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03.11.2016     Marcel Henrich

Anfang Oktober 2016 launchte Google mit Pixel sein erstes „eigenes“ Smartphone. Kurz davor hat das Unternehmen sein überarbeitetes Businesspaket namens G-Suite vorgestellt. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, warum sich Google Pixel und G-Suite für den Einsatz im Business perfekt eignen.

Smartphones von Google gibt es schon länger. Doch auf den Modellen Nexus 5X oder das Nexus 6P war neben „Google“ auch immer der Brand des eigentlichen Herstellers LG, HTC oder Huawei auf dem Gehäuse vermerkt. Beim neuen ist das anders: Der Name des Herstellers, der das Gerät tatsächlich baut, ist auf keinem der beiden Modelle zu finden. Statt dessen prangt ein großes „G“ auf der Rückseite des Gerätes. Mit diesem kleinen, oder eben großen Detail will Google darauf hinweisen, dass das Google Pixel das erste wirklich eigene Smartphone des Konzerns ist. Weil Google eben auch die Hardware selbst entwickelt hat. Eine solche Politik verfolgt Apple schon länger.

Preislich in den Chefetagen

Nicht nur dieser Aspekt eint die erbitterten Konkurrenten Apple und Google. Auch der Preis des Google Pixel bewegt sich auf dem Niveau der neuesten iPhones. 750 Euro aufwärts kostet das Pixel. Die XL-Version schlägt gar mit über 1.000 zu Buche. Im Geschäftsverkehr ist das Google Pixel also ein Gerät für die oberen Management-Etagen. Eines, das mit Android allerdings perfekt harmoniert. Denn Smartphone wie Betriebssystem stammen ja aus demselben Hause - Google eben.

Die sechs Vorteile des Google Pixel im Business Kontext

Damit sind wir schon bei einem, auf den ersten Blick eher unbedeutenden Vorteil von Google Pixel gegenüber anderen Geräten. Doch dazu später. Mit diesen Unterscheidungsmerkmalen gegenüber der Konkurrenz punktet Google Pixel im Business-Einsatz:

1) Ein intelligenter Assistent, der kontextbezogen hilft

Digitale Gehilfen, die auf Sprachbefehle reagieren, existieren schon länger: Apples Speech Interpretation and Recognition Interface, oder kurz Siri, kam gemeinsam mit dem iPhone 4s im Oktober 2011 auf den Markt. Die Konversation mit ihnen ging nicht über ein Frage-Antwort-Spiel hinaus. Mit Googles Assistant kann der User allerdings echte Dialoge führen. Das System, das sich an Bord beider Google Pixel Modelle befindet, nutzt die Informationen, die es über den User und seine aktuelle Situation weiß, um ihn zu unterstützen. Ein Beispiel: „Zeige mir alle Business-Restaurants, die sich in der Nähe befinden.“ Als Antwort erhält der User eine Liste. Auf die Frage: „Wie komme ich dort am schnellsten mit dem Auto hin“ folgt eine Wegbeschreibung. Tut der User dann seine Restaurantauswahl kund, reserviert der Assistent per Mail einen Tisch, trägt den Termin in den Kalender ein und kann auch noch weitere Teilnehmer des Geschäftsessens darüber informieren.

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2) Schöne Bilder, die Sie schnell wieder finden

Google behauptet, in Google Pixel die beste Kamera verbaut zu haben, die es für Smartphones je gab. Auch die Tester waren von der Qualität der Fotos und Videos beeindruckt. Im Business-Einsatz, in dem Bilder manchmal auch tausend Worte sagen, sind allerdings zwei Features wichtiger als die Bildqualität. Für Fotos und Videos spendiert Google unbegrenzt Speicherplatz in der Cloud. Und dank des zuvor beschriebenen Assistenten lassen sich dort abgelegte Fotos auch ganz leicht wieder finden. Dafür reichen Sprachbefehle wie: „Zeig mir die Bilder von der Baustelle von vor zwei Wochen.“

3) Video-Calls ohne Unterbrechung und mit freundlicher „Kuckuck“-Funktion

Die Anwendung Duo macht das Videotelefonieren so einfach wie möglich: Ein Anruf wird auch dann nicht unterbrochen, wenn das Smartphone von WLAN auf das Mobilfunknetz wechselt. Und: Ob die Teilnehmer iOS oder Android nutzen ist Duo egal. Die smarte App senkt auch die Hemmschwelle mit seinem Gegenüber auch via Video zu kommunizieren. Denn bevor der Angerufene abhebt, zeigt Duo den Anrufer live. Sprich: Ruft der Chef via Duo an, kann der Mitarbeiter schon an der Miene erkennen, was es geschlagen hat, und sich mental darauf einstellen. 

4) Fit für einen langen Arbeitstag ohne Steckdose

Der Akku des Google Pixel und Google Pixel XL ist mit 2770 mAh bzw. 3450 mAh so dimensioniert, dass das Gerät auch an einem langen Arbeitstag nicht an die Steckdose muss. Wenn der Saft dann wirklich zur Neige geht, ist das Aufladen auch schnell erledigt. 15 bis 20 Minuten Ladezeit reichen dem Pixel, um für vier bzw. fünf Stunden wieder zu funktionieren.

5) Sicher durch Fingerabdrucksensor

Firmenhandys sollten auf jeden Fall zumindest mit einer Code-Sperre geschützt sein. Mithilfe einer Mobile Device Management-Lösung kann die IT-Abteilung das ja auch erzwingen. So wie einige andere Smartphones auch, bietet das Google Pixel einen Fingerabdrucksensor, der eine Code-Eingabe überflüssig macht. 

6) Personalisierter Startbildschirm mit praktischen Shortcuts

Pixel Launcher ist der personalisierte Startbildschirm für Google Pixel. Dieser soll das Nutzererlebnis verbessern und ist derzeit nur für Google Pixel verfügbar. Eine interessante Funktion dabei ist: Tippt man das Symbol für die Mail-App etwas länger an als gewohnt, öffnet sich gleich eine neue Mail und man kann mit dem Verfassen beginnen.

7) Idealer Paarlauf mit Business-Suite

Diese sechs teils wichtigen, teils weniger wichtigen Vorteile gegenüber Geräten anderer Hersteller, werden allerdings nicht ausreichen, um Google Pixel zu einem Megaseller werden zu lassen. Der Einstieg von Google ins Hardwaregeschäft, der unter dem Motto „made by Google“ bereits andere Geräte hervorbrachte, hat aber einen anderen, aus Business-Sicht durchaus interessanten Aspekt. Google versucht damit, dass Hard- und Software noch besser miteinander harmonieren. Und dabei kommt die Business-Suite aus der Cloud ins Spiel, die Google von „Google Apps for Work“ kürzlich in G-Suite umgetauft hat. Diese ist in Österreich noch wenig gebräuchlich, wiewohl sie gegenüber der gängigen Microsoft-Welt zahlreiche Vorteile bietet. In der neuen G-Suite nutzt Google Machine Learning, um die Zusammenarbeit mit Kollegen oder auch Geschäftspartnern noch flüssiger zu gestalten.

Machine Learning erleichtert Arbeitsalltag

Hier ein paar Beispiele dafür: Die G-Suite lädt automatisch Dokumente aus der Cloud (Google Drive), die der User gerade benötigt. Dies „weiß“ die Quick Access auf Basis von Drive-Aktivitäten, Interaktionen mit Kollegen oder dem Ablauf eines Arbeitstages. Konkretes Beispiel: Ist ein Meeting zu einem bestimmten Projekt im Google-Kalender eingetragen, dann bietet die G-Suite dem User die dazu passenden Dokumente per Schnellzugriff an. Suchen wird dadurch überflüssig. Der Kalender der G-Suite sucht auch den besten Termin für die Teilnehmer eines Meetings. Sofern die Applikation die Terminkalender dieser Teilnehmer kennt. Gleichzeitig organisiert die Software auch einen Konferenzraum dafür. Dank der Machine-Learning-Technologie hat die G-Suite noch viele weitere Funktionen an Bord, die den Business-Alttag erheblich erleichtern können.

Fazit: Google Pixel und G-Suite

Jeder von uns nutzt viele Anwendungen von Google. Diese werden aber nahezu immer mit dem Werbegeschäft des Konzerns verbunden. Dort verrät der User Informationen über sich und kann im Gegenzug Applikationen wie die Suche, G-Mail oder Cloud-Speicher gratis nutzen. Dass Google ein davon völlig abgekoppeltes Software-as-a-Service-Portfolio anbietet, das den Security-Anforderungen des Geschäftslebens entspricht, ist wenig bekannt. Mit dem Einstieg ins Smartphone-Geschäft erreicht nun Google, dass Software und Hardware noch besser harmonieren. Dieser Vorteil ist gerade für geschäftliche Anwendungen enorm wichtig. Und dieser Vorteil ist es auch, der das neue Handy von Google und die G-Suite als interessante Alternative zu Altbewährtem macht.

Sowohl das Pixel als auch das Pixel XL können seit 4. Oktober 2016 in den ersten Ländern vorbestellt werden, dazu zählen neben den USA, Großbritannien, Australien und Kanada auch Deutschland. Wann Google Pixel in Österreich zu kaufen sein wird, hat der US-Konzern noch nicht bekannt gegeben. Lange kann es aber nicht mehr dauern. Die Deutsche Telekom bietet beide Modelle bereits an.

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