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Die Themen Machine-to-Machine (M2M), Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 gewinnen zunehmend an Bedeutung und betreffen fast jede Branche. Um auch zukünftig Produkte und Services mit hoher Qualität anzubieten, erkennen Unternehmen zunehmend, wie wichtig es ist, die Vorteile intelligenter IoT-Lösungen für sich zu nutzen. Doch um ein erfolgreiches IoT-Projekt umsetzen zu können, müssen einige Dinge beachtet werden.Hinter IoT steht das Konzept eines automatisierten Informationsaustausches zwischen Maschinen, Automaten, Fahrzeugen etc. untereinander und/oder mit einer zentralen Leitstelle, um bestimmte Aktionen ohne die Beteiligung eines Menschen durchzuführen. Mit dieser Automation werden Prozesse schneller, effizienter und sicherer und es können völlig neue Geschäftsfelder entstehen.

Lesen Sie im folgenden Beitrag, welche Entscheidungen für ein erfolgreiches IoT-Projekt zu treffen sind und wie sie Fallen vermeiden können.

1. IoT benötigt die richtige Verbindung

Die Basis von IoT ist der Mobilfunk. Dieser sorgt für die Kommunikation zwischen den Geräten, Maschinen und Sensoren und ermöglicht eine flächendeckende Datenübertragung sowie Ferndiagnose und Fernwartung einzelner Module. Mit der nächsten Mobilfunkgeneration 5G wird IoT weitere Bedeutung erlangen.

Aber IoT beziehungsweise M2M-Kommunikation ist mehr als klassischer Mobilfunk. Hier gibt es einige technische Aspekte zu beachten, da es um teils kritische Unternehmensprozesse und geschäftssensible Informationen und Daten geht. Die sensiblen Bereiche hierbei sind vor allem Security, Erreichbarkeit, Verfügbarkeit und Stabilität. Hier empfiehlt es sich, frühzeitig mit Experten zu sprechen.

2. Mit einer guten Planung vermeidet man Fallen

Um eine IoT-Lösung erfolgreich im Unternehmen einzuführen, ist es empfehlenswert, ein mehrstufiges Projekt bzw. eine IoT-Roadmap aufzusetzen. Denn die Praxis zeigt, dass sich die Anforderungen im Laufe der Konzeption und Umsetzung oft ändern oder neue hinzukommen. In der Konzeptionsphase (Poof of Concept, PoC) des Projekts sind einige grundlegende Entscheidungen zu treffen, die wesentlich für den Erfolg sind.

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Es ist dabei nicht unbedingt notwendig von Beginn an die Antworten auf alle Fragen zu haben, denn vieles ergibt sich erst im Laufe der Umsetzung. Wer den Anspruch hat, schon vor dem PoC oder Piloten alle Details für den Vollausbau wissen zu wollen, wird enttäuscht werden.

3. Eine gemeinsame Stoßrichtung

Möchte man das Thema Digitalisierung unternehmensweit aufsetzen, gibt es je nach Stoßrichtung unterschiedliche Stakeholder wie zum Beispiel die Abteilungen Marketing, Vertrieb, IT, Prozessmanagement oder Produktionsmanagement. Wenn man das Thema im großem Stil angehen möchte, ist es ratsam, alle wesentlichen Player und Beteiligten früh an Board zu haben, um die Bedürfnisse zu befriedigen und keine Anforderungen oder Widerstände zu übersehen.

4. ROI- statt Kostenbetrachtung

Ein umfassendes IoT-Projekt kostet Geld. Diese Kosten sind aber nur die eine Seite der Medaille. Jedem vernünftig aufgesetzten Digitalisierungsprojekt stehen zusätzliche Erlöse durch neue Produkte und Services oder Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierung, Reduktion von Ausfällen etc. gegenüber. Diese ROI-Rechnung sollte man im Vorfeld anstellen und sich auch die Frage stellen, in welchem Zeitraum der ROI erzielt werden muss. Auf dieser Basis ist es möglich, die richtigen Entscheidungen zu treffen, ob, wie und in welchem Ausmaß man eine Lösung umsetzten möchte.

5. Keine Angst vor Innovation

Im Bereich der Digitalisierung gibt es eine rasche Entwicklung von Technologien und Standards wie zum Beispiel NB-IoT oder 5G. Wenn man also eine Lösung konzipiert, sollte man sich früh genug mit Experten darüber unterhalten, wie sich die Technologien weiterentwickeln werden und was das für die eigene Lösung bedeuten könnte.

6. Partnerschaften statt klassischer Geschäftsbeziehungen

Ein Digitalisierungsprojekt greift oftmals stark in bestehende Prozesse und Geschäftsmodelle ein. Deshalb ist es wichtig, dass die Anbieter und Dienstleister von IoT-Lösungen einen Einblick in diese bekommen. Nur so lassen sich Herausforderungen gemeinsam lösen – die Erfahrung und Expertise der Anbieter hilft dabei. Im Rahmen einer reinen Kunden-/Lieferantenbeziehung würde man auf diese Expertise verzichten – vielleicht zulasten des Erfolgs des gesamten Projekts.

7. Ganzheitliche Sicherheitsstrategie

Damit die Vernetzung der Geräte und Maschinen nicht zu einem Sicherheitsrisiko für M2M-Anwendungen wird, sind eine professionelle Beratung und moderne Schutzeinrichtungen notwendig. Sicherheit beginnt bereits bei der Konfiguration der einzelnen Endgeräte und geht bis hin zu völlig abgeschirmten, privaten Kommunikationsnetzen.

Ein großes Augenmerk muss auf die physische Sicherheit von M2M-Modulen wie zum Beispiel Sensoren oder SIM-Karten gelegt werden, da diese verstreut im Einsatz sind. Neben dem physischen Schutz und der Abwehr vor Hackerangriffen kommt vor allem dem sicheren Übertragungsweg eine besondere Bedeutung zu.

Fazit: Starten Sie Ihr IoT-Projekt besser heute als morgen

Digitalisierung ist ein Thema, das fast alle Unternehmen in fast allen Branchen betrifft, neue Geschäftsfelder ermöglicht und daher langfristig einen Mehrwert bringt. Obwohl es Geld kostet und mehrere Stakeholder betrifft, empfiehlt es sich mit bestehenden Lösungen oder Applikationen zu beginnen. So können erste Erfahrungen gesammelt und erste Erfolge erzielt werden. Parallel dazu ist es möglich an einer Gesamtlösung zu arbeiten. Mit den richtigen Entscheidungen und einer sorgfältigen Planung kann jedes IoT-Projekt zum Erfolgsprojekt werden. Wer jedoch die Digitalisierung aufschiebt, geht das Risiko ein, den Anschluss an den Mitbewerb zu verlieren.

 

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