Blog abonnieren

Während die Österreicher tendenziell immer weniger telefonieren, nutzen sie das mobile Internet immer intensiver. Der Datenverbrauch hat sich zuletzt sogar verdoppelt. Diese Entwicklung lässt auch den Stromverbrauch und die CO2-Emissionen steigen. In diesem Blogbeitrag lesen Sie, wie Sie CO2 neutral telefonieren und surfen sowie Energie sparen können. 

Telefonieren und Surfen hat den Ruf, Ressourcen zu schonen. Das ist auch richtig: Denn ein Telefonat erspart zumindest zwei Parteien, sich zu treffen. Die vielfältigen Services, die über das Web abrufbar sind, helfen den Nutzern dabei, mit weniger Zeit und Energie das Auslangen zu finden. Trotz alledem: Das Telefonieren und der Austausch von Daten über Mobilfunk selbst benötigen Energie. Und zwar immer mehr. Denn die Nutzung der mobilen Netze steigt extrem: Laut RTR verdoppelte sich der Datenkonsum der Österreicher zuletzt: während im 2. Quartal 2015 knapp 65.830 Terabyte an Up- und Download-Volumen  verbraucht wurden, waren es im 2. Quartal 2016 schon knapp 128.000 Terabyte. Dass die Österreicher tendenziell immer weniger telefonieren, fällt dabei kaum ins Gewicht.

6 Tipps, wie Sie klimaneutral agieren und sparen

Der Energieverbrauch hat dabei mehrere Ursachen. Die Laptops, Handys, Tablets und anderen smarten, mit dem Web verbundenen Geräten, benötigen sowohl für ihren Betrieb, als auch für ihre Herstellung Ressourcen. Gleiches gilt auch für die Hardware des Mobilfunknetzes selbst. Durch Ihre Entscheidungen und Ihr Verhalten können Sie dazu beitragen, dass in jedem dieser Bereiche Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Im besten Falle schaffen Sie es sogar, klimaneutral zu telefonieren, zu surfen und dabei selbst noch Energie zu sparen. Diese 6 Tipps helfen Ihnen dabei:

1) Schaffen Sie sich ressourcenschonende Hardware an

Bei der Anschaffung von Laptop, Tablets, Smartphones und Co können Sie  prüfen, wie es der Hersteller mit der Schonung der Ressourcen hält. Greenpeace hat dazu einen Bericht veröffentlicht und in einem weiteren auch die Bemühungen der größten IT-Konzerne unter die Lupe genommen.

Kostenloser Leitfaden - So wird Ihr Unternehmen CO2 neutral - jetzt herunterladen!

Apple etwa bezog im Jahr 2015 bereits 93 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen. Auch viele andere Hersteller geben Auskunft über ihre Treibhausgasbilanz. Beim Betrieb gilt: Stand- PCs verbrauchen mehr Energie als Laptops oder Notebooks. Um schnell stromsparende Geräten zu finden, kann das Prüfzeichen „Energy Star“ helfen. Dieses zeichnet besonders energieeffiziente Geräte aus.

2) Wählen Sie langlebige Produkte

Laptops, Tablets und ganz besonders Smartphones, haben nicht den Ruf, besonders langlebig zu sein. Nicht immer ist es eine neue Software, die ein etwas älteres Gerät an die Kapazitätsgrenze bringt. Bisweilen ist der Arbeitsalltag für so manches Handymodell einfach zu hart, um lange zu überleben. Die Hersteller des Fairphone haben für beide Probleme eine Lösung gefunden: Das Smartphone ist nicht nur robust, sondern auch modular aufgebaut. Der User kann also Komponenten, die kaputt oder veraltet sind, selbst austauschen. Die Lebensdauer des Gerätes verlängert sich dadurch erheblich. Und: Schon bei der Produktion des Fairphone wird auf faire Arbeitsbedingungen und die Verwendung von fair gehandelten Materialien geachtet.

3) Nutzen Sie CO2-neutrale Mobilfunknetze

Wenn Sie einen Anruf tätigen, eine Website aufrufen oder eines der vielen anderen über Mobilfunknetze nutzbaren Services in Anspruch nehmen, können Sie dies mittlerweile CO2-neutral tun. Seit Anfang 2015 betragen die CO2-Emissionen von T-Mobile Austria genau Null. Dies schließt selbstverständlich den Betrieb des Netzes mit ein. Die Basis dafür hat das Unternehmen im Jahr 2012 mit der Einführung des Energiemanagements gelegt. Im Jahr 2014 stieß T-Mobile Austria noch 17.800 Tonnen Treibhausgase aus. So viel wie etwa eine österreichische Kleinstadt.

4) Wählen Sie eine schnelle Internetverbindung

Je länger das Netz mit einer Abfrage beschäftigt ist, desto mehr Strom ist dafür notwendig. Wenn Sie eine schnelle Web-Verbindung nutzen, sparen Sie nicht nur wertvolle Arbeitszeit, sondern auch Energie.

5) Vermeiden Sie den Stand-By-Betrieb

Wenn ein technisches Gerät im Stand-By-Betrieb dahin schlummert, dann benötigt es dennoch viel Energie. Das gilt auch für jene Apparate, die Sie zum Telefonieren und Surfen verwenden: Stand-PCs oder DSL-Router  ziehen im Standby-Betrieb laufend Strom aus der Steckdose. Die Ladegeräte von Laptop, Tablet und Smartphone benötigen angesteckt dann Energie, wenn das Gerät schon voll geladen ist. Steckerleisten mit einem Schalter helfen Ihnen beim Abschalten und Energiesparen. Noch einfacher geht es mit WLAN-Steckdosen, die Sie übers Web oder Applikationen wie Google Kalender steuern können.

6) Verkaufen oder recyceln Sie alte Smartphones

Im betrieblich nicht mehr nutzbaren Smartphone schlummern noch jede Menge Rohstoffe. Oder möglicherweise ist das Gerät für einen User mit etwas geringeren Ansprüchen noch sehr gut brauchbar. Statt alte Geräte ungenutzt zu horten, können Sie sie einer Wiederverwertung zuführen. T-Mobile Austria bietet ein solches Service bereits seit dem Jahr 2006 an. Damit leistet das Unternehmen einen Beitrag dazu, dass der Berg von etwa 11 Millionen ungenutzten Handys in Österreich zumindest etwas kleiner wird. Außerdem bekommen Sie für Ihr Altgerät auch noch einen fairen Preis bezahlt und etwaige Datenrückstände werden zu Ihrem Schutz fachgerecht von den Geräten gelöscht. Den Wert Ihres in die Jahre gekommenen Smartphones können Sie zuvor per App ermitteln.

Fazit: So surfen und telefonieren Sie klimaneutral

Emissionen zu reduzieren und klimaneutral zu agieren wird auch im Geschäftsleben immer wichtiger. Die Berichterstattung über Nachhaltigkeit wird für manche Unternehmen sogar zur Pflicht. Laut des ab Jänner 2017 geltenden Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) müssen Unternehmen im öffentlichen Interesse mit mehr als 500 Beschäftigten und 40 Millionen Euro Umsatz in einem jährlichen Lagebericht auch über ihren ökologischen Fußabdruck berichten.

Dieses Gesetz wird wohl auch dazu führen, dass die unter diese Berichtspflicht fallenden Unternehmen Geschäftspartner auswählen, die ihrerseits auf ihren CO2-Abdruck achten und klimaneutral agieren. Denn wenn ein Lieferant oder Dienstleister CO2-neutral agiert, dann muss das Unternehmen diese Vorleistung nicht mehr in seiner eigenen Ökobilanz berücksichtigen.

 

New Call-to-action

 

Artikel teilen:

NO MORE POSTS

NO MORE POSTS TO LOAD

Kommentare zu diesem Beitrag.