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16.11.2021     Lena Wostal

Die Stadt der Zukunft muss neue Wege in der Mobilität gehen, um Klimaschutz und Komfort miteinander zu vereinen. In einem Pilotprojekt mit Magenta Business zeigt die Stadt Tulln, wie das Parken in der Smart City in Zukunft aussehen kann.

Smarte Lösung statt nervige Parkplatzsuche

Der Verkehr gehört zu den zentralen Herausforderungen für eine klimaverträgliche und lebenswerte Stadt. Unter den Verkehrsmitteln gilt der Straßenverkehr mit 18,17 Prozent bis heute als Klimasünder #1, wie eine Erhebung zum Co2-Ausstoß von Statista zeigt. Gleichzeitig beträgt die durchschnittliche Tageswegdauer eines Österreichers rund 85 Minuten, so eine Mobilitätserhebung des BMK. Alternative Mobilitätsformen sind oft keine Alternative, weshalb viele Menschen auf ein Auto für den Weg zur Arbeit oder den wöchentlichen Einkauf angewiesen sind. Die Folge: Erhöhtes Verkehrsaufkommen, anstrengende Staus und kritische Umweltbelastung. Die angespannte Verkehrssituation schlägt sich außerdem auf die Platzsituation aus und eine langwierige Parkplatzsuche führt wiederum zu mehr Autos auf der Straße, die die Verkehrssituation zusätzlich belasten. Also alles in allem ein nervenaufreibender Teufelskreis, der dringend smarte Lösungen braucht.

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Magenta Business und Tulln starten gemeinsames Smart Parking Pilotprojekt

Der Parkplatzsuchverkehr ist ein wichtiger Hebel, um die städtische Verkehrssituation nachhaltig zu entzerren. Experten der Studie INTRIX Global Traffic Scorecard schätzten den Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen auf über 25 Prozent. Im Rahmen eines Pilotprojekts mit der Stadt Tulln installierten Magenta Business und ParkDots Ende Oktober insgesamt 27 Parksensoren, die erkennen, ob der Parkplatz frei oder belegt ist. Diese Information kann von Fahrern entweder per App auf dem Smartphone oder von Displays am Parkplatz abgelesen werden.

Magenta Business und ParkDots installieren Parksensoren in Tulln

Smart Parking: Weniger Zeit am Steuer und weniger Autos auf den Straßen

Autofahrer profitieren in zweierlei Hinsichten von der neuen Smart Parking Lösung:

  1. Dank solarbetriebener Displays an den Parkplatzeinfahrten erfahren Autofahrer auch ohne App spätestens an der Einfahrt, ob ein Parkplatz frei ist und sparen sich so die gegebenenfalls überflüssige Parkplatzsuche.
  2. In Zukunft können gebuchte Parkplätze ganz leicht in der ParkDots App bezahlt werden.

Dank der smarten IoT-Lösung für die zukünftige Parkplatzsuche sollen Fahrer schneller einen Parkplatz finden oder das Fahrzeug gleich stehen lassen. Die Stadt Tulln erhofft sich dadurch eine Reduktion des Parksuchverkehrs, die sich positiv auf die gesamte Verkehrssituation auswirkt. Denn weniger Verkehr bedeutet weniger CO2-Ausstoß und mehr Lebensqualität für die betroffenen Stadtbewohner.

Ein Parkplatzsensor von Magenta Business und ParkDot in der Stadt Tulln

Smart Parking: Infrastruktur in Österreich bereits geschaffen

Angetrieben wird die neue Lösung von der Übertragungstechnologie NarrowBand IoT, die Magenta Telekom bereits Mitte 2018 in ganz Österreich ausgerollt hat. NB-IoT bietet modernen IoT-Lösungen die nötige Gebäudedurchdringung und verbraucht gleichzeitig sehr wenig Energie. Dadurch wird die Batterielebensdauer der einzelnen Sensoren erhöht, während der Wartungsaufwand sinkt. Die LED-Anzeigen sind solarbetrieben und blenden die aktuelle Belegungssituation direkt an den jeweiligen Einfahrten ab.

Ausbau des Pilotprojekts geplant

Für die Stadt Tulln ist die Installation der Parkplatzsensoren nur der Auftakt einer Reihe von Maßnahmen zur Digitalisierung des Parkverkehrs: „Die Stadt Tulln möchte hier wertvolle Erfahrungen sammeln, wie mittels Smart Parking in Zukunft das Parkplatzangebot noch effizienter auf die Bedürfnisse der Tullner Bevölkerung und unserer vielen Gäste ausgerichtet werden kann – zum Beispiel mit zusätzlichen Services wie „Alarmierung Parkschein abgelaufen“ oder „Anzeige freier Stellplätze“, betonen Bürgermeister Peter Eisenschenk und Digitalisierungsstadtrat Mag. Lucas Sobotka.

v.l.n.r.: Bürgermeister Eisenschenk, Landesrat Danninger, Magenta Telekom CCO Kraus, Digitalisierungsstadtrat Sobotkav.l.n.r.: Bürgermeister Eisenschenk, Landesrat Danninger, Magenta Telekom CCO Kraus, Digitalisierungsstadtrat Sobotka (©NLK Burchhart)

Tulln plant mit dem Haus der Digitalisierung den nächsten Schritt

Während Tulln bereits heute für seine herausragende Wohn- und Lebensqualität als Universitäts- und Gartenstadt bekannt ist, will sich die Stadt nun auch in der Digitalisierung zur Vorzeigeregion entwickeln. Aktuell entsteht in Tulln das Haus der Digitalisierung, das mit seiner günstigen Lage am Campus der Universitätsstadt wichtige Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenbringen wird. Ab 2023 wird das Haus die Digitalisierung in der Region verankern.

Daneben entstehen in Tulln bereits heute beispielhafte Projekte aus der Zusammenarbeit von öffentlicher Verwaltung, Magenta Business und anderen Partnern. So startete im Oktober 2020 ein Pilotprojekt zur Raumluftgütemessung an der Musikmittelschule Tulln. Hier installierte Magenta Business smarte IoT-Sensoren, die die Luftqualität im Klassenzimmer überwachen und bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte ein Signal zum Lüften geben.

Magenta Business bietet Ökosystem für intelligente Städte

Smart Parking und Luftgütemessung sind nur zwei Anwendungen aus dem Smart City Ökosystem von Magenta Business, das mit modernen IoT-Lösungen die Stadt von morgen mitgestaltet. Von der automatischen Erhebung der Feinstaubbelastung über die Lokalisierung von Maschinen der Stadt bis zur Füllstandserkennung für Mülleimer sind in immer mehr österreichischen Gemeinden vordefinierte und/oder individuell konzipierte IoT-Anwendungen im Einsatz.

Das System ist modular aufgebaut, sodass Städte die neue Technologie anhand eines spezifischen Anwendungsfalls erproben können. Für Städte mit besonderen Anforderungen entwickelt Magenta Business Individuallösungen, die auf der IoT-Plattform innerhalb des Ökosystems funktionieren.

Fazit: Tulln auf dem Weg zur Green Smart City

Von der Digitalisierung der Verwaltung bis zum Smart Parking Projekt: Tulln entwickelt sich zunehmend zum Innovation Lab für die Stadt der Zukunft. Bereits heute hat die Stadt in Niederösterreich eine wichtige Vorbildfunktion für andere Regionen in Österreich. Die Verantwortlichen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger beweisen Mut für Neues und zeigen, dass der Weg zur Smart City in kleinen, aber stetigen Schritten gegangen werden kann.

Dank der Übertragungstechnologien von Magenta steht inzwischen flächendeckend die nötige Infrastruktur zur Verfügung, um konkrete Transformationsprojekte auf den Weg zu bringen und die Stadt lebenswerter und klimafreundlicher zu gestalten.

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