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Der automatisierte Datenaustausch zwischen Maschinen gehört zu den wichtigsten Wachstumsfeldern in der IKT-Branche. Jährlich werden zweistellige Zuwachsraten verzeichnet, neue Geschäftsmodelle und technologische Innovationen treiben die Entwicklung weiter voran. Trotz seiner weitreichenden Chancen und Möglichkeiten ist die M2M-Entwicklung in Österreich erst am Beginn.

Das liegt mitunter auch an der Komplexität eines M2M-Rollouts und der zeitaufwändigen Planungs- und Umsetzungsphase, da ganzheitliche M2M-Lösungen eine große Bandbreite an verschiedenen Technologien und Services erfordern. Ohne richtigen Partner kann ein derartiges M2M Projekt schnell ausufern oder in die falsche Richtung gehen.

Oftmals liefern in M2M-Projekten eine Vielzahl kleiner und spezialisierter Anbieter diese Komponenten für ein M2M-Vorhaben. Diese sehr fragmentierte Supply Chain erschwert kosteneffektive Lösungen und erfordert viel Koordinations- und Planungsaufwand. Für die erfolgreiche Umsetzung eines M2M-Projekts ist es daher essenziell, im Vorfeld einen geeigneten Lösungspartner zu finden. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, welche Kriterien Sie bei der Wahl des Partners unbedingt beachten sollten.

1. Kann der M2M Partner als Generalunternehmer auftreten?

Eine M2M-Lösung besteht aus mehreren Komponenten. Diese können entweder von mehreren Lieferanten bezogen oder an einen Generalunternehmer übergeben werden, der sich diverser Subauftragnehmer bedient.

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Die Vorteile eines Generalunternehmers sind:

  • ein einziger Ansprechpartner in der Planung, Umsetzung und im Betrieb
  • das Konzept kommt damit aus einem Guss
  • der Generalunternehmer kennt das Zusammenspiel der Einzelkomponenten und setzt auf ein erprobtes und bewährtes Gesamtsystem
  • der Generalunternehmer hat Überblick über den Markt und kann in der Regel aus mehreren Sublieferanten auswählen
  • ein einziger Ansprechpartner bei Störungen und im Gewährleistungsfall

Die Nachteile eines Generalunternehmers:

  • die Übernahme der Generalunternehmerschaft ist ein Service des Anbieters und damit kurzfristig etwas teurer – mittelfristig rechnet sich dieses Investment aber in der Regel
  • die Auswahl der Einzelkomponenten liegt nicht allein beim Auftragnehmer

Es hat sich bei vielen Projekten herausgestellt, dass es sinnvoll ist, das gesamte Projekt einem Generalunternehmer zu übergeben, da der Informations- und Reibungsverlust zwischen mehreren Teillieferanten am Ende zu höheren Kosten und einer längeren Umsetzungsdauer führen kann.

Zudem ist ein einziger Ansprechpartner, der auch die Verantwortung für seine Subunternehmer übernimmt, immer von Vorteil. So unterstützen etwa die großen Telekommunikationsunternehmen zahlreiche M2M-Projekte, indem sie mit verschiedenen Initiativen den Markt zusammenbringen und als Bindeglied fungieren.

2. Wie kann der M2M Partner das Budget im Rahmen halten?

Zu Beginn jedes M2M-Projekts steht die Frage, welche Geschäftsprozesse oder Geschäftsmodelle neu entwickelt oder effizienter gestaltet werden sollen. Ein professioneller M2M-Parnter klärt das im Vorfeld ab und vernetzt nur Geräte oder Maschinen, bei denen auch wirklich ein Mehrwert durch M2M-Kommunikation entsteht.

Besonders bei der Auswahl der Funkmodule spielt eine umfassende Planung eine große Rolle bei der Partnerwahl: Nicht nur Datenvolumen sondern auch die erwartete Lebensdauer der M2M-Lösung sowie die Vorbereitungszeit haben Einfluss auf die Entscheidung zwischen GPRS, UMTS/HSPA oder LTE und beeinflusst das Budget des Projekts.

Zudem ist es immer eine Frage, welche Daten in welchen Zyklen tatsächlich übertragen werden müssen. Dies unterscheidet sich von Anwendung zu Anwendung. In einem Proof-of-Concept und einem nachgelagerten Piloten lassen sich diese Anforderungen sehr gut ermitteln, sodass im Regelbetrieb kein Overhead erzeugt wird, der unnötige Kosten bedeutet.

3. Kann der M2M Partner umfangreiche Komponenten und eine leistungsfähige M2M Plattform anbieten?

Damit M2M-Lösungen funktionieren, müssen der oder die Lösungspartner folgende notwendige Komponenten anbieten, servicieren und managen können:

  • Endgeräte
  • Kommunikationsmodul
  • M2M-Plattform für Datenverarbeitung
  • Anwendung für die Auswertung der Daten
  • Systemverwaltung

Das Bindeglied zwischen den Komponenten ist immer die M2M-Plattform, die auch die Leistung und Skalierbarkeit des Projekts entscheidend beeinflusst.

Bevor es zu einer Auswahl der Plattform kommt, muss geklärt werden, ob die M2M-Lösung ständige Verfügbarkeit erfordert oder – zumindest teilweise – auch offline sein kann. Von dieser Entscheidung hängen die Kommunikationstechnologie sowie die Tarif- bzw. Managed Service-Kosten der Lösung ab. Skalierbarkeit ist auch langfristig wichtig. Die M2M-Plattform des Partners muss leistungsfähig genug sein, um künftiges Wachstum und höhere Anforderungen etwa durch eine größere Anzahl von Geräten zu meistern.

4. Wie kompetent ist der M2M-Parnter beim Thema Security?

Eine Studie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg unter 282 M2M-Anwendern zeigt ganz deutlich, worauf es beim Thema Sicherheit ankommt. Die wichtigsten Forderungen, die der Lösungspartner zu erfüllen hat, sind:

  • Der Partner muss Standardisierung und Zertifizierung anbieten können, die bei M2M-Projekten unerlässlich ist
  • Die Daten dürfen ausschließlich für den beabsichtigten Verwendungszweck genutzt werden.
  • Der Partner muss einen Zugriff auf Daten “von außen” auf alle Fälle vermeiden
  • Der Partner muss eine eigenständige Installation der verschiedenen M2M-Anwendungen durch den Kunden ermöglichen. Das sorgt für ein besseres Verständnis für Sicherheitsaspekte auf Kundenseite.

5. Wie steht es mit Reputation und Erfahrung des M2M Partners?

Die Entwicklung und Bereitstellung einer M2M-Lösung ist ein komplexer Prozess. Der Lösungspartner sollte also ausreichend Erfahrung mit der Umsetzung solcher Projekte haben und groß genug sein, um das gesamte Projekt ausrollen zu können – unkoordinierte Teillösungen sind gerade beim vielschichtigen Thema M2M fehl am Platz.

Fazit M2M Partner finden

M2M Projekte sind meist mittel- und langfristige Entscheidungen. Nehmen Sie sich daher bei der Auswahl eines M2M Partners Zeit Ihr individuelles M2M Projekt an Hand der oben genannten Kriterien zu prüfen.

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