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Seit Jahren kooperiert Magenta Business mit heimischen Start-Ups, um innovative digitale Lösungen zu entwickeln. Angesichts der Corona Krise erweist sich diese Strategie als noch wichtiger. Am Beispiel von drei erfolgreichen Start-Ups im Bereich IoT (Internet of Things) zeigen wir Ihnen die Vorteile der Glokalisierung für den österreichischen Wirtschaftsstandort und für die Versorgungssicherheit.

Begriffserklärung Glokalisierung

Glokalisierung setzt sich aus den Begriffen Globalisierung sowie Lokalisierung zusammen und verbindet auch beide aus wirtschaftlicher Sicht. Unternehmen produzieren lokal um die heimische Wertschöpfung und Forschungsinstitutionen zu stärken, sowie um die lokale Versorgung sicher zu stellen; neben der Produktion sind auch Management und Verwaltung lokal verortet. Der Absatz der Produkte findet jedoch global auf dem Weltmarkt statt, weil dies heute eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, die nicht nur internationale Konzerne betrifft, sondern auch mittelständische Unternehmen, die mit Nischenprodukten oft weltweit sehr erfolgreich sind.

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Die Strategie der Glokalisierung ist grundvernünftig, sie wurde allerdings häufig zugunsten billigerer Produktionsstandorte, vorwiegend in Asien, aufgegeben; zusätzlich auch weil Transporte über die ganze Welt nahezu nichts kosten. Jetzt in der Corona Krise zeigen sich die drastischen Folgen, wenn etwa medizinische Produkte knapp werden, auf dem Weltmarkt ein teures Wettrennen stattfindet und gleichzeitig heimische Produktionen stillstehen.

Lokal innovativ, global verkaufen

In der Berichterstattung über die wirtschaftlichen Lehren aus der aktuellen Krise taucht immer öfter das Wort Glokalisierung auf – wobei dieses Prinzip nicht neu ist. Magenta Business verfolgt schon seit Jahren die Strategie, mit heimischen Partnern Innovation voranzutreiben. Gerade Jungunternehmen profitieren von dieser Kooperation, gleichzeitig bleiben Forschung und Entwicklung im strategisch wichtigen Bereich der Digitalisierung in Österreich. Wie erfolgreich diese Zusammenarbeit läuft, zeigen wir Ihnen an Hand von drei Beispielen.

one:solutions: IoT Anwendung in wenigen Wochen

Das Start-Up one:solutions verfolgt die Mission, die Digitalisierung voranzutreiben, damit Unternehmen in Europa auch in Zukunft wettbewerbsfähig sind. Dabei setzt man auf IoT, verbunden mit mehr als 30 Jahren Mobilfunk-Erfahrung. Mit dem NB-IoT Developer Kit können in kurzer Zeit Anwendungen für die Industrie entwickelt werden, unter Nutzung der NarrowBand IoT Funktechnologie. Diese Hardware Lösung reduziert die Zeit, um ein serienreifes IoT-Produkt zu entwickeln, von etwa einem Jahr auf wenige Wochen.

Heimische Zulieferer machen unabhängig

Ganz wichtig im Sinn der Glokalisierung: Die industrielle Fertigung von one:solutions erfolgt in Österreich bei TELE und man ist unabhängig von Lieferanten in Asien, denn auch Bauteile wie Printplatten kommen von heimischen Zulieferern – das hat sich bereits in der Corona Krise bewährt.

Gemeinsam mit Magenta Business hat one:solutions vielseitige Lösungen für Kunden umgesetzt. Die Manufaktur Zotter überwacht mit IoT die Temperatur bei der Schokoladeproduktion, das entscheidende Qualitätskriterium. Mit der Smart City Lösung kann die Luftgüte gemessen werden; dabei nutzt man das österreichweit flächendeckende NarrowBand IoT Netz von Magenta Telekom. Der Automatisierungsspezialist für Umwelttechnik INAUT setzt auf Industrie 4.0 für biologische Prozesse wie Kompostierung, Getreide-Trocknung und -Lagerung. Für mehr Sicherheit und Einsparungen sorgen IoT-Anwendungen bei österreichischen Eisenbahninfrastrukturbetreiber.

SLOC: Das Potenzial von Sensoren und Konnektivität

Das junge Unternehmen SLOC macht den altbekannten aber enorm wichtigen Prozess der Müllentsorgung zu einer Industrie 4.0 Anwendung, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Magenta Business. SLOC nutzt Sensoren, um in Behältern wie eben Mülltonnen, den Füllstand zu messen. In jedem Sensor steckt eine SIM-Karte, diese ermöglicht die Übertragung der Daten über das Magenta Telekom Netz.

Auch das zur Verfügung stellen der Informationen im IT-System des Kunden, ist im Angebotspaket inkludiert. Mit Saubermacher wurde ein erfolgreicher Pilot realisiert, die LKW fahren jetzt nur mehr volle Mülltonnen an, um sie zu entleeren. Das reduziert Leerfahrten und damit den CO2 -Ausstoß der Fahrzeugflotte, auch Staus und Lärm werden weniger.

Abfalllogistik aus Österreich in die Welt

Mittlerweile testen nationale und internationale Entsorgungsunternehmen sowie Städte wie Graz die Lösung. Wiederum im Sinn der Glokalisierung wird Magenta Business in Kürze das SLOC Collection Portal auf den Markt bringen, als umfassende Plattform zur Optimierung der Abfalllogistik durch effizientere, flexiblere Abholrouten.

t-matix: international führende IoT Plattform

Mit seiner IoT-Plattform hat sich t-matix in nur 5 Jahren einen Namen gemacht, davon zeugen eine Reihe großer auch internationaler Kunden wie HABAU Group oder der Schweizer Ammann Konzern - ein Beispiel für gelebte Glokalisierung. Auszeichnungen wie der Telematik Award oder die Wahl unter die Top 25 IoT-Unternehmen Europas im Jahr 2018 stellen die Innovationskraft unter Beweis.

Die leistungsstarke IoT-Plattform ist modular aufgebaut und ermöglicht Unternehmen mit den zahlreichen fertigen Funktionen einen einfachen Einstieg in die Welt von IoT, dem „Internet der Dinge“. Auch hier sorgt Magenta Business als Partner für die notwendige Konnektivität und liefert die für die Vernetzung von Geräten notwendige Infrastruktur wie SIM-Karten und das SIM-Management-Portal.

Smart City Anwendungen als Zukunftsmarkt

Ein schöner gemeinsamer Erfolg ist die mehrstufige Ausschreibung für die Plattform des neuen IoT-Ökosystems der Wiener Stadtwerke und WienIT. t-matix und Magenta Business haben die Ausschreibung in enger Zusammenarbeit gewonnen, auf der Plattform werden neue Anwendungen einer intelligenten Stadt aufgesetzt.

Fazit: Lokale Partnerschaften stärken die Wirtschaft

Unser Land hat viel Know-how sowohl in FHs und Universitäten, als auch in Unternehmen. Diesen Schatz gilt es mehr denn je zu nutzen, einerseits um den besten Köpfen Chancen zu bieten, andererseits um die Wertschöpfung zu erhalten und damit auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Viele Branchen sind von den Auswirkungen der Maßnahmen rund um COVID-19 massiv betroffen. Um die angeschlagene österreichische Wirtschaft zu stärken, sollte jeder überlegen, wie er heimische Partner ins Boot holen kann. Speziell zu allen Themen der Digitalisierung gibt es viele lokale Start-Ups, wo eine Partnerschaft großen Nutzen bringt. Außerdem sind digitale Anwendungen plus die dazugehörige Infrastruktur heute ein kritisches Gut. Die hier gezeigten Beispiele aus der Erfahrung von Magenta Business zeigen klar die Vorteile und dass es funktioniert, gerade in Krisenzeiten. 

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