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10.01.2019     Kerstin Klatt

Auch wenn immer mehr Unternehmen Gespräche mit Chatbots anbieten und Slack und andere Collaboration Tools boomen, ist das Telefon von allen elektronischen Kommunikationsmittel das beliebteste. Laut einer Umfrage von Statista in 2018 ist Telefonieren (31%) noch immer weit beliebter als E-Mails (17%) schreiben und chatten (15%). Am meisten jedoch schätzen wir das persönliche Gespräch (63%).

In Unternehmen kommt noch dazu, dass die telefonische Erreichbarkeit oft mit dem wirtschaftlichen Erfolg zusammenhängt. Eine weitere Studie fand heraus, dass Unternehmen zwei von drei Aufträgen verlieren, wenn sie telefonisch schlecht erreichbar sind. Umso wichtiger, dass Telefonanlagen sicher funktionieren und Ausfälle vermieden werden.

Die häufigsten Gründe für den Ausfall einer Telefonanlage

Bevor wir über Gründe für den Ausfall von Telefonanlagen sprechen, müssen wir uns die Unterschiede dieser ansehen. Noch immer sind sogenannte ISDN Telefonanlagen im Einsatz. Typischerweise gibt es dafür im Unternehmen einen Telefon-Schaltschrank, der mit einem Telekomanbieter über das alte Kupferkabelnetz verbunden ist.

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Herkömmliche VoIP Telefonanlagen nutzen das Internet zum Telefonieren. Der Anbieter betreibt dabei ein Gateway, über das die Gespräche im Internet mit den Telefonnetzen der anderen Betreiber zusammengeschaltet werden. Eine Speziallösung ist All In Communication von T-Mobile. Hier werden die Vorteile des Mobilfunknetzes mit dem Festnetz kombiniert. Aber dazu später mehr.

Warum können herkömmliche Telefonanlagen (ISDN) oder auch moderne VoIP Anlagen ausfallen?

  1. Erster und wahrscheinlich auch der häufigste Grund ist ein Stromausfall. Sowohl die ISDN- als auch eine moderne VoIP-Anlage brauchen für den Betrieb das Stromnetz. Wenn die Elektrizitätsversorgung lokal ausfällt, dann gibt es bei den wenigsten Unternehmen eine Ersatzstromversorgung und Telefonanlagen stehen dann still.
  2. Die Hardware einer Telefonanlage kann kaputtgehen. Oft ist das Netzteil betroffen, es können aber natürlich auch alle anderen Komponenten ausfallen. Das Problem ist, dass sich niemand zwei Telefonanlagen leistet und mit Umschalten auf eine redundante Anlage das Problem gelöst werden könnte. Also muss der Servicetechniker kommen und die Anlage reparieren. Das kann selbst bei teuren Serviceverträgen mehrere Stunden dauern.
  3. Dritter Grund für einen Ausfall kann ein Kabelschaden sein. Besonders im Frühjahr, wenn wieder die Bauarbeiten beginnen, passiert es immer wieder, dass Bagger Kabel kappen. Die Bauunternehmen sind meist versichert, Sie als Unternehmer haben aber wenig davon, denn meist ist der Schaden schwer nachzuweisen.
  4. Der vierte Grund betrifft die herkömmlichen VoIP Anlagen. Da diese Teil des weltweiten Internets sind, sind sie auch den Cybersecurity Problemen ausgesetzt. Die BITKOM in Deutschland hat eine eigene Broschüre herausgegeben, wie Unternehmen mit VoIP Anlagen sich besser vor Hackerangriffen schützen können.

Wie unterscheidet sich All in Communication (AIC) Telefonanlage von herkömmlichen VoIP-Anbietern

Da müssen wir zuerst verstehen wie diese Telefonanlage funktioniert. Die Sprache wird hier zwar auch über VoIP, also in Datenpaketen und nicht analog übertragen. Das ist aber schon alles was AIC mit herkömmlichen VoIP Telefonanlagen zu tun hat.

AIC ist keine Telefonanlage per se, sondern ein redundantes Mobilfunksystem, das um einige Funktionen erweitert wurde. Das System besteht aus einer intelligenten Steuerung in zwei georedundanten Rechenzentren. Von diesen Rechenzentren gibt es wieder zwei redundante Verbindungen zum User in einem Unternehmen. Eine Verbindung besteht über MPLS-Leitung und die zweite Verbindung über das Mobilfunknetz.

Im Unternehmen gibt es nur einen Router und einen Switch, an dem die Telefonapparate über die herkömmliche Datennetzverkabelung angeschlossen sind. Im besten Fall hat jeder User einen Tischapparat und ein Mobiltelefon. Wird eine Nummer eines Users dieser Telefonanlage gewählt, dann stellt die intelligente Steuerung im Rechenzentrum zwei Verbindungen her: Eine zum Tischapparat und eine zum Mobiltelefon. Dort wo abgehoben wird, findet das Gespräch statt.

Was bedeutet das jetzt für die Sicherheit?

  1. Das Rechenzentrum von T-Mobile ist hochsicher. Außerdem gibt es zwei davon. Sollte eines, was nur selten der Fall ist ausfallen, übernimmt das zweite.
  2. Wenn der Strom im Unternehmen ausfällt, funktioniert noch immer das Mobiltelefon. Alle Mitarbeiter sind uneingeschränkt erreichbar.
  3. Wenn ein Bagger die MPLS-Verbindung kappt, dann trifft das gleiche wie beim Stromausfall zu: Mitarbeiter sind über das Mobiltelefon erreichbar.
  4. Wie ist es mit Cyberkriminalität? Die AIC nutzt das Internet nicht für die Telefonverbindung. Die MPLS-Leitung sowie die zentrale Intelligenz im Rechenzentrum als auch das Mobilfunksystem sind strikt vom Internet getrennt. Hacker haben keinen Zugriff.

Fazit AIC Telefonanlage

Der telefonische Kontakt ist für Unternehmen unersetzbar. Die Ausfallsicherheit ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um den Tausch von alten ISDN Anlagen geht. AIC von T-Mobile unterscheidet sich von allen Anbietern dadurch, dass sie eigentlich keine herkömmliche Telefonanlage ist, sondern die Vorteile von VoIP und Mobilfunk verbindet. Außerdem ist AIC durch die Trennung vom Internet bestens geschützt vor Hackerangriffen.

Telefonanlagen-Checkliste

 

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