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Der Himmel ist voller platzender, funkelnder Sterne in allen Farben. Es kracht und zischt. Und da rasen schon die nächsten Silvesterraketen dem Himmel entgegen, um in einem wahren Lichtermeer zu explodieren. Rund 15 Minuten dauert das alljährliche Spektakel in der Silvesternacht, das Jung und Alt jedes Mal in verzücktes Staunen versetzt.

Das Silvesterfeuerwerk schaut auf eine lange Tradition zurück, mit dem der Jahreswechsel in Österreich und Deutschland gefeiert wird. Die Geschichte des Feuerwerks zeigt allerdings, dass bereits die alten Chinesen sich an der hell funkelnden Kunst mit entzündetem Schwarzpulver erfreuten, bevor die sogenannte Pyrotechnik ihren Weg nach Europa fand: Die Kunst (griech. techne), Feuer (griech. pyr) zu erzeugen.

Wie bei jedem Feuer kommt es allerdings auch zu Nebeneffekten wie Rauch, Abfallprodukten und erhöhte Feinstaubbelastung der Luft. Letztere konnte bei einer digitalen Feinstaubmessung in der Silvesternacht 2020 auf 2021 mithilfe von modernsten IoT-Geräten sehr effizient sichtbar gemacht werden. Dafür hängten die Experten von Magenta Business bereits Ende Dezember Condition Monitoring Devices bei vier verschiedenen Standorten auf und kamen zu interessanten Messergebnissen.

Hohe Feinstaubbelastung in Silvesternacht

Die Ergebnisse der digitalen Feinstaubmessung durch das Magenta Business Team zeigen, dass es in der Silvesternacht zu einem starken Anstieg der Feinstaubbelastung gekommen ist. Denn durch jeden entzündeten Feuerwerkskörper werden bei der Explosion des Schwarzpulvers vielseitige Feinstaubpartikel freigesetzt. Laut Umweltbundesamt steigen die Feinstaubwerte in vielen Städten auf die höchsten Werte im gesamten Jahr.

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Auch in diesem Jahr konnte ein deutlicher Anstieg der Feinstaubwerte sichtbar gemacht werden. Dank der feinen Sensorik der IoT-Messgeräte konnten die Feinstaub Fraktionen PM10 (siehe Grafik 1) und PM2.5 (siehe Grafik 2) an 4 verschiedenen Standorten in Österreich exakt gemessen werden.

Feinstaubmessung Silvesternacht

Grafik 1: Messung der PM10 Staubfraktion vom 24.12.2020 bis 03.01.2021

Da Feinstaub aus einer Mischung von festen und flüssigen Partikeln unterschiedlicher Größe besteht, werden verschiedene Fraktionen gemessen. PM steht dabei für “particular matter”. Die Staubfraktion PM10 enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm (Mikrometer). Die Staubfraktion PM2,5 enthält ebenfalls 50% der Teilchen, die aber einen Durchmesser von 2,5 µm haben.

Feinstaubmessung Silvesternacht

Grafik 2: Messung der PM2.5 Staubfraktion vom 24.12.2020 bis 03.01.2021

Obwohl das Feuerwerk in der Silvesternacht traditionsgemäß nur von ca. 0:00 Uhr bis ca. 0:15 Uhr dauert, bleiben die Feinstaub Partikel sehr viel länger in der Luft nachweisbar. Die Feinstaubmessung von Magenta Business macht sichtbar, dass es 2-3 Tage dauert, bis die Werte der PM10 Fraktion (siehe Grafik 3) und der PM2.5 Fraktion (siehe Grafik 4) wieder auf ein “normales” Niveau gesunken sind.

Feinstaubmessung Silvesternacht

Grafik 3: Messung der PM10 Staubfraktion vom 30.12.2020 bis 02.01.2021

Laut Umweltbundesamt liegt der Grenzwert für PM10 bei einem Tagesmittelwert von 50 µm/m³ bei 25 Überschreitungen pro Kalenderjahr. Diese Partikel gelten als besonders gesundheitsschädlich, da sie über den Kehlkopf bis tief in die Lunge eindringen können.

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Grafik 4: Messung der PM2.5 Staubfraktion vom 30.12.2020 bis 02.01.2021

Das Jahresmittelwert von PM2.5 liegt bei 25 µg/m³. Das Umweltbundesamt und die WHO schätzen eine erhöhte PM2.5-Belastung für sehr gesundheitsschädlich ein, da die Partikel bis in die Lungenbläschen vordringen und u.a. Herz-Kreislauferkrankungen verursachen können.

Feinstaubbelastung vorbeugen mit Condition Monitoring von Magenta Business

Die digitale Feinstaubmessung in der Silvesternacht hat deutlich sichtbar gemacht, dass es einen schnellen Anstieg der umwelt- und gesundheitsschädlichen Partikel in der Luft gibt. Da die Feinstaubemission allerdings nicht nur durch Silvesterfeuerwerke, sondern in bedeutendem Maße auch durch Straßenverkehr, Industrie oder Heizanlagen in privaten Haushalten verursacht wird, spielen Monitoring und Prävention der Feinstaubbelastung eine wichtige Rolle.

IoT-Gesamtlösung zur Luftgütemessung

Das Condition Monitoring ist eine effiziente und gesamtheitliche IoT-Lösung, um Feinstaubbelastungen vorzubeugen. Dank Plug&Play ist sie direkt einsatzbereit und schnell montiert. Feinstaubsensoren an den Condition Monitoring Geräten messen die Luftgüte in ihrer Umgebung und übertragen die Daten in Echtzeit über das Mobilfunknetz an eine IoT-Plattform. Die moderne Sensorik ist in der Lage sowohl große (PM10) als auch kleine Feinstaubpartikel (PM2.5) zu messen, sodass präzise Daten erhoben werden können. Wird ein Grenzwert überschritten, so informiert ein Alarm die Verantwortlichen in Echtzeit.

Condition Monitoring Devices mit 3 Komponenten:

1. Kompakte und robuste Hardware: Modernste PM-Sensoren werden über den bekannten M12-A Industriestecker mit der Hardware verbunden, um direkt Daten zur Luftgüte in ihrer Umgebung zu senden.

2. Konnektivität mittels moderner NB-IoT-Technologie: Das inkludierte Datenkontingent und der weltweite IoT Mobilfunkstandard NarrowBand IoT sorgen für eine störungsfreie und schnelle Datenübertragung. Um direkt loslegen zu können, ist die SIM-Karte bei der Auslieferung bereits verbaut.

3. Benutzerfreundliche IoT-Plattform für Datenverwaltung und -visualisierung: Die IoT-Plattform ist intuitiv und einfach zu bedienen. Hier lassen sich problemlos Konfigurationen zu Mess- und Reportingintervallen sowie Schwellenwerten vornehmen. Die übermittelten Daten werden für die Nutzer automatisch aufbereitet und über unterschiedliche Endgeräte zugänglich gemacht. Offene API-Schnittstellen sorgen für eine schnelle Einbindung in jede IT-Infrastruktur.

Fazit: Hohe Feinstaubbelastung in Silvesternacht

Wie die Feinstaubmessungen in der Silvesternacht gezeigt haben, sind die PM10 und PM2.5 Werte stark angestiegen und erst nach einigen Tagen wieder gesunken. Zwar handelt es sich hierbei um keine neue Erkenntnis, doch ist eine valide Datenerhebung dadurch nicht weniger wichtig. Nicht zuletzt, da Bund und Länder in Österreich laut Umweltbundesamt weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die PM10 und PM2.5 Belastung zu verringern. Mit den Condition Monitoring Devices von Magenta Business sind diese Messungen effizient, verlässlich und voll automatisch. Dies spart den Verantwortlichen wertvolle Zeit und Ressourcen, um Belastungen für Umwelt und Gesundheit vorzubeugen.

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