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Dass die Immobilienbranche immer digitaler wird, ist keine Neuigkeit. Bereits bei der propTech Vienna 2019 zeigte sich das große Entwicklungspotential für innovative Immobilienprojekte. Neu ist aber die Schnelligkeit, mit der die Digitalisierung in den letzten Monaten in fast jeden Lebensbereich vorgedrungen ist. Neu sind auch die veränderten Bedingungen der Arbeitswelt sowie der nahtlose Übergang von privatem Wohnen und beruflichen Tätigkeiten.

Da sich aufgrund der aktuellen Situation ganz neue Chancen und Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft auftun, haben Magenta Telekom, ARE Austrian Real Estate GmbH, JP Immobilien und puck immobilien app services in einer gemeinsamen Studie interessante Trends für Österreichs Immobilienbranche festgestellt. 507 Büro-Mitarbeitende zwischen 20 und 55 Jahren, 506 (potentielle) Umzügler sowie 261 Entscheider aus den Branchen Bau- und Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Projektentwickler, Immobilienmakler, Hausverwaltung, Architekten/ZT wurden in der Studie “Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft in Österreich” befragt.

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Welche Potentiale die Zukunft für Büroimmobilien, Wohnimmobilien sowie smarte Bauprojekte bereithält, erfahren Sie im Folgenden.

Studienergebnisse: Folgen des Digitalisierungsschub 2020

Wie die gemeinsame Studie zeigt, wurde über die letzten Monate hinweg nicht nur die Digitalisierung der Arbeitswelt beschleunigt, sondern auch das Verhältnis zu digitalen Lösungen hat sich geändert:

  1. Das Vertrauen in Home Office und damit in das selbstbestimmte Arbeiten der Mitarbeiter ist bei Österreichs Unternehmern gestiegen.
  2. Die Angst vor digitalen Lösungen ist gesunken.
  3. Die digitale Kompetenz im Unternehmen hat spürbar zugenommen.
  4. Digitale Sharing- und Kommunikations-Tools sind auf dem Vormarsch.
  5. Der vernetzte Arbeitsplatz als Service wird zum neuen Standard am modernen Workplace.

Potentiale für Büroimmobilien

Bereits nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 stellten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Frage, wo sich der zukünftige Arbeitsort befinden werde. Zahlreiche Studien wie beispielsweise in Niederösterreich kommen zu dem Ergebnis, dass Home Office und Remote Work vom Arbeitsplatz der Zukunft nicht mehr wegzudenken sind. Gleichzeitig sind viele Heimarbeitsplätze improvisiert und die fehlende Trennung zwischen privatem und beruflichem Umfeld bereitet manch einem Schwierigkeiten.

Es zeichnet sich daher ab, dass sich flexible Hybrid-Lösungen am Modern Workplace durchsetzen werden. Arbeitsplätze in der Firma werden nicht verschwinden, aber sie werden sich verändern, sodass vielseitige Potentiale für Büroimmobilien daraus entstehen: 

  • Investition in die Zukunft:
    Büroimmobilien werden sich konzeptionell zwar ändern, aber auch in Zukunft Bestand haben. Dann allerdings mit optimaler Konnektivität durch hohe Bandbreiten im gesamten Unternehmen, Public WLAN und vollwertige Grundausstattung am digitalen Arbeitsplatz.

  • Modernisierung der Arbeitsstätten:
    Mehr als ein Drittel der befragten Büro-Mitarbeiter wünscht sich heute oder in naher Zukunft, dass ihr Arbeitgeber den vernetzten Arbeitsplatz als Service anbietet. Dies umfasst beispielsweise mobile Geräte, starke und sichere High-Speed Internetverbindungen, Produktivität fördernde Software, Sharing- und Kommunikationstools sowie E-Mobility Lösungen.

  • Arbeitgeberattraktivität:
    50% der Studienteilnehmer gaben zudem an, dass ein hoher Digitalisierungsgrad zur Imagekomponente von Unternehmen geworden sei. Der Vorteil liege darin als moderner Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, so 80% der Befragten. Im Kampf um die besten Talente spielt der Smart Workspace also eine zunehmend entscheidende Rolle für die Arbeitgeberattraktivität.

  • Energieeffizienz & Nachhaltigkeit:
    Für die befragten Unternehmer zählen Nachhaltigkeit (35%) und Energieeffizienz (66%) zu den wichtigsten Faktoren bei der Digitalisierung der Immobilienbranche. So lässt sich u.a. der Energieverbrauch digital und nachhaltig steuern, während die Nutzungsqualität durch bewährte Steuerungs- und Kommunikationstechnologien spürbar erhöht wird.

Potentiale für Wohnimmobilien

Spätestens, seitdem Arbeitsatmosphäre Österreichs private Wohnungen durchzieht, ist der Wunsch nach optimaler Konnektivität und digitaler Ausrüstung an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt gestiegen. Vorbei die Zeit, in der die Mitarbeiter tagtäglich vom schicken Home Laptop zum langsamen Stand-PC anno 19** gewechselt sind oder schlechte Internetverbindungen zu Hause Videokonferenzen unmöglich gemacht haben.

Als Folge des Digitalisierungsschubs wird es immer selbstverständlicher, jederzeit und überall bestens vernetzt und ausgestattet zu sein. Für Wohnimmobilien ergeben sich daraus attraktive Potentiale:

  • Modernes Wohnen mit digitalen Services
    Wohnungsnutzer haben laut der Studie großes Interesse an digitalen Services (60% oder mehr) wie Kommunikation mit der Hausverwaltung via App, digitale Videogegensprechanlage, Schwarzes Brett oder automatisierte Steuerung der Alarmanlage.
  • Wunsch nach sicherem Wohnen:
    Für die Studienteilnehmer spielt der Sicherheitsaspekt eine wichtige Rolle. So zeigte sich ein großes Interesse an Gegensprechanlagen, Zutritts- und Schließsystemen. Gleichzeitig haben 80% Datenschutz-Bedenken, was eine konkrete und transparente Datenpolicy notwendig macht. 
  • Investitionsbereitschaft in komfortable Gesamtpakete:
    Das Interesse an digitalen Lösungen in Wohnimmobilien ist bei den befragten Wohnungsnutzern groß genug, dass sie laut eigener Aussage bereit wären, mehr für komfortable Gesamtpakete zu zahlen.

Digitalisierung im Wohnbau

Durch die Verschmelzung von Wohn- und Arbeitsort ergeben sich für die Immobilienbranche interessante Entwicklungen, die neue Chancen und Potenziale eröffnen. Sei es für Immobilienbesitzer, Hausverwaltungen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Architekten, Immobilienmakler oder Investoren. Die Anforderungen an Gebäude verändern sich parallel zum beschleunigten Digitalisierungsfortschritt, womit auch der Immobilienwert einhergeht:

  • Zukunftssicherheit von Immobilien:
    Digitalisierung trägt zum Werterhalt von Immobilien bei, da sie ökonomisch und nachhaltig-ökologisch aufgewertet werden, so die mehrheitliche Aussage der in der Studie befragten Unternehmen.

  • Effiziente Gebäudeverwaltung in Smart Cities:
    Automatisierte, digitale Prozesse sorgen für eine effiziente Gebäudeverwaltung in Städten und Gemeinden. Denn Smart building Lösungen ermöglichen eine verlässliche und kosteneffiziente Fernwartung, sodass Gebäudeverwalter nur noch im Bedarfsfall vor Ort sein müssen.

  • Sicheres und nachhaltiges Bauen dank Smart Building:
    Nicht nur die Immobilienbranche, sondern auch die Baubranche wird durch digitale Lösungen modernisiert. Bauunternehmer sorgen mit IoT für gesunde, sichere und effiziente Bauprojekte, während die Bewohner später in hochwertigen Gebäuden leben können.

Fazit: Wertsteigerung und Komfort für smarte Immobilien

In der Immobilienbranche herrscht in Sachen digitalem Fortschritt insgesamt hohe Übereinstimmung zwischen den Wünschen und Zielen aller Beteiligten. Wohnungsnutzer zeigen eine breite Akzeptanz für digitale Lösungen, die für ein komfortables und sicheres Smart Living sorgen. Immobilienbesitzer erkennen die hohen Potentiale von Investitionen in Wohn- und Bürogebäude, da der Immobilienwert in Zukunft gesichert und sogar gesteigert wird. Und schließlich profitieren Bauunternehmer und Investoren von sicheren, effizienten Bauprojekten, um moderne, nachhaltige Gebäude für die Zukunft zu bauen.

Als der Digitalisierungspartner sorgen wir bei Magenta Business dafür, dass Immobilien in der Zukunft über das beste Netz verfügen und helfen mit unseren Lösungen digitale Wertschöpfungsketten nachhaltig zu etablieren.

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