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Durch das Ermöglichen von mobilem und flexiblem Arbeiten können Sie einen Teil der Bürofläche reduzieren. Sie benötigen zudem weniger Energie. Ihre Mitarbeiter ersparen sich das Pendeln. Dies alles wirkt sich positiv auf den CO2-Fußabdruck Ihres Unternehmens aus. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, warum, wie und wo Sie mit flexiblen Arbeitsformen den Klimawandel einbremsen können.

In Österreich haben etwa 20 Prozent der Beschäftigten Zugang zu mobilen, flexiblen Arbeitsformen. Seit 2014 forciert auch T-Mobile Austria flexibles Arbeiten.

Generell bedienen sich Großunternehmen und Startups dieser Arbeitsformen schon recht häufig. Der Mittelstand tut sich hingegen noch schwer, in die New World of Work einzusteigen.

Flexibles Arbeiten in Produktionsbetrieben

Mobile und flexible Arbeitsformen eignen sich übrigens nicht nur für Mitarbeiter, die den typischen Büroarbeiten nachgehen. Selbst in Produktionsbetrieben sind flexible Arbeitsformen möglich. Wie, das zeigt das Wiener Unternehmen Tele Haase. Das Management des Produzenten für Überwachungslösungen ging sogar so weit, quasi sich selbst abzuschaffen. Nun können die Mitarbeiter darüber selbst entscheiden, ob sie in der Firma oder lieber von Zuhause aus arbeiten. Andererseits ist jeder einzelne auch für den Erfolg des Unternehmens mitverantwortlich.

Platzbedarf sinkt um knapp ein Drittel

Wenn die Belegschaft einen Teil ihrer Arbeitsleistung nicht im Firmengebäude erledigt, dann ist der Platzbedarf geringer. Nicht jeder Kollege benötigt einen eigenen Schreibtisch samt Infrastruktur, sondern kann sich seinen Arbeitsplatz mit einem anderen Mitarbeiter teilen. Shared-Desk-Modell nennt man das. Laut Benchmarks lassen sich so bis zu 30 Prozent der Bürofläche einsparen. Bei Microsoft Österreich gab etwa die Zentrale eine ganze Etage zurück. Microsoft konnte seine Betriebs- und Mietkosten um 12 Prozent reduzieren und der Strombedarf sank um acht Prozent. T-Mobile Austria wiederum ist es durch das Forcieren mobiler und flexibler Arbeitsformen gelungen, in der Firmenzentrale am Wiener Rennweg immerhin 12.000 Quadratmeter zurückzugeben oder an andere Nutzer weiterzuvermieten.

Pendeln wird teilweise überflüssig

Neben den Kosten und dem Energieaufwand fürs Büro sinkt für die Mitarbeiter auch der Aufwand fürs Pendeln. Denn sie ersparen sich ja den Weg von und zur Arbeit, wenn sie von zu Hause aus werken. Bei T-Mobile Austria können die Mitarbeiter bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit flexibel und mobil erledigen.

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Wie groß diese Einsparungen, und die damit verbundene Reduktion der Umweltbelastungen, sein können, zeigt das Bundesministerium für ein Lebenswertes Österreich: Dort sind 80 Telearbeiter und 123 mobile Arbeitskräfte beschäftigt. Allein durch die Ersparnisse beim Pendeln sank die CO2-Belastung um etwa 42 Tonnen. Der Computerhersteller Dell beispielsweise konnte in den USA auch tausende Tonnen von Treibhausgasemissionen durch Telearbeit einsparen.

Wenn Sie in Ihrem Betrieb die Auswirkungen von mobilem und flexiblem Arbeiten auf den CO2-Footprint abschätzen wollen, so sollten Sie folgende Überlegungen anstellen.

Energieersparnis ist höchst individuell

Für weniger Bürofläche benötigen Sie auch weniger Energie. Allerdings bedeutet eine Reduktion Ihrer genützten Fläche von beispielsweise einem Drittel nicht, dass Sie Ihren Energieaufwand im gleichen Ausmaß senken können. Wie hoch die Einsparung tatsächlich ist, hängt von Ihren individuellen Gegebenheiten ab. Um die Ersparnis für Ihren Betrieb abschätzen zu können, ist es ratsam, die einzelnen Energieverbraucher genau zu realisieren:

1) Heizung und Beleuchtung

Sie kennen Ihr Firmengebäude am besten. Welche Ersparnisse Sie erzielen können, wenn Sie einen Teil Ihrer Bürofläche nicht mehr benötigen, hängt sehr stark vom Gebäude selbst ab: So benötigt der Eingangsbereich mit Verbindung nach Draußen oft mehr Energie als mehrere Büros, die insgesamt  eine vergleichbare Größe haben.

2) Strom für Computer und IT-Geräte

Je weniger Rechner den ganzen Tag über laufen, desto geringer ist auch der Energieaufwand. Dieser reduziert sich ziemlich genau in der Relation zu den Präsenzstunden der Arbeitnehmer, die durch mobiles und flexibles Arbeiten entfallen.

3) Energieaufwand für Kantine oder Betriebsküche

Die Herstellung, Anlieferung sowie auch die kurze Lagerung (Kühlen oder Warmhalten) von Mahlzeiten verursacht CO2-Emissionen. Je weniger Mitarbeiter im Büro versorgt werden müssen, desto geringer sind auch die CO2-Emissionen. Das Einsparungspotenzial hängt natürlich sehr stark davon ab, wo sich das Büro befindet. Wenn sich die Mitarbeiter mit dem Auto zum nächsten Gasthaus bewegen müssen, um sich zu verköstigen, dann ist die Ersparnis beim CO2-Ausstoß durch flexibles und mobiles Arbeiten natürlich höher, als wenn sie den Weg zum Mittagessen oder zur Jause zu Fuß zurücklegen können.

Home Office verursacht weniger CO2

Durch flexibles und mobiles Arbeiten reduzieren Sie Ihre Kosten und Ihren CO2-Ausstoß. Für das Klima ist es allerdings unerheblich, wenn sich nur der CO2-Fußabdruck Ihrer Firma reduziert. Während durch Heimarbeit anderso mehr Emissionen ausgestoßen werden. Nur wenn sich die gesamte CO2-Bilanz verbessert, schwächt dies den gefährlichen Klimawandel ab. Sie sollten deshalb auch im Hinterkopf behalten, dass die Mitarbeiter, die für Ihre Firma von zuhause aus arbeiten, dafür Energie brauchen. Deren Arbeitsplatz in ihrer Wohnung oder an anderen Plätzen muss geheizt, beleuchtet und mit Strom versorgt werden. In der Regel wird der Energieaufwand für die Heimarbeit weniger sein. Schließlich entfällt mit dem Pendeln ein recht großer CO2-Belastungsbrocken.

Informieren und vorleben

Ihre gesamte Belegschaft für das Thema Klimawandel zu sensibilisieren, reduziert den CO2-Footprint Ihres Unternehmens ebenso. Ein Fußabdruckrechner, wie jener des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich, gibt auch Auskunft darüber, welche Maßnahmen jeder einzelne von uns setzen kann, um in den verschiedensten Lebensbereichen nachhaltiger zu agieren. Mit einigen, leicht durchführbaren Maßnahmen können Sie bereits einen Teil des CO2-Ausstoßes Ihres Betriebes verringern, und Ihren Mitarbeitern vermitteln, dass oft schon wenig viel helfen kann. Die Einführung eines Energiemanagement-Systems in Ihrem Betrieb verleiht Ihren Einsparungsbemühungen eine Struktur, und lässt Ihre Mitarbeiter mit den eingesetzten Ressourcen sorgfältiger umgehen. Außerdem ist es sehr wichtig, ein sparsames Energiemanagement als Unternehmer vorzuleben, um mit gutem Beispiel voran zu gehen, authentisch zu sein und Nachahmer zu generieren.

Flexibles Arbeiten verlangt eine gute Vorbereitung

Ein grober Fehler wäre es allerdings, mobile und flexible Arbeitsformen über Nacht einzuführen, um Kosten, Energieverbrauch und Emissionen zu reduzieren. Um in die neue Welt des Arbeitens einzusteigen, muss sich zuerst die Unternehmenskultur verändern. Es ist nicht damit getan, Tische aus den Büros zu entfernen und Desksharing zu ermöglichen. An dieses Thema müssen Sie Ihre Mitarbeiter und Führungskräfte behutsam heranführen.

Fazit: Warum mobiles und flexibles Arbeiten den Klimawandel einbremst

Mobiles und flexibles Arbeiten kann Ihrer Firma viele Vorteile bieten. Einer davon ist die Reduktion des CO2-Footprints Ihres Unternehmens. Wie stark Ihr Unternehmen den Klimawandel einbremsen kann, hängt von Ihren individuellen Umständen ab. Es hängt aber auch davon ab, wie Sie Ihre Mitarbeiter über den schonenden Umgang mit Ressourcen informieren. Und vor allem, wie sie als Chef selbst agieren.

 

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