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Die beiden neuen iPhone Modelle 6s und 6s Plus sind seit kurzem auch in Österreich erhältlich. Die Verkaufszahlen sind gut, wenn auch nicht so hoch wie erwartet. Die schicken Smartphones halten auch immer mehr Einzug in die Geschäftswelt. Sehr zum Leidwesen der IT-Abteilungen. Denn: Apple-Geräte sind schwer in die IT-Landschaft eines Unternehmens zu integrieren.

Mittlerweile zu Unrecht, denn das neue Betriebssystem iOS 9 lässt sich um vieles leichter in die IT-Landschaft eines Unternehmens integrieren als die Vorgängerversionen. Apples CEO Tim Cook hat das B2B-Geschäft als neues Wachstumsfeld erkannt und will den schlechten Ruf von Apple in den IT-Abteilungen loswerden.

Benutzerfreundlichkeit als USP

Für Normal-User ist die Abneigung der IT-Abteilung gegenüber Apple-Produkten schwer nachvollziehbar. Denn die Geräte und Software sind so bedienerfreundlich und leicht verständlich wie kein anderes Produkt der Konkurrenz. Dank dieser Fokussierung auf die Bedürfnisse des Konsumenten ist Apple auch groß geworden. Doch auch in Sachen Apps für den Business-Einsatz hat Apple einiges zu bieten.

IT zahlt Preis für Sicherheit und Usability

Die hohe Usability und auch der gute Schutz vor Angriffen hat allerdings einen Preis, den die Kollegen von der IT-Abteilung zu zahlen haben. Apple war immer bemüht, seine Systeme abzuschotten. Die Kontroll- und Steuermöglichkeiten von außen, also auch von der IT-Abteilung, sind sehr begrenzt. Um die betrieblich genutzten Geräte managen und servicieren zu können, braucht die IT-Abteilung allerdings Zugriffsrechte auf bestimmte Ebenen des Betriebssystems der Endgeräte. Unterstützt dies der Hersteller eines Betriebssystems nicht, dann muss die IT-Abteilung aufwändige und damit teure Umwege in Kauf nehmen.

Private Geräte stellen IT vor Herausforderung

Die Abneigung der IT-Leute gegenüber Apple hat aber auch noch einen weiteren, eher emotionalen Grund: Denn Apple-Produkte halten vor allem deshalb in Unternehmen Einzug, weil Mitarbeiter Ihr privates iPhone, iPad oder Ihren Apple-Laptop auch als Arbeitsgerät nutzen wollen - Stichwort Bring Your Own Device. Wenn die IT-Abteilung Geräte, die vor allem privat genutzt werden, in die Infrastruktur einer Firma integrieren soll, dann stellt das die IT-Techniker generell vor eine Reihe von Herausforderungen. Kurz gefasst. Die IT sorgt sich um die Sicherheit und fürchtet Kontrollverlust, sowie Missbrauch von Unternehmensressourcen für private Zwecke.

6 Gründe, warum iOS9 den Business-Einsatz erleichtert

Sowohl die technischen als auch die emotionalen Gründe für IT-Abteilungen, den Einsatz von Geräten mit Apple-Betriebssystem im Geschäftsalltag tunlichst zu vermeiden, begegnet Apple mit dem Betriebssystem iOS 9 ganz konkret. Denn in Verbindung mit einem Enterprise-Mobility-Management (EMM) werden die Gerätekonfiguration und das Ausrollen von Apps nun wesentlich einfacher. Außerdem werden Unternehmensdaten besser geschützt.

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Hier finden Sie die 6 Gründe, warum der Einsatz des iPhones in Unternehmen nun einfacher ist:

  • Apps ohne Appstore: Um Apps auf Firmengeräten mit iOS als Betriebssystem zu installieren, musste die IT-Abteilung bisher den App-Store von Apple nutzen. Nun können die IT-Mitarbeiter ohne Zutun des Geräteanwenders, Apps über den EMM-Server oder die neue Version des Apple Configurators per Push ausspielen. Darüber hinaus kann die IT-Abteilung Apps kennzeichnen, die der Nutzer installieren soll und den User andererseits daran hindern, bestimmte Apps zu laden.
  • Air-Drop-Sicherheitslücke geschlossen: Die IT kann mit einer EMM-Plattform unterbinden, dass verwaltete Apps Daten über Apples WiFi-Ad-hoc-Service AirDrop austauschen. Solche Daten könnten etwa E-Mail-Dateianhänge aus Firmen-E-Mail-Konten sein.
  • Sicheres Streaming: iOS 9 unterstützt auch das User Datagram Protocol. Das ist für Apps von Nutzen, die zum Streamen von Audio und Video auf dieses Protokoll setzen.
  • Apps ohne Apple ID: Mit iOS 9 kann die IT-Abteilung Apps auch für ein Gerät lizenzieren und nicht mehr nur wie bisher für eine Apple-ID eines Benutzers. Dies erleichtert den Kauf und das breite Ausrollen von Apps auf Firmengeräte. Denn damit muss nicht mehr jedem einzelnen Gerät eine eigene Apple-ID zugewiesen sein.
  • Apps in Bausch und Bogen: Im Rahmen des Volume Purchase Program (VPP) bietet Apple den Kauf gewisser Apps in Paketen an. Bisher konnten Unternehmen das VPP-Programm nur mit dem App-Store aus einem Land nutzen. Für Firmen mit internationalen Niederlassungen war dies problematisch. Das VPP kann nun auch mit international gemischten Apps umgehen.
  • Kontrolle über Apps: Mit iOS 9 kann die IT sehr einfach auch die Verwaltung über jene (privaten) Apps erlangen, die der Anwender eines Gerätes bereits installiert hat. Damit kann die IT-Abteilung die Mobile Application Management Policy eines Unternehmens über einen MDM-Server anwenden. Eine Neuinstallation der Apps ist dafür nicht mehr notwendig.

iPhone in Unternehmen: Apple hilft mit Handbuch und Tipps

Die Neuerungen machen es der IT-Abteilung nun wesentlich einfacher iPhones und andere iOS-Geräte in die IT-Landschaft zu integrieren. Apple selbst bietet hierzu auch ein eigenes Handbuch an. Und auf einer speziell für Business-User konzipierten Website gibt der IT-Konzern aus Cupertino weitere wertvolle Tipps. Auf dieser Website sind auch detailliert beschriebene Case-Studies zu finden, wie etwa die des Schweizer Aufzugherstellers Schindler.

Fazit iPhone in Unternehmen

Apple hat sich vorgenommen, im Business-Segment zu wachsen und das iPhone in Unternehmen besser zu integrieren. Das sind keine leeren Worte, das Betriebssystem iOS 9 ist ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass es Apple CEO Tim Cook mit dieser Strategie ernst meint. Die neue Strategie zeigt auch schon eine erste Wirkung. Denn laut einer aktuellen Untersuchung von Comscore konnte Apples iOS den Abstand zu Android als Betriebssystem etwas vermindern.

Bei Konsumenten sind iPhone und iPad ob der unerreichten Anwenderfreundlichkeit ohnehin beliebt. Insbesondere die Generation der Digital Natives will flexibel arbeiten und dafür die eigenen Geräte nutzen. Nicht selten sind dies solche der Marke Apple. Das neue Betriebssystem macht es Ihrer IT-Abteilung wesentlich leichter, iOS-Geräte in die IT-Landschaft sicherer und einfacher zu integrieren, als dies noch vor einiger Zeit der Fall war.

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