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17.11.2016     Marcel Henrich

Die Smartphone Entwicklung begann vor rund 25 Jahren. Lesen Sie im folgenden Beitrag über die Meilensteine dieser Entwicklung. Vielleicht ist ja das eine oder andere Modell dabei, das Sie auch einmal Ihr Eigen nannten.

Mobiltelefone gibt es schon überraschend lange. In der Anfangsphase waren sie ausschließlich hochdotierten Geschäftsleuten und Regierungsbeamten vorbehalten. So baute Ericsson 1956 das erste Autotelefon, ein 40 Kilogramm schrweres Gerät so groß wie ein Reisekoffer. 1972 stellte das gleiche Unternehmen ein Mobilgerät vor, das nur mehr ein Gewicht von zehn Kilogramm hatte, aber immer noch ausschließlich als Autotelefon verwendet werden konnte. 1982 kam ein Autotelefon der Firma Nokia auf den Markt, das man mit einem Tragegriff aus dem PKW herausnehmen konnte.

Erst 1983 erhielt die amerikanische Firma Motorola eine Lizenz für die kommerzielle Vermarktung der ersten Handys. Diese wurden unter dem Namen DynaTAC 8000x bekannt. Allerdings mussten die Käufer bis 1984 warten bis sie das Gerät endlich geliefert bekamen. Das erste Mobiltelefon hatte eine knochenähnliche Form, war fast 1.000 Gramm schwer und 25 cm lang ... ohne die lange schwarze Antenne wohlgemerkt. Das vollständige Laden des Akkus dauerte satte 10 Stunden und der Preis lag bei 3.995 US-Dollar. Nicht gerade ein Schnäppchen!

Als das erste Smartphone der Welt gilt das IBM Simon. Mit dem Gerät, das 1992 herauskam, konnte man nicht nur telefonieren, sondern auch E-Mails und Faxe versenden, einen Kalender und ein Adressbuch verwalten sowie Spiele spielen. Darüber hinaus war das IBM Simon das erste Gerät mit Touchscreen – und das Anfang der 1990er-Jahre.

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Im Jahre 1996 zeigte sich Nokia noch innovativ: Mit dem Nokia 9000 Communicator brachten die Finnen einen Mini-Computer inklusive Mobiltelefon auf den Markt, der sogar einen HTML-fähigen Browser besaß. Die Rechenleistung kam von einer von Intels 386er-Prozessor abgeleiteten CPU, die auf acht MB RAM zugreifen konnte. Speziell war das Gehäuse des extra für den Business-Einsatz gebauten Communicators: Es wurde seitlich aufgeklappt. Auf dem Deckel befand sich der Bildschirm, auf der Unterseite die Tastatur.

Wer Ende der 1990er-Jahre hip sein wollte, legte sich ein WAP (Wireless Application Protocol)-fähiges Gerät wie das Nokia 7110 zu. Das Format war damals so beliebt, dass viele Firmen ihren Internet-Auftritt entsprechend adaptierten – vergebens, denn WAP verschwand bald wieder von der Bildfläche.

2001 kam Siemens mit dem SL45 auf den Markt, das nicht nur erstmals eine wechselbare Speicherkarte bot, sondern auch einen MP3-Player. Hier zeigte sich schon der Trend, dass der Business- und Privatbereich Schritt für Schritt zusammenwachsen.

Schon immer reinrassige Business-Geräte waren die RIM-Produkte wie der 2002 vorgestellte Blackberry 5810. Das Smartphone zeichneten eine vollwertige QWERTZ-Tastatur und Push-Maildienst aus, die neben den hohen Sicherheitsstandards von Geschäftsleuten stets geschätzt wurden. Während Blackberry die Anfangsjahre des Smartphones dominierte, ist der Marktanteil in der Zwischenzeit auf 0,1 Prozent geschrumpft – für den Vorstand Grund genug, keine eigenen Smartphones mehr zu entwickeln.

Das Siemens SXG75, das 2005 herauskam, bot als erstes Gerät ein GPS-Modul, heute eine Selbstverständlichkeit. Damit begann das Zeitalter der digitalen Navigation.

Revolution am Smartphone-Markt

2007 kam das erste iPhone von Apple auf den Markt und definierte die Spielregeln neu. Das reduzierte Design, die einfache Bedienung und vor allem die Verbindung mit einem App Store, der erlaubt, den Funktionsumfang des Geräts fast beliebig zu erweitern, machte das iPhone sehr schnell zu einer Erfolgsgeschichte.

Die erste Generation besaß ein verglastes 3.5-Zoll-Display mit 320 x 480 Pixel Auflösung. Ein Beschleunigungssensor sorgte für ein selbständiges Umschalten zwischen Hoch- und Breitbildformat. Die Power lieferte ein 412 Megahertz schneller ARM-Chip, dem 128 Megabyte Arbeitsspeicher zur Seite standen. Zu den weiteren Features zählten eine integrierte Kamera sowie die Unterstützung von Bluetooth und WiFi.

Zum Vergleich: Das aktuelle Modell iPhone 7 bietet ein Retina HD 4,7-Zoll-Display mit 1.334 x 750 Pixel Auflösung bei 326 ppi (iPhone 7 Plus: 5,5 Zoll mit 1.920 x 1.080 Pixel bei 401 ppi). Der A10-Fusion-Chip arbeitet mit 2,23 GHz, der Arbeitsspeicher stellt satte 2 GB zur Verfügung (iPhone 7 Plus: rund 3 GB). Mit anderen Worten: Aus den smarten Mobilgeräten wurden Power-Maschinen, die sich selbst vor Desktop-PCs nicht verstecken müssen.

2008, ein Jahr nach Apple, kam das erste Smartphone mit Googles Betriebssystem Android auf den Markt: das HTC Dream, auch bekannt als T-Mobile G1. Android entwickelte sich schnell zum beliebtesten Betriebssystem für Mobilgeräte. Zahlreiche Hersteller wie Samsung, LG und Huawei sprangen auf den Zug auf und schraubten die Performance der Android-Geräte schnell in die Höhe.

Der neben iOS und Android dritten mobilen Plattform war von Anfang an nicht der gewünschte Erfolg zuteil: Windows Mobile bzw. Windows Phone. Auch die Übernahme von Nokia, dem einstigen Marktführer von 1998 bis 2011, konnte daran kaum etwas ändern. Nach IDC teilen sich die drei Player den Markt derzeit wie folgt:
  • Android: 87,6 Prozent
  • iOS: 11,7 Prozent
  • Windows Phone: 0,4 Prozent
Heute verfügen Smartphone-User, egal ob Android oder iOS, über eine nahezu grenzenlose Auswahl an nützlichen Funktionen, welche die Geräte entweder selbst mitbringen oder durch Apps hinzufügen können. Google Play umfasst derzeit rund 2,3 Millionen Apps, Apples App Store etwa 2 Millionen. Dazu kommen Lösungen, die rund um die Smartphones gebaut worden sind und die Tauglichkeit im Unternehmenskontext weiter steigern – Stichwort Mobile Device Management.

Fazit Smartphone Entwicklung: Eine 25-jährige Erfolgsgeschichte

Der Startschuss für die Smartphone Entwicklung  gelang 1992 mit IBM Simon, das viel mehr konnte als nur telefonieren. 15 Jahre später war es Apples iPhone, das die Spielregeln am Smartphone-Markt neu definierte. Die Folgejahre brachten den Niedergang der großen Player im Geschäftskunden-Bereich: Nokia und Blackberry. Dafür kam mit Android eine Plattform hervor, die eine Vielzahl an Herstellern unterstützt, womit diese die Weiterentwicklung der Smartphones kraftvoll vorantreiben.

 

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