Blog abonnieren

20.03.2019     Lena Wostal

Smart Cities, Smart Logistics, Smart Industry: Das Internet der Dinge (IoT) liefert die Grundlagen für intelligente Anwendungen, indem es Maschinen, Sensoren und Geräte miteinander vernetzt. Wenn Stromzähler und Messfühler millionenfach Daten automatisiert übertragen, besteht die Herausforderung darin den Aufwand gering und wirtschaftlich vertretbar zu halten. Mit dem eigenen IoT Gateway liefert T-Mobile eine Lösung, die Inbetriebnahme und Management von IoT-Devices stark vereinfacht.

Breite Einsatzmöglichkeiten

Das Spektrum für IoT-Anwendungen ist breit gestreut. Es reicht bis hin zu aufwendigen Applikationen, bei denen Unmengen von Daten übertragen werden müssen, oder die besonders zeitkritisch sind. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Szenarien, bei denen nur wenige Daten gesendet werden müssen, unter Umständen sogar nur gesammelt mit Verzögerung, um den Energieverbrauch zu begrenzen.

Genau für solche Einsatzzwecke wurde Narrowband-IoT (kurz: NB-IoT) entwickelt. Die sogenannte Low Power Wide Area (LPWA)-Technologie bietet energiesparende Fähigkeiten, die die Batterielebensdauer von simplen IoT-Anwendungen auf bis zu 10 Jahren steigert. Zugleich ist das IoT-Netz in Österreich vollflächig verfügbar und gewährleistet nahezu störungsfreie Verbindung in Gebäuden und unterirdischen Bauwerken. Da keine Sprache transportiert werden muss, funktioniert es noch in Bereichen, in denen die Netzabdeckung für Telefonate nicht mehr ausreicht. Die Funklösung basiert auf 3GPP-Standards und ist ein weltweit genutztes, zukunftssicheres Regelwerk für das schmalbandige Internet der Dinge, in dem kleine Datenmengen in Abständen gesendet oder empfangen werden. Als Daumenregel gelten 100 Nachrichten pro Tag.

Prinzipiell günstig

NB-IoT-Module sind in der Regel preiswerter als LTE-, 3G- oder GSM-Module, denn zugunsten der Energieeinsparung ist der Funktionsumfang auf ein Minimum reduziert und die Ausführung dementsprechend weniger komplex. So können Strom- und Wasserzähler, Messfühler und Füllstandssensoren und noch viele weitere Devices relativ günstig mit Kommunikationseinheiten ausgestattet werden.
Doch der finanzielle Aufwand für die Hardware ist für die Frage der Wirtschaftlichkeit nicht allein entscheidend, wenn es darum geht, eine hohe Zahl von Devices mit dem Internet der Dinge zu verknüpfen. Dann fallen auch Arbeitszeiten für Integrations- und Managementaufgaben ins Gewicht.

Manuellen Aufwand reduzieren

An dieser Stelle setzt T-Mobile mit einem eigenen IoT Gateway an. Das IoT Gateway empfängt die Daten der IoT-Devices über das Mobilfunknetz und sendet sie weiter an die Applikation des Kunden, in der Regel via Internet.

Was sich einfach anhört, ist mit einer Reihe von möglichen Fallstricken und Unwägbarkeiten verbunden – und genau um die kümmert sich das IoT Gateway ebenfalls. So muss sichergestellt werden, dass die Kommunikation mit dem IoT-Device dann stattfindet, wenn es auch erreichbar ist. Batteriebetriebene Sensoren befinden sich beispielsweise meist in einem Schlafmodus und funken nur in festgelegten Abständen ihre Daten. Die Verbindung zu Erschütterungs- und Ortungssensoren, wie sie in der Logistik eingesetzt werden, sind bei einem Zellwechsel kurzzeitig unterbrochen, hier gilt es, die Vollständigkeit der Daten zu gewährleisten. Gleiches gilt für wetterbedingte oder sonstige temporäre Störungen.

Erfahren Sie, wie NB-IoT erfolgreich im Unternehmen eingesetzt werden kann - Whitepaper jetzt herunterladen!

Das Weiterleiten bedeutet zudem nicht, dass die Daten nur 1:1 an die Applikation durchgereicht werden. Fallen Daten in unterschiedlichen Protokollen oder Formaten an, dann übernimmt das IoT Gateway die Aufgabe, diese zu vereinheitlichen bzw. zu übersetzen. Damit öffnen sich dem Betreiber einer IoT-Anwendung neue Freiheiten. Wenn eine Hausverwaltung beispielsweise digitale Messfühler zur Bestimmung der genutzten Heizleistung einsetzt, ist ein Wechsel zu einem Lieferanten mit anderem Datenformat kein Problem mehr: Die Konversion passiert im IoT Gateway, so ist auch ein gemischter Betrieb möglich. Die Applikation dagegen muss nicht angepasst werden. Ebenso können Daten reduziert und konsolidiert werden, bevor sie beispielsweise an eine Cloud-Anwendung weitergeleitet werden.

Sicherheit ist integriert

Ein Punkt, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist das Gewährleisten der Sicherheit von IoT-Devices, um neu entdeckte Angriffsmöglichkeiten und bestehende Sicherheitslücken mittels Patches und Updates zu schließen. Darauf stellt beispielsweise der europäische Zertifizierungsrahmen für Cybersicherheit ab, der im Dezember 2018 von der EU mit dem Cybersecurity-Akt beschlossen wurde.

Der IoT Gateway kann zur Verteilung von Device-Updates über das sichere Mobilfunknetz genutzt werden. Umgekehrt sind die gesendeten Daten der Devices ebenso geschützt, solange sie über das geschlossene Mobilfunknetz laufen. Eine Verschlüsselung ist erst erforderlich, wenn das IoT Gateway über das offene Internet mit der Anwendung kommuniziert.

Einfacher Einstieg

Vermarktet wird das IoT Gateway im Paket mit der Connectivity – wer also NB-IoT von T-Mobile als Kunde nutzen will, bekommt automatisch die Funktionalität des IoT Gateways zur Verfügung gestellt. Physikalisch verbleibt es im T-Mobile-Rechenzentrum, von hier aus wird es mit den Kundenapplikationen verknüpft.

Zusätzliche Informationen gibt es in NB-IoT-Seminaren, zu denen Interessenten zweimal im Jahr geladen werden. Neben Basisinformationen zur Technik von Narrowband-IoT stehen beispielsweise Use Cases aus der Praxis und Demos von NB-Technik-Anbietern auf dem Programm. Anhand eines Live-Show-Case demonstrieren die T-Mobile-Experten, wie Sie Anwendungen im eigenen Unternehmen entwickeln können und wie einfach es ist, die Technik einzusetzen.

Fazit IoT Gateway

Das Internet der Dinge bringt jeden Tag neue Anwendungsfälle hervor – mit höchst unterschiedlichen Anforderungsprofilen: von günstig und einfach bis hin zu aufwendig und komplex. Daran muss sich die Wahl der Mittel orientieren: Bei Hard- und Software genauso wie bei der Connectivity. Narrowband-IoT eignet sich ideal für einfache Devices, die nur eine begrenzte Datenmenge übertragen oder empfangen. Dementsprechend einfach sollte auch das Handling der Devices und ihrer Daten sein. Mit dem IoT Gateway bietet T-Mobile eine Lösung an, die genau auf solche Szenarien zugeschnitten ist. Der Kunde kann sich auf die Entwicklung seiner Anwendung konzentrieren, das IoT Gateway unterstützt ihn dabei, ohne aufwendige Schulung oder Einarbeitung den Use Case zu realisieren. Und zwar – bei aller Einfachheit – ohne Abstriche bei Funktionalität oder Sicherheit zu machen.

 

 New call-to-action

 

 

Artikel teilen:

NO MORE POSTS

NO MORE POSTS TO LOAD

Kommentare zu diesem Beitrag.