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Etwa 28 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sind laut dem Leiter des Forschungszentrums New World of Work am IMC FH Krems, Michael Bartz, jetzt schon Digital Natives. Im Jahr 2018 werden sie bereits die Hälfte der Beschäftigten stellen. Unternehmen beginnen die besten Digital Natives Talente weltweit zu rekrutieren und zu beschäftigen. Ein War for Talents hat begonnen.

In diesem Beitrag geht es darum, wie Sie das Digital Natives Recruiting am besten angehen.

Flexible mobile Arbeitsweise ist Voraussetzung

Eine der wichtigsten Voraussetzungen um die besten Digital Natives zu beschäftigen, ist eine flexible mobile Arbeitsweise. Erst zwölf Prozent aller heimischen Unternehmen setzt darauf. In Großbritannien sind es laut Bartz bereits die Hälfte.

Österreichs größte Betriebe sind was alternative Arbeitsformen betrifft unflexibel. Die Studie "Recruiting Trends 2014", für die das Jobportal Monster heimischen Top-500-Unternehmen befragen ließ, zeigt: Bisher offerieren nicht einmal ein Drittel der Betriebe die Möglichkeit, auch Home-Office zu betreiben.

So macht es Zapier

Zapier, ein viel beachtetes Unternehmen in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) ist ein gutes Beispiel, wenn es darum geht die besten Talente international zu rekrutieren und zu beschäftigen. In den letzten 3 Jahren ist Zapier von 3 auf 16 Mitarbeitern gewachsen. Die Mitarbeiter sind alle Digital Natives, die mobil und flexibel von verschiedenen Orten der Welt zusammenarbeiten. Zapiers Produkt ist eine Software, mit der verschiedene Apps miteinander kommunizieren können.

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Wie Zapier seine Mitarbeiter findet, schreibt einer der Gründer, Wade Foster, in einem Blogbeitrag. In der Folge einige interessante Punkte aus dem Blogbeitrag, die helfen können Ihr eigenes Rekruitment von Digital Natives zu verbessern.

Worauf Sie bei Digital Natives Kandidaten achten sollten

  • Schriftliche Ausdrucksfähigkeit: Sie ist deshalb so wichtig, weil das Team nahezu sehr viel textbasiert miteinander kommuniziert. Im E-Mail, Chat oder One-to-One-Messenger kommt es nicht nur darauf an, verständlich auszudrücken, was man will. Für eine gute Zusammenarbeit spielt die Tonalität eine ebenso wichtig Rolle. Wie wer etwas "sagt" ist für ein gedeihliches Teamklima oft genauso wichtig, wie was jemand will.
  • Eigenverantwortung: Mobile Mitarbeiter müssen selbständig einschätzen können, was am Wichtigsten ist. Eigenverantwortliches Arbeiten auch ohne strikte To-Do-Liste soll der Arbeitgeber verlangen können.
  • Verlässlichkeit und Vertrauenswürdig: Wenn ein Teammitglied oder ein Vorgesetzter regelmäßig schlaflose Nächte hat, weil er sich nicht sicher ist, ob sein Kollege die Arbeit auch erledigt, führt dies ins Verderben.
  • Technische Fertigkeiten: Mitarbeiter sollten ihre technischen Geräte selbst im Griff haben und im Notfall auch selbst schnell Support organisieren können. Es kostet Zeit, Geld und vor allem Nerven, wenn sie erst auf den Support ihres Arbeitgebers warten müssen, der das technische Gebrechen dann behebt.
  • Fit für mobile Kommunikation: Mit Kandidaten in der engeren Auswahl führt Zapier Interviews über eine Videokonferenz. Neben dem Gespräch ist es auch wichtig, wie gut der Bewerber selbst mit diesen Medienkanälen umgehen kann. Welche Tools (Google Hangout, Skype, Go to Meeting ...) schlägt er selbst vor, um das Gespräch zu führen.

Wie das Digital Natives Recruiting international funktioniert

  • Das eigene Netzwerk nutzen: Ehemalige Mitarbeiter, Kunden, Partner, Investoren, die eigene Familie, Freunde - das alles sind gute Kanäle um nach guten Talenten zu fragen.
  • Regionale Meetings: Obwohl Zapier international die besten Digital Native Talente sucht, haben sie großen Erfolg bei regionalen Developer Meetings. Diese gibt es auch in Österreich und Deutschland. Zum Beispiel: Google Developer Group Vienna.
  • Die eigene User-Base: Das ist der Vorteil, wenn Sie bereits viel Traffic auf Ihrer Website haben. Zapier platziert, so wie Buffer direkt unter dem Logo auf der Website den Text: "is hiring!" So sieht jeder Website-Besucher, dass Mitarbeiter gesucht werden.
  • Erst testen, dann texten: Generische Job-Bezeichnungen helfen wenig weiter. Empfehlung: Derjenige, der den Job ausschreibt, sollte die Funktion selbst - wenn auch nur kurz - ausfüllen. Und dann das Stelleninserat texten.
  • Über den Blog zum Job: Auf dem Unternehmensblog von Zapier selbst sind keine Jobausschreibungen zu finden. Dennoch ist dieser extrem wichtig für die Ansprache von geeigneten Kandidaten. Denn nahezu alle Bewerber haben sich den Blog angesehen, bevor sie Zapier kontaktiert haben. Über den Blog erfahren die Bewerber auch viel über das Unternehmen und wie dort gearbeitet wird.
  • Alle helfen (sieben) mit: Oft trudeln hunderte Bewerbungen ein. Eine Einzelperson oder ein kleines Team ist mit dem Treffen einer Vorauswahl oft überfordert. Bei Zapier ist diese Vorauswahl Sache der gesamten Firma. Mithilfe des Collaboration-Tools Trello entsteht eine erste Shortlist. Wichtig: Es muss einen "Projektverantwortlichen" geben, der den Prozess vorantreibt. Sonst stockt er.
  • Share, share, share: Twitter, LinkedIn, Xing, Facebook - je mehr sie sharen um so größer ist die Chance, dass Sie Bewerbungen von den richtigen Personen bekommen.

Gerade für High-Potenzials der Generation Digital Natives ist ein flexibler und mobiler Arbeitsplatz extrem wichtig. Neben den Skills, die für die ausgeschriebene Stelle notwendig sind, muss der Bewerber aber noch eine Reihe weitere persönliche Fähigkeiten haben: Eigenverantwortung, schriftliche Ausdrucksfähigkeit, technisch versiert und einen Blick aufs Ganze. Um aus einer Bewerberflut den Richtigen zu finden, binden Sie doch alle Mitarbeiter oder eine gesamte Abteilung in die Vorauswahl ein. Kommunizieren Sie mit all jenen, die Sie näher kennen lernen wollen, über die Kommunikationskanäle, die dann auch im Arbeitsalltag benützt werden.

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