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Mit der Veröffentlichung von Pokémon Go ist ein regelrechter Hype entstanden: Viele Smartphone-Benutzer sind dem Charme erlegen, in der realen Welt virtuelle Monster einfangen zu können. Gleichzeitig sind Gerüchte aufgetaucht, die vor dem Spiel warnen. So hat allein der deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen 15 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des Herstellers Niantic beanstandet.

Lesen Sie im folgenden Beitrag, welche Auswirkungen die Installation des Programms auf ein Firmenhandy haben kann und wie Unternehmen generell mit privaten Apps umgehen sollen.

Wer Pokémon Go spielen möchte, muss der App umfassende Berechtigungen gewähren, darunter den Zugriff auf die Handykamera, den genauen Standort und die Netzwerkverbindung. Der Hersteller erhält dadurch sehr viele personenbezogene Daten. Die GPS-basierte Standortbestimmung ist für die Nutzung zwingend notwendig – die App muss schließlich wissen, ob sich Spieler gerade in der Nähe von Pokémons oder besonderen Orten wie den sogenannten Arenen oder PokéStops aufhalten, warnt Saferinternet.at.

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Die App fragt zudem nach mehr Zugriffsberechtigungen als sie eigentlich benötigt, so der Hersteller des Antiviren-Programmpakets Bitdefender. Wer sich in der App über einen Google Login anmeldet, gibt dem Entwickler Niantic vollständigen Zugriff auf den Google-Account des Anwenders. Niantic selbst behauptet, dass die App entgegen der Nachricht im Berechtigungsfenster ausschließlich auf Basisinformationen des Google-Profils zugreifen kann. Davon betroffen sind iOS-Devices, bei Android-Geräten besteht dieses Problem nicht.

Tests von Android Central und CHIP haben gezeigt, dass Pokémon Go nicht zu den großen Datenfressern gehört. Man kann damit rechnen, dass die Hype-App rund 20 MB pro Stunde an Traffic erzeugt. Die App ist jedoch darauf ausgelegt, dass man nicht nur ab und zu Entspannung sucht, sondern permanent auf Monsterjagd geht. Wer täglich nur eine Stunde investiert, kommt im Monat leicht auf 600 MB, was das vom Arbeitgeber für das Firmenhandy zur Verfügung gestellte Datenvolumen durchaus belasten kann.

Beim Energieverbrauch hingegen gehört Pokémon Go zu den Spitzenreitern: Dadurch, dass das Spiel auf äußerst stromfressende Funktionen wie GPS und Kamera zugreift, kann es schnell passieren, dass man mit leerem Akku nicht mehr für Kollegen oder Kunden erreichbar ist.

Wie soll ein Unternehmen generell mit privaten Apps umgehen?

Konservative IT-Abteilungen tendieren dazu, private Apps auf Firmenhandys per se zu verbieten. Damit erspart sich das Unternehmen mögliche Risiken, untergräbt gleichzeitig aber auch die Vorteile von Smartphones. Dazu gehört etwa die Möglichkeit, das mobile Gerät den eigenen Bedürfnissen anzupassen, um etwa die Produktivität zu steigern. Auf welche Weise das passiert, ist von Mitarbeiter zu Mitarbeiter verschieden, ein Patentrezept für alle gibt es nicht. Auch kann Entspannung zwischendurch Teil eines produktiven Arbeitstages sein: Wer unter Entspannung Kartenlegen oder Monsterjagd versteht, gehört nicht automatisch zu jenen Mitarbeitern, die ihre beruflichen Aufgaben nicht mit dem nötigen Ernst verfolgen. 
 
Zudem negiert die No-Go-Fraktion einen wichtigen Trend der heutigen Arbeitswelt: Berufliches und Privates wachsen in schnellen Schritten zusammen. Die derzeit bekannteste Umsetzung dieses Trends im mobilen Bereich ist BYOD ("Bring Your Own Device") – das heißt, dass Mitarbeiter ihr privates Smartphone in das Unternehmen mitnehmen, um damit berufliche Aufgaben zu erfüllen. Die größten Vorteile für die Firma: Kostenersparnis, mehr Flexibilität und höhere Mitarbeiterzufriedenheit, da es einfach bequemer ist, mit einem Gerät zu arbeiten, das man in- und auswendig kennt.  

Mobile Device Management regelt App-Verkehr

Um BYOD, das grundsätzlich nicht nur die Nutzung des eigenen Smartphones, sondern auch der darauf gespeicherten privaten Apps miteinschließt, sicher umsetzen zu können, ist eine zentrale Steuerung aller Firmenhandys unabdingbar. Das Zauberwort heißt MDM ("Mobile Device Management"), mit dem sich sensible Unternehmensdaten auf mobilen Devices professionell und nachhaltig sichern lassen.

7P MPM und Samsung KNOX sind zwei renommierte Lösungen mit denen Unternehmen ihre BYOD-Strategie auf professionelle Beine stellen können.

  • Mit 7P MDM lassen sich etwa die neuesten Apps, deren Gebrauch man genau regeln kann, allen Geräten gleichzeitig zur Verfügung stellen. Das spart Mitarbeitern zeitaufwändige Downloads und Installationen. Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls kann mittels MDM das betroffene Gerät sofort gesperrt werden, und es lassen sich darüber hinaus alle Daten remote löschen.
  • Samsung KNOX bietet mit Knox Workspace, das speziell für Samsung Android-Geräte entwickelt wurde, zusätzlich die Möglichkeit, die Firmenhandys hardwarebasierend zu sichern. Dies bedeutet, dass zwischen privaten und beruflichen Daten und Apps eindeutig getrennt werden kann.

Was die Installation von Apps wie Pokémon Go betrifft, so sind sich MDM-Anbieter einig: Besser Hände weg von Applikationen, die nicht unbedingt für die Produktivität der Firma oder des einzelnen Mitarbeiters von Vorteil sind.

Was bringt mehr Eigenverantwortung?

Technische Lösungen und Nutzungsverbote können das Sicherheitsrisiko, das durch Apps entsteht, auf ein Minimum reduzieren bzw. ausschalten. Ein Aspekt, der gerne vergessen wird: Durch mehr Eigenverantwortung der User, die etwa mit Hilfe von Schulungen gesteigert werden kann, lassen sich ebenso viele Bedrohungen vermeiden. Im Fall des Monstersammelspiels würde das bedeuten, dass man den Wunsch nach Entspannung zwischendurch auf andere Weise zu befriedigen sucht und auf die Installation verzichtet. Wen allerdings das Jagdfieber gepackt hat, kann der Spieler auch selbst einiges dazu beitragen, die Risiken der App zu minimieren.

Von den 10 wichtigsten Sicherheitstipps, ist besonders essenziell, die Datenschutzrichtlinie genau zu studieren und zu überdenken, ob man sie auch tatsächlich annehmen möchte. Darin wird unter anderem die Weitergabe von Spielerdaten an Dritte nicht ausgeschlossen. Weiters sollte man darauf achten, das Original zu installieren. Es sind auch zahlreiche Kopien des Spiels im Umlauf – teilweise von unseriösen Herstellern, die Userdaten sammeln und missbräuchlich verwenden könnten.

Conclusio: Schaffen Sie Balance zwischen Produktivität und Sicherheit

Die Diskussion rund um Pokémon Go bringt wieder das Thema auf den Tisch, wie viel Privates ein Firmenhandy verträgt. Mit modernen MDM-Lösungen wie 7P MPM und Samsung KNOX lässt sich sehr genau steuern, welche Apps in welchem Umfang installiert werden sollen, womit eine gute Balance zwischen Produktivität und Sicherheit hergestellt werden kann. Außerdem führt mehr Eigenverantwortung zu besserem Schutz, ohne bei der Produktivität massive Abstriche machen zu müssen. Falls Sie sich als User nicht sicher sind, ob Sie Spiele wie Pokémon Go installieren sollen: Zu Risiken und Nebenwirkungen von privaten Apps auf dem Firmenhandy fragen Sie Ihren IT-Leiter oder Ansprechpartner bei T-Mobile.

 

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