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Es war schon ein kleines Jubiläum. Bereits zum 5. Mal fand heuer die FLEET Convention in der Wiener Hofburg statt. Die Veranstalter konnten sich über einen Rekordzuspruch freuen: Knapp 700 Besucher kamen zu Österreichs größtem Flottenevent. 51 Aussteller zeigten ihre Produkte und Services. Dabei repräsentierten die auf der Fachveranstaltung anwesenden Fuhrpark- und Flotten-Besucher mehr als 230.000 Fahrzeuge, wobei zwei Drittel einen Fuhrpark mit mehr als 100 Fahrzeugen betreiben. Angesichts eines Neuzulassungsvolumen von rund 310.000 Fahrzeugen pro Jahr eine beeindruckende Zahl.

Ein besonderes Highlight für die Besucher war eine Sneak-Preview der neuen BMW-3er-Reihe. Das Fahrzeug, von dem es weltweit derzeit nur drei Stück gibt, war in einem abgetrennten Raum zu besichtigen. Und natürlich waren Fotos verboten, die offizielle Premiere war nämlich erst für den 12. Juni geplant.

Auch heuer hatte das Organisationsteam von FLOTTE hochkarätige Referenten eingeladen, die über die Themen sprachen, die die Branche derzeit bewegen. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Sie zusammengefasst:

  1. Während sich in Pkw-Flotten die Antriebsarten ein wenig vom Diesel weg verschieben, hat sich der Selbstzünder bei den Nutzfahrzeugen mehr als behauptet. Interessanter Aspekt zur E-Mobilität in Flotten: Die Leasing-Quote bei E-Fahrzeugen liegt bei 50 Prozent, Benziner werden nur zu 10 Prozent geleast, berichtete Andreas Kral, Country Manager bei Jato Dynamics Austria.
  2. Bei einem größeren Fuhrpark ist die vollständige Berechnung aller Kfz-relevanter Kosten von großer Bedeutung, mahnte Horst Ulrich Mooshandl, Fuhrparkmanager bei der Post AG. Bei der Post seien derzeit über 1.500 E-Fahrzeuge im Einsatz. „Je größer ein Fuhrpark desto wichtiger die Daten“ sagte er.
  3. Philip Pascal Kalomiris von Kalomiris Consulting sprach über die Kosten der Flotten-Elektrifizierung. Der Tausch von Treibstoff gegen Strom, der im Augenblick sehr günstig sei, wirke sich positiv auf die laufenden Kosten aus. Aber auch wenn batterieelektrische Fahrzeuge geringe Betriebskosten aufwiesen, könnten Überraschungen bei den tatsächlichen Kosten für das Laden entstehen.
  4. Es gibt eine Zukunft für den „weltweiten Einheitskraftstoff Benzin“, zumindest in den kommenden 15 Jahren, glaubt Heinz Hollerweger, ehemaliger Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug Audi. Bei der städtischen Mobilität gerade in Europa komme aber die Micromobility auf, die geteilt und elektrifiziert – eventuell mit günstiger Niederspannungstechnik – realisiert werden wird.
  5. CNG Fahrzeuge (Erdgasfahrzeuge) sind noch nicht aus dem Rennen. CNG ist sofort verfügbar und das Netz ist trotz einiger weißer Flecken gut ausgebaut, so Michael Sattler, Head of Future Energy bei OMV. Ökologisch könne man mit CNG sofortige Umweltvorteile lukrieren. Doch dazu müssten noch einige psychologische Vorurteile überwunden werden, wie etwa die Gedanken an Gas im Tank oder ein Einfahrverbot in Tiefgaragen.
  6. Auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor haben weiter eine Zukunft, glaubt Wolfgang Kriegler, FH Joanneum. Sie seien zuverlässig, kalkulierbar und auch die Emissionen habe man im Griff. Flotten sollten prinzipiell bei bewährter Technologie bleiben und Plug-In-Hybride und EV in den Mix hineinzunehmen – nicht zuletzt, um ein „grünes Image“ zu aufzubauen.
  7. Die Vollautomatisierung der Mobilität ist keine „Lichtschalterfrage, also an oder aus“, sagte Frank M. Rinderknecht, Geschäftsführer des Automotive-Thinktanks Rinspeed, in seiner Keynote. Der Status der vollautomatisierten Level-5-Mobiliät verglichen mit einem Menschenleben sei „derzeit im Kleinkindalter“, allerdings wird sie durch viele unterschiedliche Faktoren, wie Fahrverbote in Städten, wachsenden Onlinehandel, Verkehrstaus, Luftverschmutzung oder auch sich ändernde Besitzverhältnisse mittel- bis kurzfristig in den Städten Einzug halten.
  8. Eine Lösung für den Verkehr der Zukunft soll das Microsnap bieten. Das modulare Konzept-Fahrzeug besteht aus Skateboard und Pod, also Fahrgestell und austauschbarem Aufbau. Es soll für vielfältige Ansprüche – vom Personentransporter bis zum Pizzalieferwagen – verwendbar sein. Das dahinterliegende Geschäftsmodell werden laut Rinderknecht nicht die Fahrzeuge an sich, sondern die Ökosysteme bilden. Sprich: Nicht der einzelne Mensch, sondern Internetgiganten werden die vollautomatisierten Fahrzeuge besitzen, die Einzelpersonen beispielsweise ab einer bestimmten monatlichen Einkaufssumme nutzen dürfen.
  9. Rechtsanwalt Dr. Martin Brenner sprach zum Abschluss der Veranstaltung noch über ein rechtliches Problem, das Flottenmanager oft verdrängen: Sie haben nämlich sehr weitreichende Haftungspflichten, die deutlich weiter gehen, als viele glauben. Er appellierte daran, die Pflicht den Führerschein regelmäßig zu kontrollieren, ernst zu nehmen. Sonst könnte der Flottenmanager zur Rechenschaft gezogen werden, falls dem Dienstwagennutzer der Führerschein wegen eines Verkehrsdelikts abgenommen wird und dieser dann trotzdem weiterfährt und einen Unfall verursacht.

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Wenn Sie mehr über die Veranstaltung wissen wollen, dann können Sie ausgewählte Beiträge auch über die Seite der FLEET Convention abrufen.

Fleet Convention T-Mobile (2)

Fazit FLEET Convention 2019

Das Arbeitsumfeld des Flottenmanagers ist im Umbruch. Die gesetzlichen Vorgaben, wie eine Reduzierung der C02 –Emissionen verlangen einen neuen Antriebsmix, wobei noch nicht klar ist, wie dieser am Ende aussehen wird. Und auch bei Elektrofahrzeugen gilt es die Kosten im Auge zu behalten. Klar ist auch: Die Anforderungen an den Flottenmanager ändern sich. Die Vernetzung der Fahrzeuge, autonomes Fahren und modernes Flottenmanagement verlangen nach neuen Partnern, wie etwa Magenta Business. Magenta Business unterstützt Sie dabei, eine maßgeschneiderte Lösungen zur Digitalisierung und Optimierung des Fuhrpark-Managements zu finden, damit Sie Zeit, Kosten und Nerven schonen, unabhängig von der Flottengröße.

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