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Auf allen Weltmeeren sind die Frachtschiffe der Reederei unterwegs. Die neue global vernetzte Container-Überwachung sorgt dafür, dass Lebensmittel und Arzneien unversehrt ankommen.

Bilder von hoch beladenen Containerschiffen und von Häfen, wo die bunten stählernen Boxen auf endlosen Flächen gestapelt werden, sind uns heute vertraut. Aber wissen Sie, seit wann diese unterwegs sind? Das erste Containerschiff fuhr 1956 los, denn der US-amerikanische Spediteur Malcom McLean wollte nicht mehr mühselig einzelne Säcke oder Kisten verladen. Seine Erfindung hat die Welt der Logistik revolutioniert, für LKW, für die Bahn, aber vor allem für die Schifffahrt.

Die heutigen Container würde McLean wohl kaum wiedererkennen, denn es kommen digitale Technologien wie IoT (Internet of Things) und GPS-Ortung zum Einsatz. Die Reederei Hapag-Lloyd hat soeben für die Kühllogistik ein Container-Überwachungsprogramm in Echtzeit vorgestellt, die Konnektivität liegt dabei in den Händen von Magenta Telekom.

Tonnen von Waren unterwegs auf allen Weltmeeren

„Wir bewegen die Welt“ sagt der Slogan von Hapag-Lloyd und wer die Zahlen und Fakten dieser traditionsreichen Reederei aus Hamburg liest, stimmt dem vollinhaltlich zu:

  • 235 Containerschiffe transportieren
  • 11,9 Millionen Standard-Container jährlich (in der Sprache der Logistiker heißen diese TEU)
  • 121 Liniendienste verbinden
  • 600 Häfen auf allen Kontinenten, davon fast die Hälfte in Asien
  • 12900 Mitarbeiter kümmern sich zu Lande in 398 Büros und zu Wasser auf den Schiffen um die Fracht

Die Herausforderungen in der Kühllogistik

Zuverlässige Lieferketten sind das wichtigste Qualitätskriterium für jeden Logistiker, daher setzt man auf moderne IT-Lösungen und hohe Datenqualität. Die Kunden erwarten, dass die Ladung sicher und effizient an ihr Ziel gelangt und sie möchten jederzeit wissen, wo diese gerade ist. Noch kritischer ist die Kontrolle der Lieferkette bei verderblichen Gütern wie Lebensmitteln oder pharmazeutischen Produkten. Diese Herausforderung löst Hapag-Lloyd mit modernen Kühlcontainern – und hier kommen das Internet of Things und Konnektivität ins Spiel.

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Machen wir zuvor einen kurzen Exkurs in die faszinierende Kühllogistik. 16% der Ladung von Hapag-Lloyd sind Lebensmittel, 14% Chemikalien und 5% Elektronikartikel – diese müssen bei jeweils passender Temperatur transportiert werden. Das ermöglicht der Reefer - auf Deutsch: Kühlcontainer - er bietet die gewünschte Temperatur sowie deren exakte Kontrolle. Bei einer Umgebungstemperatur bis zu 50 Grad Celsius kann die Temperatur im Container zwischen -35 bis +30 Grad konstant gehalten werden. Außerdem können mittels „Controlled Atmosphere“ der Reifungsprozess der Früchte bestimmt werden; und mittels „Cold Treatment“ erfüllen verderbliche Güter die Quarantäne Anforderungen der Zielländer, ohne dass Pestizide eingesetzt werden müssen.

100.000 Kühlcontainer werden mit IoT überwacht

„Hapag-Lloyd LIVE“ ist das neueste Produkt für Kühllogistik, das die Reederei auf der Fachmesse „transport logistic“ in München vorgestellt hat. Kunden werden in Echtzeit über die Position ihrer Fracht, sowie allfällige Vorkommnisse informiert. Dazu gehören Funktionen wie GPS-Ortung, Informationen zur Temperatur im Inneren des Containers, Warnung bei Abschaltung, schnelle Reaktion im Falle von Problemen und die proaktive Erkennung von Bedingungen, die der Ladung Schaden zufügen könnten.

Insgesamt 100.000 Kühlcontainer stattet Hapag-Lloyd mit diesen Monitoring-Funktionen aus. Entwickelt wurde „Hapag-Lloyd LIVE“ von Globe Tracker, einem führenden Anbieter von Sichtbarkeitslösungen für die Lieferkette. Als Partner und Experte für Telekommunikation ist Magenta Telekom im Projekt dabei. Innerhalb der Deutschen Telekom Gruppe nimmt Magenta Telekom die Rolle des IoT-Hubs ein, daher wird das internationale Projekt mit Hapag-Lloyd von Österreich aus führend abgewickelt. Magenta Business bietet für IoT-Lösungen unterschiedliche Bausteine, angepasst an den Bedarf der Kunden, von Hardware wie Sensoren, über Mobilfunk und Software bis zum laufenden Support.

Magenta Telekom sorgt für Übertragung der Messdaten aus allen Teilen der Welt

Die globale Vernetzung für die Überwachung der Kühlcontainer kommt von Magenta Telekom. Die Container werden mit der Monitoring Plattform vernetzt, auf die sowohl Mitarbeiter als auch Kunden von Hapag-Lloyd zugreifen. Damit jeder einzelne der 100.000 Kühlcontainer mit „Hapag-Lloyd LIVE“ kommunizieren und Werte wie Temperatur oder Position liefern kann, müssen die Daten zuverlässig und sicher geschützt übermittelt werden. Die Anforderungen an die Konnektivität sind hier besonders groß, sind doch die Schiffe weltweit unterwegs. Mit den Standorten der Deutschen Telekom ergänzt mit internationalen Partnern, bekommt Hapag-Lloyd ein globales Netz zu einem kompetitiven Preis. Die Experten von Magenta Business unterstützen bei der Integration der IoT-Lösung in die Infrastruktur von Hapag-Lloyd.

Die IoT-Lösung bringt in der Kühllogistik Effizienz, geringere Kosten und mehr Sicherheit. Heikle Güter wie Lebensmittel oder Arzneien erreichen in qualitativ gutem Zustand ihren Zielort und damit die Handelsunternehmen und in der Folge die Konsumenten. Für Hapag-Lloyd ist dies ein strategischer Schritt auf dem Weg zu einem der größten Anbieter für Kühllogistik.

Fazit: IoT macht die Relevanz von Konnektivität sichtbar

Digitale Plattformen allein sind nur die halbe Lösung. Die andere Hälfte ist die Konnektivität. Erst wenn IoT-Anwendungen und leistungsstarke Netze zusammenspielen, können Sie die Prozesse Ihres Unternehmens mit modernen Technologien verbessern. Das Zusammenspiel von „Hapag-Lloyd LIVE“ mit der Konnektivität die von Magenta Business geliefert wird, ermöglicht, dass jede Ware sauber, sicher und mit exakt richtiger Temperatur transportiert wird.

Wo auch immer Sensoren Daten von Ihren Produkten oder Anlagen sammeln, Magenta Telekom vernetzt auch Ihr Unternehmen. Die Konnektivität stellt sicher, dass diese Daten in Ihrer Zentrale in Echtzeit ankommen und nutzbringend ausgewertet werden können.

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