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Experten und Analysten sagen Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) ein sehr hohes Wachstum bei der Anzahl der vernetzten Geräte und auch des gesamten Marktes voraus. Bedingt durch die sehr schnelle technische Weiterentwicklung sinken die Preise für Geräte stetig. Die Kosten für einzelne M2M-Komponenten lassen Gesamtprojekte somit immer kostengünstiger werden.

Gute Planung ist die halbe Miete

Dennoch macht ein M2M-Projekt nur Sinn, wenn alle Kosten im Vorfeld genau abgewogen werden und die angepeilten neuen Geschäftsfelder genug abwerfen, um die Investition zu rechtfertigen. Zuallererst muss jedes Unternehmen wissen, wie sich die Kosten bei M2M Projekten überhaupt zusammensetzen:

  • Hardware, die Daten einsammelt, verarbeitet und die wesentliche physische Infrastruktur bereitstellt
  • Software zur Steuerung aller Komponenten und Analyse der gewonnenen Daten
  • Netzwerk, das die Daten über das Festnetz und/oder mobile Netze überträgt
  • Dienstleistungen zur Erbringung ganzheitlicher Projekte und weiterer Leistungen, wie etwa Systemintegration

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Um die Kosten eines M2M-Projektes möglichst genau eingrenzen zu können, sind im Projektverlauf mehrere Schritte unbedingt zu empfehlen, bevor es zum Rollout kommt. Diese sind:

  • Erstellung eines Konzeptes mit Definition der Use Cases
  • Proof-of-Concept
  • Pilotbetrieb unter realen Bedingungen

Partnerwahl entscheidend für Kostenkontrolle

Um die Kosten im Vorfeld möglichst gut abschätzen zu können, ist die Partnerwahl entscheidend. Dabei kann ein Unternehmen entweder mit einem Generalunternehmer oder mehreren einzelnen Anbietern zusammenarbeiten. Bis vor kurzem hat noch eine Vielzahl kleiner und spezialisierter Anbieter diese Komponenten für ein M2M-Vorhaben geliefert. Diese sehr fragmentierte Supply Chain erschwert kosteneffektive Lösungen und erfordert viel Koordinations- und Planungsaufwand. Verschiedene M2M Lösungsanbieter wie beispielweise Mobilfunkprovider haben das Potenzial von M2M aber längst erkannt, treten als Generalunternehmen auf und arbeiten ihrerseits mit Zulieferern zusammen. Der Kunde bekommt dennoch nur eine Rechnung und hat einen zentralen Ansprechpartner.

Die Übernahme der Generalunternehmerschaft ist ein Service des Anbieters und damit kurzfristig etwas teurer – mittelfristig rechnet sich dieses Investment aber in der Regel. Es hat sich bei vielen Projekten herausgestellt, dass es sinnvoll ist, das gesamte Projekt einem Generalunternehmer zu übergeben, da der Informations- und Reibungsverlust zwischen mehreren Teillieferanten am Ende zu höheren Kosten und einer längeren Umsetzungsdauer führen kann.

Sehr individuelle Tarife

Da es sich bei M2M-Projekten zumeist um sehr individuelle Angebote handelt, die den Bedürfnissen des Unternehmens angepasst sind, ist eine pauschale Angabe von M2M-Tarifen nicht so leicht möglich, obwohl die Mobilfunker durchaus Preise veröffentlichen.

Zunächst muss ein Unternehmen den eigenen Bedarf ermitteln und feststellen, welche Datenströme fließen. Es lohnt sich daher, einen unabhängigen IT-Experten oder Consultant einzuschalten, der den Bedarf analysiert. Bei der Bewertung eines Angebotes sollten mehrere Faktoren beachtet werden, die Einfluss auf die Gesamtkosten des Projekts haben. Diese sind:

  • die Grundkosten des Tarifes: darin enthalten sind die Grundgebühr und die Anschlussgebühren
  • Kosten für SMS: hier geht es auch darum, ob für jede Kurznachricht einzeln bezahlt wird oder es ein Gesamtpaket gibt
  • Kosten für die Datenpakete: hier muss genau erörtert werden, wie groß die Menge der transportierten Daten sein soll und ob die Daten auch ins Ausland gehen (Roaming) oder nicht
  • Abrechnungseinheiten der Datenblöcke: Je nach Angebot kann in Paketen zwischen 1 KB bis hin zu 100 KB abgerechnet werden. Je größer die Einheit, umso ungünstiger ist das für den Kunden
  • Länderliste: Die Kosten hängen stark davon an, in welchen Ländern die SIM Karte eingesetzt werden
  • Sicherheitsrelevante Zustzoptionen wie beispielsweise IP-VPN oder Radius Forwarding
  • Dienstleisungen oder Services wie z.B. Beratung oder SLA

Conclusio M2M Kosten

Der Einsatz von M2M zahlt sich sehr oft, aber nicht automatisch aus. Eine gute Vorbereitung des Projekts und eine genaue Aufstellung aller einmaligen und wiederkehrenden Kosten sind unabdingbar. Besonders für KMU bieten M2M-Lösungen allerdings großes Potenzial, wie eine exccet-Studie zu Tage gefördert hat. Selbst wenn sich die Umsatzpotenzale durch den Einsatz von M2M nicht immer im Vorfeld genau vorhersehen lassen, sollte folgende Zahl kleinen und mittelständischen Unternehmen Mut geben, M2M-Projekte anzugehen: Laut der exceet-Studie ist nämlich bei 75 Prozent der untersuchten M2M-Projekte ein neues Geschäftsmodell und/oder ein neuer bezahlter Service entstanden. Und darum geht es im Grunde bei M2M auch: Neue Geschäftsfelder zu erschließen und bei Umsatz und Gewinn von der Technologie zu profitieren.

 

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