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Das Internet der Dinge, kurz IoT, ist einer der ganz großen Trends, der jeden Geschäftsbereich aber auch das Privatleben in den kommenden Jahren durchdringen und komplett verändern wird. Knapp 8,4 Milliarden IoT-Devices mit installierten Softwaredienstleistungen sollen Ende 2017 in Betrieb sein – rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Damit rechnen die Analysten von Gartner in einer neuen Studie.

Die Schlüsseltechnologie, die als Basis für die Kommunikation zwischen den Geräten, Maschinen und Sensoren dient, ist der Mobilfunk. Er ermöglicht die flächendeckende Datenübertragung sowie die Fernsteuerung, Ferndiagnose und Fernwartung einzelner Module oder kompletter Systeme weltweit. Die Bedeutung des Mobilfunk für IoT wird sich durch neue und noch schnellere Übertragungstechnologien wie 5G sogar noch weiter erhöhen.

Neben der Erleichterung des beruflichen oder privaten Alltags spielt der Aspekt, Kosten zu sparen, eine große Rolle. Ein Beispiel von vielen ist etwa Flottenmanagement: Durch eine zentrale und intelligente Steuerung lassen sich die Einsatzzeiten optimieren und die Stehzeiten senken. Routen können zudem besser geplant, Leerfahrten und Doppelgleisigkeit vermieden werden.

Gut geplant ist halb gewonnen

Eine aktuelle Analyse in unterschiedlichen Branchen zeigt, dass bei 75 Prozent aller IoT-Projekte ein neues Geschäftsmodell oder ein neuer Service entstanden sind – und das nachhaltig.

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Ein IoT-Projekt im Unternehmen auszurollen, passiert aber nicht mal nebenbei sondern erfordert eine umfangreiche Planung und eine genaue chronologische Einhaltung mehrerer notwendiger Schritte. Das sind die einzelnen Schritte für die erfolgreiche Realisierung eines IoT-Projektes:

  • Idee und Nutzen: Der Entscheidung, ein IoT-Projekt auszurollen, liegt in der Regel ein großer Bedarf an einem neuen Geschäftsmodell oder einem Mehrwert für den Kunden zu Grunde. Sehr oft ist aber auch Kostensenkung oder Umsatzsteigerung ein Motiv für ein IoT-Projekt.
    Um den Umfang und die zu erwartenden Kosten des Projektes möglichst genau zu definieren, empfiehlt es sich, einen externen Berater hinzuzuziehen, der schon Erfahrung mit solchen Projekten gemacht hat.
  • Konzeption: Die wichtigste Frage bei der genauen Planung ist, ob der dahinterstehende Business Case alle Anforderungen und Ideen des IoT-Projektes trägt und tragen kann. Die technische Realisierbarkeit und die wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit muss in jedem Konzept berücksichtigt werden.
    Wesentliche Eckpfeiler sind die Schnittstellen pro Use Case, die Art und Anzahl der Datenpunkte, die Aktualisierungszyklen, die Verfügbarkeiten und das Reporting. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konzepts ist der Zeitplan für die nächsten Schritte vom Proof-of-Concept über einen Piloten bis hin zum Rollout mit Übergang in den laufenden Betrieb.
  • Proof of Concept: Der Proof-of-Concept (PoC) dient dazu, einen raschen Zugang zur geplanten Lösung zu bekommen, ohne tief in die Produktentwicklung und Unternehmensprozesse eingreifen zu müssen. Der Grundgedanke dabei ist, dass auf möglichst einfache und schnelle Art und Weise eine technische Lösung geschaffen wird, die möglichst alle Anforderungen zu einem Großteil abdeckt. Beim Start des PoC sollte Klarheit darüber herrschen, was die Ziele der Lösung sind. Im Laufe des PoC kommt es so gut wie immer zu Anpassungen, das ‚bigger picture‘ sollte allerdings schon skizziert sein.
    Oft setzt man für einen PoC auf Standard-Hardware und bestehende Software-Portale, die die grundsätzliche Funktionsweise der Applikation illustrieren. Die T-Mobile IoT Box ist hierfür ein geeignetes Developer Tool, um ein PoC rasch und kostengünstig umzusetzen. Möchte man noch einen Schritt weitergehen, wird hardwareseitig ein Prototyp und softwareseitig ein erstes maßgeschneidertes Frontend entwickelt.
    Während des Betriebs des PoC wird eine Vielzahl an Informationen gewonnen, die wesentlich für das weitere Projekt sind. Darunter fallen beispielsweise weitere oder neue Anforderungen an die Hardware beziehungsweise zusätzliche oder geänderte Software-Funktionen. 
  • Pilot: Der nächste logische Schritt ist die Pilotphase mit einer begrenzten Anzahl an Geräten. Im Unterschied zum Proof of Concept kommen hier bereits jene Hardware-Devices zum Einsatz, die für den Rollout vorgesehen sind. Üblicherweise läuft ein Pilot zwischen drei und sechs Monaten mit fünf bis 20 Hardware-Devices. Erst im Zuge der Pilotphase sind eine seriöse Kalkulation und ein verbindliches Angebot über den endgültigen Rollout mit allen Devices und Sensoren möglich.

  • Rollout und laufender Betrieb: Während des Rollouts erfolgt die Detailkalkulation und -planung. An dieser Stelle werden letzte Anpassungen an der Applikation vorgenommen, die genauen Stückzahlen der Hardware-Devices festgelegt und der Zeitplan definiert. Nach dem Rollout geht das Projekt in den operativen Regelbetrieb über. Neben der technischen Zuverlässigkeit ist vor allem die Servicequalität des IoT-Partners von entscheidender Bedeutung, da die Applikationen in der Regel in Kernprozesse des Unternehmens eingreifen. In vielen erfolgreichen Projekten hat sich ein Generalunternehmer bewährt, da Unternehmen dann nur einen einzigen Ansprechpartner haben, falls Fragen oder Probleme auftauchen.

Fazit: IoT-Roadmap

Der chronologische Ablauf von der Idee bis zum Rollout ist ein Prozess, der sich in vielen Projekten bewährt hat: Zu versuchen, diesen Prozess abzukürzen birgt das Risiko, dass die Lösung im Rollout nicht alle Bedürfnisse befriedigt oder Probleme löst. Das wiederum reduziert die Effizienz und Nachhaltigkeit stark. Spätere Anpassungen kosten Zeit, Geld und Nerven.

Mit einem gut umgesetzten IoT-Projekt sind Unternehmen allerdings in der Lage, massive Vorteile für sich und nicht zuletzt für ihre Kunden zu generieren und sich im Zeitalter der Digitalisierung entscheidend am Markt zu behaupten oder sich gar vom Mitbewerb abzusetzen.

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