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Der Begriff Industrie 4.0 ist derzeit in aller Munde und wird nicht selten in einem Atemzug mit Digitaler Transformation verwendet. Auch in Österreich gibt es inzwischen kaum ein produzierendes Unternehmen, das sich noch nicht – zumindest gedanklich – mit Industrie 4.0 auseinandergesetzt hat.

Eine echte Definition gibt es nicht. Der Begriff, wurde von der Forschungsunion der deutschen Bundesregierung erstmals verwendet um ein gleichnamiges Projekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung zu bezeichnen. Er soll laut der dort verwendeten Diktion die Verzahnung der industriellen Produktion „mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik“ beschreiben.

Der Begriff resultiert aus der Überlegung, dass die so stark vernetzte Gegenwart die vierte industrielle Revolution eingeläutet hat. Die erste industrielle Revolution war der Einsatz von Wasser- und Dampfkraft – zum Beispiel beim mechanischen Webstuhl 1784. Die Zweite war etwa 100 Jahre später dran, als elektrische Energie in den Fabriken eingesetzt und Waren in Massenproduktion am Fließband gefertigt wurden. Die dritte, oder auch digitale Revolution, kam dann ab 1970 mit den ersten Mikrochips zur Steuerung von Maschinen.

Analysten versprechen sich jedenfalls viel von dieser vierten industriellen Revolution: Neue Technologien sollen bis 2020 für ein weltweites Wirtschaftswachstum von bis zu 153 Milliarden Euro sorgen.

Das bedeutet Industrie 4.0 in der Praxis

In der Praxis versteht man unter Industrie 4.0 gemeinhin den zunehmenden Einzug digitaler Technologien in den Produktionsprozess wie etwa das Internet der Dinge (IoT), moderne Robotik-Systeme, 3D-Druck, oder Big Data. Was in Branchen wie der Automobilindustrie seit vielen Jahren üblich ist, nämlich Fahrzeuge mit dem Internet zu verbinden und Geräte miteinander kommunizieren zu lassen um Komfort, Effizienz aber auch die Sicherheit der Insassen zu erhöhen, hat in der produzierenden Industrie erst mit dem Begriff Industrie 4.0 tatsächlich Einzug gehalten.

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Das Internet, und allen voran mobiles Internet, spielt die größte Rolle bei Anwendungen im Industrie 4.0-Bereich. Daher kommt auch den Telekommunikationsanbietern eine tragende Rolle zu. T-Mobile Austria hat gemeinsam mit seinem Partner LineMetrics eine Plug-and–Play-Lösung namens Machine Plus für die produzierende Industrie entwickelt, die jedoch im Vergleich zu anderen Lösungen den großen Vorteil hat, für eine Vielzahl von Branchen und Unternehmen jeder Größe interessant zu sein. „Wir wollten gemeinsam mit T-Mobile ein Produkt anbieten, das für jeden Anwender einfach und schnell einsetzbar ist und auch für jedes Unternehmen leistbar ist“, erklärt Wolfgang Hafenscher, CCO und Mitbegründer von LineMetrics.

„Wir verändern Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle“

Die Hardware von LineMetrics kann dabei in kürzester Zeit mit den Sensoren von Maschinen aber auch allen anderen Geräten verbunden werden um wertvolle Daten aus der Überwachung unterschiedlichster Prozesse zu gewinnen. „Mit LineMetrics geht es aber nicht nur um Prozessoptimierung, unser Produkt ist viel generischer und in dieser Form einzigartig am österreichischen Markt. Damit können wir Arbeitsweisen und ganze Geschäftsmodelle der Kunden verändern“, erklärt Hafenscher. Mit Machine Plus können nicht nur Laufzeiten oder Stillstandszeiten sondern auch Umgebungsdaten wie Temperatur oder Energieverbrauch gemessen werden.

Die Hardware ist über das Mobilfunknetz von T-Mobile mit der Cloud-Plattform von LineMetrics verbunden, auf der alle Daten erfasst werden. Die Daten werden dort gespeichert und vorausgewertet. Im nächsten Schritt werden Berechnungen gemacht und für den Kunden bequem und übersichtlich visualisiert. Machine Plus ist daher ein klassisches Beispiel für ein Software as-a-Service-Modell.

Welche Daten abgefragt und miteinander verknüpft werden sollen, entscheidet der Kunde: „Es geht aber nicht darum, möglichst viele Daten zu bekommen, das bringt gar nichts. Man muss sich ganz genau überlegen welche Daten man braucht und welche Daten auch wirklich nützliche Informationen liefern, so Hafenscher. Die ausgewerteten Daten werden den Kunden in übersichtlichen Dashboards einfach veranschaulicht.

Die größten Vorteile von Machine Plus für die Kunden sind:

  • Niedrige Anschaffungskosten: Entsprechende Hard- und Software für die Auswertung von Sensordaten kosten bei On Premise-Lösungen schnell bis zu 50.000 Euro. Kunden von Machine Plus benötigen keine Software, Hardware oder Server. Alle Daten liegen auf der Cloud-Plattform und können mit jedem beliebigen Endgerät und Browser abgefragt werden. Kunden zahlen nur eine Mietgebühr. Kostenlose Updates und ständige Weiterentwicklung der Plattform sind darin bereits enthalten.
  • Beliebige Skalierbarkeit: Egal wie viele Sensoren verwendet werden oder in Zukunft verwendet werden sollen. Machine Plus sammelt alle Daten und bereitet sie auf der Cloud-Plattform auf. Für die Sensorik kann der Kunde seine bestehende Infrastruktur nutzen oder beliebig je nach Bedarf dazukaufen
  • Vielseitigkeit: Traditionelle Systeme konzentrieren sich nur auf Produktionsdaten. Mit Machine Plus können konventionelle Sensordaten von Maschinen wie Stückzahlen, Produktionszeiten oder Stillstandszeiten mit Umgebungsdaten wie Temperatur, Luftdruck oder Energieverbrauch kombiniert werden. Das liefert Unternehmen wertvolle Informationen und ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf den Produktionsablauf.
  • Hohe Effizienz: Kunden erfassen nur das, was sie wirklich erfassen wollen. Informationen über kurz- oder langfristige Stillstandzeiten können viel Geld sparen und Störfälle minimieren. Dank der kabellosen Verbindung mit dem Mobilfunknetz von T-Mobile und der Cloud Plattform von LineMetrics losgelöst vom Produktionsnetz kommen Kunden schneller an die gewünschten Informationen.
  • Schnelle Umsetzbarkeit: Industrie 4.0-Projekte haben oft eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren. Dank der kabellosen Plug-and-Play-Lösung von LineMetrics und T-Mobile können Kunden nach der Inbetriebnahme noch am gleichen Tag erste Informationenaus aus den Daten der Cloud-Plattform nutzen. So kann auch ohne großen Aufwand mit neuen Geschäftsmodellen „experimentiert“ werden.
  • Branchenunabhängig: Machine Plus ist aufgrund der Einfachheit und dem leicht kalkulierbaren Mietmodell auch für Unternehmen interessant, die ihr Angebot an Digitalen Services ausbauen wollen. Das trifft für Unternehmen im Bereich Energie Monitoring ebenso zu, wie für Beratungshäuser oder viele andere Branchen.

Fazit

Machine Plus passt sich den Bedürfnissen des Anwenders an und geht bei Bedarf weit über reine Prozessoptimierung hinaus. Mit LineMetrics steht eine generische Plattform für Asset Monitoring zur Verfügung. Die Komplexität wird den Kunden komplett abgenommen und passiert im Hintergrund auf der Cloud-Plattform von LineMetrics. Kunden können innerhalb kürzester Zeit erste Datenauswertungen nutzen und benötigen keine lokale IT-Infrastruktur. Darüber hinaus ist die Lösung komplett losgelöst vom sensiblen Produktionsnetz.

Im Schnitt erwarten Machine Plus-Anwender bei erstmaliger Erfassung einer Maschine bereits in den ersten zwei Monaten eine Laufzeitsteigerung von mindestens zehn Prozent. Bei fünf Maschinen, die etwa 320 Stunden im Monat in einem 2-Schicht-Betrieb laufen, entspricht das einem Einsparungspotential von über 80.000 Euro.

In Zeiten der digitalen Transformation, in der Unternehmen sich ständig neu erfinden und neue Geschäftsmodelle entwickeln müssen, bietet Machine Plus einen einfachen, schnellen und günstigen Weg für „Testballone“ abseits der notwendigen Optimierung der laufenden Prozesse. Die Plug-and-Play-Lösung Machine Plus von T-Mobile und LineMetrics verschafft Unternehmen eine risikolose und einfache Möglichkeit, fit für die digitale Zukunft zu werden.

 

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