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13.08.2019     Lena Wostal

Neben Österreich verfügen bereits neun weitere Länder mit NB-IoT über eine Übertragungstechnologie, die für das Internet der Dinge (IoT) maßgeschneidert wurde. Zusätzlich bietet nun Magenta Business NB-IoT-Roaming in einigen dieser europäischen Ländern an. Damit wird ein zentrales Kundenbedürfnis adressiert: die internationale Verfügbarkeit des mobilen IoT Angebots.

Im Juni 2018 konnte Magenta Telekom als erster Anbieter Österreichs den Rollout für das flächendeckende NB-IoT-Netz abschließen. Nun steht die speziell auf das Internet der Dinge (IoT) zugeschnittene Technologie auch international zur Verfügung.

In einem ersten Schritt unterstützen sich neben Magenta Telekom und Deutsche Telekom auch die Tochterunternehmen in den Niederlanden, Ungarn, Slowakei und der Tschechischen Republik beim Roaming untereinander. Weitere Länder sollen bald folgen.

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In Polen, Kroatien und Griechenland sind die NB-IoT-Netze bereits in vielen Städten aktiv. In Deutschland deckt das NB-IoT-Netz bereits 90 Prozent der Fläche ab und versorgt 90 Prozent der Bevölkerung. Der landesweite Rollout in den genannten Nationen wird schon Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Und: Auch die USA ist mit NB-IoT bereits abgedeckt.

Die Vorteile von NB-IoT sind nun über Grenzen hinweg verfügbar

Mit NB-IoT-Roaming erfüllt Magenta Telekom ein zentrales Bedürfnis der Kunden: IoT-Use-Cases lassen sich nun über nationale Grenzen hinweg ausrollen. Denn für das Internet der Dinge eignet sich NB-IoT als Übertragungstechnologie aus mehreren Gründen ideal:

  1. Im Vergleich zum GSM-Netz lassen sich etwa 100-mal mehr Geräte pro Funkzelle vernetzen.
  2. Die Datenübertragung funktioniert auch innerhalb von sehr herausfordernden Rahmenbedingungen verlässlich: Dank eines gegenüber GPRS höheren Link Budgets (+ 20 dB) durchdringen die Signale Gebäude bis hinunter in den Keller problemlos. Mit NB-IoT lassen sich weite Entfernungen überwinden und damit ist die Versorgung auch in sehr abgeschiedenen Regionen garantiert.

  3. Der Energieverbrauch der Technologie ist sehr niedrig. Module kommen über Jahre ohne externe Stromquellen aus: Bei einem typischen Verbrauchsmuster können zwei AA-Batterien bis zu 10 Jahre lang einen Sensor mit Strom versorgen.

  4. NB-IoT ist für den Versand und Empfang von sehr geringen Datenmengen und niedrigen Übertragungsfrequenzen ausgelegt. Die Datenrate liegt bei maximal 250 Kilobit pro Sekunde im Down- und Upload. Sprache oder SMS-Nachrichten werden nicht übertragen. Für die Übermittlung von Messwerten oder Informationen über den Ladezustand ist NB-IoT hingegen ideal. Denn durch diese Eigenschaften sind die Kosten für die Datenübertragung sehr gering.

  5. Die einfache Chiparchitektur und hohe Produktionsmengen halten die Kosten für die Hardware sehr niedrig: Ein NB-IoT-Modul schlägt mit etwa 5 US-Dollar zu Buche.

  6. Der Aufwand für die Vernetzung, Installation und Wartung ist minimal: Es ist keine zusätzliche Infrastruktur notwendig, weil sich NB-IoT auf das bestehende Mobilfunknetz aufsetzen lässt. 

  7. Die Funkmodule von NB-IoT sind interoperabel und damit auf andere Träger wie 2G oder 3G umschaltbar. IoT-Anwendungen funktionieren damit auch in Ländern, in denen das NB-IoT-Netz noch nicht verfügbar ist.

  8. NB-IoT basiert auf einem Standard des weltweiten Normierungsgremiums 3rd Generation Partnerschip Project (3GPP) und ist fit für das 5G-Netz. Es handelt sich also um eine zukunftstaugliche und international einsetzbare Technologie. Viele große Telekombetreiber wie etwa die Deutsche Telekom aber auch renommierte Chipsatz- und Gerätehersteller unterstützen NB-IoT und entwickeln die Technologie ständig weiter. Der Nutzer ist damit nicht an einen bestimmten Hardware-Lieferanten gebunden, so wie das etwa bei proprietären Lösungen der Fall ist.

NB-IoT bewährt sich bereits in der Praxis

Dank der im internationalen Vergleich sehr frühen NB-IoT-Versorgung des gesamten Landesgebietes, gibt es in Österreich bereits einige Anwendungen, die sich die Vorteile der neuen Technologie zunutze machen. Die bekannte Zotter Schokoladenmanufaktur nutzt NB-IoT, um die Temperatur der Schokolade bei der Produktion zu überwachen. Das Entsorgungsunternehmen Saubermacher nutzt die Funktechnologie, um Mülleimer zu vernetzen und dadurch deren Entleerung zu optimieren und die Trennquote zu verbessern.

Roaming erweitert das Anwendungsspektrum von NB-IoT erheblich 

Roaming ist für viele Anwendungen wichtig: Dadurch profitieren nicht nur Hersteller, die ihre NB-IoT-Module und Sensoren, wie etwa intelligente Zähler, in mehreren Ländern einsetzen. Auch Unternehmen, die ihre IoT-Lösungen über Grenzen hinweg offerieren, können diese mithilfe von NB-IoT Roaming leichter skalieren.

Fazit: NB-IoT-Roaming lässt die Grenzen bei IoT schwinden

Bei der Entwicklung von NB-IoT standen die Anforderungen, die das IoT an die Infrastruktur stellt, im Mittelpunkt. In Österreich beweisen bereits mehrere Use-Cases, dass sich NB-IoT nicht nur sehr gut für Vernetzung von Geräten eignet, sondern diese auch vorantreibt. Nun startet Magenta Telekom mit NB-IoT-Roaming in den Ländern Deutschland, Niederlanden, Ungarn, Slowakei und der Tschechischen Republik. Damit lassen sich Use-Cases über nationale Grenzen hinweg viel leichter skalieren. Die Möglichkeit, Maschinen und Geräte in mehreren Ländern miteinander kommunizieren zu lassen, ermöglicht aber auch viele neue Anwendungsfelder. 

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