IoT-Anwendungen sowie vordefinierte Use Cases integriert und können direkt zum Einsatz kommen.

 

Das Smart City Portal ist benutzerfreundlich, sodass die Verantwortlichen auch ohne besondere IT-Kenntnisse sich um dessen Verwaltung kümmern können. Insgesamt profitieren Städte und Gemeinden von einer optimalen Time-to-Market, da das Ökosystem schnell implementiert und die IoT-Devices einfach und rasch montiert sind.

 

Bereits nach kurzer Zeit nutzen Städte smarte Anwendungen wie Luftgütemessung, Smart Waste, intelligentes Fuhrparkmanagement oder Smart Parking.

2. Magenta Smart City Individuallösung

Der Innovationskraft in Städten sind keine Grenzen gesetzt. Daher bietet Magenta Smart City Individuallösungen an.

 

In diesen Projekten profitieren Städte und Gemeinden von individueller Betreuung durch die erfahrenen IoT-Experten bei Magenta Business sowie von der benutzerfreundlichen IoT-Plattform samt verschiedener Tools zur individuellen Anwendung: Data Views & Visualisierung, Data Qualifier & Data Validation, Workflow Manager, App Builder und mehr.

 

 

Wer agiert in der Smart City?

Eine Smart City braucht nicht nur neueste Technologien wie IoT, sondern auch Menschen, die in ihr tätig sind, um einen modernen urbanen Lebensraum zu erschaffen. Dabei kommt es auf eine enge Kooperation und starke Partnerschaften an. Folgende Akteure sind in der smarten Stadt der Zukunft am Werk:

 

  • Öffentliche Akteure:

 

Stadt- und Gemeindeverwaltungen, öffentliche Förder- und Investitionseinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene, städtische Dienstleister wie Abfallentsorger, Straßenbau- oder Fuhrpark-Unternehmen u.a.

 

  • Unternehmen und Lösungsanbieter:

 

Netzanbieter, IT-Dienstleister, Anbieter von Smart City Gesamtlösungen wie Magenta Business, Bau- und Immobilienunternehmen, Architekten, Anbieter von E-Mobility-Lösungen, Finanzdienstleister, Innovationsfirmen u.v.m.

 

  • Veranstalter und Branchenvertreter:

 

Vereine, Verbände oder Einrichtungen, die sich auf Themenschwerpunkt wie E-Commerce, digitale Zukunft, Künstliche Intelligenz, Klima- und Umweltschutz oder IoT fokussieren, um diese ganzheitlich voranzutreiben.

 

  • Forschung und Wissenschaft:

 

Private und öffentliche Universitäten, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftliche Fachgruppen, Forschungsabteilungen in Unternehmen etc., die ebenfalls Smart City Themen weiterentwickeln und innovative Ideen liefern.

 

  • Bürgerinnen und Bürger:

 

Jeder Einzelne in der Stadtbevölkerung ist Teil der Smart City. Durch sein oder ihr Engagement wird intelligente und moderne Stadtentwicklung ebenso vorangetrieben wie durch Investitionen oder professionelle Lösungen.

Moderne Stadtentwicklung der Zukunft

Wien, London, Barcelona und viele andere Städte auf der ganzen Welt haben die Chancen moderner Stadtentwicklung erkannt. Die urbane Zukunft ist die Smart City, denn in ihr leben alle Bewohner sicher, komfortabel und vernetzt. Das Lebens- und Tätigkeitsfeld ist geprägt von einer ausgewogenen Balance wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Bedingungen. Intelligente Städte wachsen mit ihren Herausforderungen, indem Sie neueste Technologien und Innovationen realisieren und nutzen.

 

Werden Sie Teil der neuen Welt und gestalten Sie Ihre Smart City mit.

 

Smart City Whitepaper