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Die Margen im Transport- und Speditionsbereich sinken, der Wettbewerb wird härter. Daher ist es für den Unternehmenserfolg unabdingbar, an allen Stellschrauben zu drehen, um die laufenden Kosten möglichst niedrig zu halten. Lesen Sie im folgenden Beitrag, welche Rolle der individuelle Fahrstil bei der Optimierung des Fuhrparks spielt und wie eine moderne Telematik-Lösung hilft, selbst bis dato unentdeckte Einsparungspotenziale voll auszuschöpfen.  
Laut der Studie Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz im Fuhrpark der TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH sehen sich Unternehmen der Speditions- und Transportbranche mit einem zunehmenden Kostendruck konfrontiert. Spritausgaben stehen bei den Ursachen an erster Stelle:

  • Treibstoffkosten (93,3 Prozent)
  • Mautgebühren (79,2 Prozent)
  • Kundenanforderungen bzgl. niedriger Preise (78,2 Prozent)
  • Preisverfall durch zunehmenden Wettbewerb (75,9 Prozent)

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Wenn es um Einsparungspotenziale geht, spielt der Fahrer eine nicht zu unterschätzende Rolle: Laut Quality Alliance Eco-Drive, einem durch das Bundesamt für Energie mitgetragenen Vereins in der Schweiz, kann der Lenker rund 40 Prozent der laufenden Kosten durch sein Verhalten beeinflussen. Die durch den Fahrstil beeinflussbaren Kostenpunkte sind der Treibstoffverbrauch, der Reifenverschleiß sowie weitere Wartungs- und Reparaturkosten.

Ein einfaches Rechenbeispiel: Die Beschleunigung eines LKWs mit 40 t Betriebsgewicht von 0 auf 50 km/h auf 400 m in der Ebene kostet ca. 4,6 Deziliter (dl) Diesel statt nur 1,2 dl bei freier Fahrt. Wer vorausschauend einen Stopp verhindert, spart also 3,4 dl. Eine Treibstoffersparnis von nur einem Liter  pro 100 km führt bei einer Laufleistung von 100.000 km p. a. zu einer Ersparnis von über 1.000 Euro pro Fahrzeug.

Das clevere Verhalten des Fahrers läuft unter der Bezeichnung energiesparende Fahrweise (engl. energy-efficient driving) oder auch Ecodriving. Physikalische Ansatzpunkte einer energiesparenden Fahrweise ergeben sich aus den Widerständen, die jedes Fahrzeug bei der Fortbewegung zu überwinden hat, sowie aus den Wärmeenergieverlusten der eingesetzten Energie bei ihrer Umwandlung in Bewegungsenergie. Die Widerstände sind:

  • Luft- und Rollwiderstand: Werden durch Geschwindigkeit und im zweiten Fall auch durch den Reifendruck beeinflusst.
  • Energieeffizienz: Wird durch Übersetzung, Drehzahl und Drehmoment bestimmt
  • Bremsverluste: Definiert durch das Bremsverhalten – Stichwort "vorausschauendes Fahren"
  • Leerlaufverluste: Motorbetrieb im Stand
  • Trägheitsverluste: Lastwechsel durch Geschwindigkeitsveränderung; Ziel ist es, möglichst gleichmäßig zu fahren.

Energiesparendes Fahren, das eine Vielzahl von Handlungen umfasst, wird Lenkern nicht in die Wiege gelegt – man muss es lernen, der eine mehr, der andere weniger. Zu diesem Zweck nutzen fortschrittliche Unternehmen in der Regel einen Mix aus Analyse des Fahrstils, Schulungen und Motivationsmaßnahmen. "Wir führen ein komplexes Monitoring des Fahrstils inklusive Bremsverhalten, Drehzahlniveau etc. durch. Auf dieser Basis werden die Fahrer individuell geschult", sagt einer der Teilnehmer der oben erwähnten TÜV Rheinland-Studie repräsentativ für die gesamte Speditions- und Transportbranche.

Sind die Lenker einmal trainiert und bereit, die Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen, gehen die Vorteile, die sich durch Ecodriving ergeben, über den finanziellen Bereich weit hinaus. Quality Alliance Eco-Drive zufolge liegt der größte Benefit in:

  • allgemeiner Kostenreduktion durch geringere Treibstoffkosten und Reparaturen
  • Schonung der Umwelt
  • der Lenker fährt sicherer, leiser und komfortabler – ohne langsamer zu sein

So hilft YellowFox, Kostenpotenziale auszuschöpfen

Der Telematik-Spezialist und T-Mobile-Partner YellowFox hat nach einjähriger Entwicklungszeit die Software-Tools Fahrstilanalyse und Fahrerbewertung für alle Fahrzeugklassen und -typen herausgebracht, die Unternehmern und Fuhrparkleitern die Möglichkeit geben, ihre Fahrer nach wissenschaftlichen Maßstäben zu bewerten und den besten Fahrstil zu prämieren – eine wichtige Maßnahme, um die Lenker zu motivieren.

Die Lösung, die fast allen YellowFox-Kunden für 3,00 Euro pro Monat und Fahrzeug als zusätzliche Tarifoption zur Verfügung steht, analysiert u.a. folgende Aspekte:
  • Beschleunigungs- und Bremsverhalten
  • Kurvenfahren und Fliehkräfte
  • Fahrzeugstillstand mit laufendem Motor
  • Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeiten sowie Übertretungen
In die Berechnung fließen auch infrastrukturelle Faktoren ein. YellowFox berücksichtigt die
  • Umgebungsbedingungen, die anhand des Höhenprofils, des Verhältnisses befahrener Haupt- oder Nebenstraßen und Autobahnen, sowie der Anzahl von Fahrtunterbrechungen errechnet werden, und die
  • Tourenschwierigkeit, die der Flotteninhaber mit "leicht", "mittel" und "schwer" selbst einstellen kann

Mit der Fahrstilanalyse und Fahrerbewertung erhalten Fuhrparkmanager eine innovative Möglichkeit, einzelne Fahrer objektiv zu vergleichen. Die detaillierten Ergebnisse, die mit Hilfe von Karten und Tabellen übersichtlich dargestellt werden, sind als PDF und HTML-Link aufbereitet. Neben der Individualisierung nach unternehmerischen Kennzahlen lässt sich auch ein automatisches Reporting z.B. zum Monatsende einrichten. Über das Onlineportal sind zudem alle Kennzahlen jederzeit abrufbar. Hier können Disponenten den Fuhrpark permanent analysieren, verwalten und optimieren.

Da Motivation ein zentraler Baustein in einem modernen Fuhrparkmanagement ist, bietet die YellowFox-Lösung Tools, die Aktionen wie etwa "Der Fahrer des Monats" fördert. Neben der Gesamtbewertung können Manager die drei Teilbereiche "Tourenschwierigkeit", "Wirtschaftlichkeit" und "Fahrverhalten/Verstöße" aufbereiten, um beispielsweise monatliche Rankings herauszugeben. Somit lässt sich mit wenigen Maus-Klicks ein gleichsam sportliches Umfeld schaffen, das Lenkern hilft, ihre Fahrweise intelligenter als bisher anzulegen.

Unterm Strich führt die Nutzung von Fahrstilanalyse und Fahrerbewertung zu einer Vielzahl an Vorteilen für Unternehmen in der Speditions- und Transportbranche:

  • Mitarbeiter fahren vorausschauender und gehen bewusster mit dem rollenden Firmeneigentum um
  • Reifen- und Bremsabrieb nehmen ab
  • mittelfristig erhöht der geringere Fahrzeugverschleiß den Leasing-Restwert der Flotte
  • verantwortungsvolle Fahrer tragen zum positiven Image der Firma bei
  • Aussicht auf einen Bonus und regelmäßig veröffentlichte Fahrerrankings führen nachweislich zu geringeren Kraftstoffverbrauch und damit zu erheblichen Kostensenkungen im Fuhrpark

Fazit: Das Erfolgsrezept heißt Analyse plus Belohnung

Der wirtschaftliche Druck in der Speditions- und Transportbranche nimmt kontinuierlich zu, größter Kostentreiber sind die Ausgaben für Treibstoffmittel. Moderne Telematiklösungen wie YelloFox helfen, nicht nur den durchschnittlichen Verbrauch zu senken, sondern auch die Fahrzeuge schonender zu behandeln, was die Lebensdauer erhöht.

Der permanente Einsatz der YellowFox Fahrstilanalyse und Fahrerbewertung liefert ein echtes Abbild der Fuhrparknutzung. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, das Potenzial, das in den Mitarbeitern und Fahrzeugen steckt, durch wissenschaftlich fundierte Analyse sowie clevere Bewertungs- und Belohnungssyteme voll auszuschöpfen. Das spart Kosten und letztlich auch Nerven.

 

Infografik Fuhrparkmanagement

 

 

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