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09.04.2020     Kerstin Klatt

Als kleines Startup 2013 gegründet beliefert das Schmucklabel aus Klosterneuburg heute mehr als 230 Geschäfte im D-A-CH-Raum. Gleichzeitig betreibt CAJOY einen eigenen Webshop und hat ein eigenes Geschäft in der Wiener Innenstadt eröffnet. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Gründerin Theresa Inama die Digitalisierung nützt, um stationären und digitalen Handel zu verbinden und so die negativen Auswirkungen der Corona-Krise reduziert.

Schon ein Jahr nach der Gründung ist Theresa Inama in den E-Commerce eingestiegen und betreibt einen eigenen Online-Shop. In Sachen Digitalisierung hat die Gründerin also schon einige Erfahrungen gesammelt. Diese helfen ihr nun auch dabei, die Krisenzeit zu meistern.

Die Idee „Schönes mit Schönem zu verbinden“ ging auf

Die Geschichte von CAJOY beginnt im Wohnzimmer von Buschmann: Während ihrer zahlreichen beruflichen und privaten Reisen nach Frankreich war Inama von dem wunderschönen Modeschmuck beeindruckt, den es dort zu kaufen gibt. Solche Pretiosen wollte die damals als Brand-Direktor für einen internationalen Kosmetikkonzern tätige Managerin auch in Österreich anbieten.

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Die Schmuckstücke entwarf Inama zunächst in den eigenen vier Wänden: „Ich hatte die Idee, Schönes mit Schönem zu kombinieren und wollte meine Schmuckstücke in einer Parfümerie anbieten“, erinnert sich die Gründerin. Ein Testlauf in 13 Marionnaud-Filialen verlief so gut, dass die Kosmetikhandelskette die Kooperation schrittweise ausbaute: Mittlerweile gibt es CAJOY-Schmuck in über 230 Filialen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein zu kaufen.

Wachstum ließ CAJOY in mehrere Rollen schlüpfen

Die edlen Stücke entstehen inzwischen in einem Atelier in Klosterneuburg und zu Inama haben sich mittlerweile fünf weitere Mitarbeiter gesellt. Das Schmucklabel beliefert nicht nur den Handel, sondern vertreibt die Juwelierwaren auch selbst: Im Factory-Outlet in Klosterneuburg, einem eigenen Geschäft in der Wiener Innenstadt und einem bereits 2014 gegründeten Online-Shop. Das Wachstum von CAJOY brachte es mit sich, dass das Unternehmen in mehrere Rollen schlüpfen muss: Als Produzent und Lieferant für Wiederverkäufer und als Einzelhändler, der sowohl stationär als auch online verkauft.

Online und stationär als Erfolgsrezept

„Kunden erwarten sich heute einen Online-Shop“, erklärt Inama überzeugt und betont: „Für den Handel ist die Kombination zwischen Online und stationär ideal.“ Denn mit dieser Strategie könne man die Stärken beider Welten miteinander kombinieren: Der Webshop bietet detaillierte Informationen sowie Services an und ist rund um die Uhr geöffnet. Im stationären Handel wiederum kann der Kunde die Haptik der Produkte erleben und bekommt kompetente Beratung.

Corona-Krise traf CAJOY doppelt

Die der Corona-Krise geschuldeten Ausgangsbeschränkungen hat CAJOY gleich mehrfach getroffen: „Unser Geschäft und das unserer Partner ist direkt betroffen“, sagt Inama. Durch den Webshop habe man die Umsatzeinbußen etwas abfedern können. Um die Gesundheit der Mitarbeiter nicht zu gefährden, arbeite auch immer nur eine Person im Lager, um die Waren zu versenden. Das für Mitte März dieses Jahres geplante große Eröffnungsevent für das Geschäft in der Innenstadt habe man indes absagen müssen, bedauert die CAJOY-Geschäftsführerin.

Die Eröffnung fand in sehr kleinem Kreis statt. Bis zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen bleibt das Geschäft auch geschlossen. Warum Inama überhaupt mit einem eigenen Geschäft startet, erläutert sie folgendermaßen: „Damit wollen wir unsere Markenwelt perfekt kommunizieren und unseren Kunden ein Einkaufserlebnis mit perfekter Beratung und einer sehr großen Auswahl bieten.“ Sie freut sich jedenfalls, wenn sie die 42 Quadratmeter große Boutique wieder öffnen kann.

Die Digitalisierung hatte einige Überraschungen zu bieten

Beim Launch und bei der Weiterentwicklung des Online-Shops musste Inama und ihr Team so manche Hürde überwinden, mit der in dieser Form nicht zu rechnen war. Drei Herausforderungen sind der Gründerin dabei besonders in Erinnerung geblieben:

1. Die Technik ist komplexer als gedacht. „Die Warenwirtschaft, das Kassasystem, der Webshop und andere Bereiche müssen miteinander kommunizieren können, sonst wird es schwierig“, betont Inama.

2. Über den Webauftritt und den Online-Shop ist es zwar möglich, viele Informationen anzubieten. Alles lässt sich dort aber nicht vermitteln. „Die hohe Qualität unserer Schmuckstücke kann der Kunde nur spüren, wenn er sie vor Ort betrachten und auch angreifen kann“, betont Inama. Gerade bei CAJOY wäre dies ein wichtiger Aspekt. Denn die hohe Qualität des Schmuckes ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal - und eben nur in Natura wirklich erlebbar.

3. Online neue Kunden anzusprechen ist ein ständiges Ausprobieren und Lernen. Gerade die Kommunikation über Social Media ist wichtig aber auch komplex: Plattformen wie Facebook ändern laufend ihre Algorithmen. Dadurch verändert sich die Sichtbarkeit der Postings und Anzeigen ständig.

Vier Tipps, die bei der Digitalisierung helfen

Obwohl CAJOY noch ein relativ kleiner Betrieb ist, muss er in verschiedenen Bereichen brillieren: Als Partner für Marionnaud und als Einzelhändler, der sowohl stationär als auch online verkauft. Dank dieser Perspektive kann Inama anderen Unternehmen in Sachen Digitalisierung wertvolle Tipps geben:

1. Die Pflege und Weiterentwicklung des Online-Auftritts und Webshops sollte man nie völlig an einen externen Dienstleister auslagern. „Wir pflegen unseren Shop fast ausschließlich selbst und externe Partner kümmern sich nur um Perfektion“, sagt Inama. Der Grund: Das eigene Engagement, das CAJOY in seinen digitalen Auftritt steckt, wäre für den Kunden sicht- und spürbar. „Das Herzstück der Marke darf man nicht aus der Hand geben“, warnt die Schmuckdesignerin.

2. Der Online-Shop benötigt etwa so wie ein stationäres Geschäft viel Pflege. Gerade kleine Betriebe sollen deshalb eine einfach zu bedienende Softwarelösung wählen. „So kann man vieles selbst machen und muss nicht für jede Aktion eine Agentur beschäftigen“, ergänzt Inama.

3. Wenn das eigene Know-how fehlt oder der Aufwand für bestimmte digitale Aufgaben zu sehr vom eigentlichen Kerngeschäft ablenkt, sollte man externe Dienstleister beauftragen. Bei der Auswahl soll die Expertise der wichtigste Aspekt sein. CAJOY setzt dabei beispielweise auf Business Internet und Telefonie von Magenta Business.

4. Das IT-System soll mit dem Unternehmen mitwachsen können - also kompatibel, flexibel und skalierbar sein. „Ich habe als kleines Startup begonnen. Nun sind wir ein Unternehmen mit fünf Mitarbeitern, das in mehreren Bereichen tätig ist“, erklärt Inama. Bestimmte Bereiche hat CAJOY nach und nach digitalisiert. „Dabei ist es wichtig, dass die Lösungen für die einzelnen Elemente wie Webshop oder Warenwirtschaft kompatibel sind und man selbst nicht händisch eingreifen muss“, betont die Gründerin: „Manuelle Korrekturen bedeuten einen immensen Aufwand an Zeit und Geld - das unterschätzt man anfangs leicht.“ Ebenfalls mühsam ist es, eine Lösung gegen eine andere austauschen zu müssen, weil die alte an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.

Fazit: Wie CAJOY in Krisenzeiten Stärke zeigt

Gerade im Handel ist der Wettbewerb besonders hart. Sowohl stationär als auch online zu agieren, ist dabei die beste Strategie, um zu wachsen. CAJOY ist schon sehr früh in den Online-Handel eingestiegen. Durch diese beiden Standbeine hat der Betrieb einen guten Stand gegenüber der Konkurrenz und kann Ausnahmesituationen wie diese besser bewältigen.

Ein Erfolgsrezept der CAJOY-Gründerin Inama ist dabei, vieles, aber eben nicht alles selbst zu machen. Bei der Auswahl der Partner sollte deren Kompetenz den Ausschlag geben. „Magenta Business hat ein starkes Netz und einen guten Service“, argumentiert Inama. Gerade das konvergente Leistungsangebot ist interessant, denn damit sei es möglich, die Komplexität zu reduzieren. Und: "Gerade für kleine und mittelständische Betriebe hat Magenta Business sehr gute Lösungen.“

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