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Im Gepäck für den Mobile World Congress (MWC 2020) hatten die IoT-Fachleute zwei besondere Vorzeige-Projekte zu den Themen Echtzeit-Tracking und Landwirtschaft. Die Messe ist zwar abgesagt - die vielen Vorteile und neuen Möglichkeiten, die eine smarte Solarwasserpumpe und eine globale Logistiklösung bieten, überzeugen dennoch.

So wie jedes Jahr hätte sich auch heuer wieder Ende Februar das Who-is-Who der Mobilfunkbranche in Barcelona treffen sollen. Doch knapp zwei Wochen vor dem Start sagten die Organisatoren den Mobile World Congress (MWC) 2020 ab. Mit diesem Schritt soll die weitere Verbreitung des Coronavirus vermieden werden. Auch viele Großveranstaltungen aus anderen Bereichen wie etwa der Genfer Autosalon oder die internationale Reisemesse in Berlin, finden heuer nicht statt.

Die vielen Neuigkeiten, die Unternehmen aus aller Welt auf der MWC präsentieren wollten, sind durch die Absage der Messe freilich nicht verschwunden. Als Innovationsführer und erster Ansprechpartner in Sachen IoT Anwendungen in Österreich wären auch die Experten von Magenta Business auf dem MWC vertreten gewesen, um ihr Know-how zum Internet der Dinge und der richtigen Technologie weiterzugeben. Unter anderem zwei spannende Use Cases wären hier präsentiert worden.   

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Beide Lösungen zeigen einerseits, wie stark sich mit IoT die Effizienz und damit auch die Nachhaltigkeit von bestehenden Prozessen erhöhen kann. Andererseits wird deutlich, dass sich bei der Vernetzung von Maschinen und Anlagen auch die Kernkompetenz von verschiedenen Partnern kombinieren lässt.

Smarte Wasserpumpe nutzt Sonne und Vernetzung

In Indien verbrauchen Wasserpumpen fast ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs. Um die Felder zu bewässern, verwenden die Landwirte meist Pumpen, die entweder mit Diesel betrieben werden oder an das Stromnetz angeschlossen sind. Gemeinsam mit Ericsson und Magenta Business konnte Stanley Black & Decker eine smarte Solar Pumpe entwickeln, mit der die Landwirte ihre Felder um ein Vielfaches effizienter und umweltfreundlicher bewässern können als bisher.

Anlage kann auch als Kraftwerk dienen

Die Pumpe bezieht die notwendige Energie direkt von der Sonne und funktioniert abseits der Stromversorgung. Die Anlage lässt sich aber auch an das Stromnetz anschließen. Somit läuft sie selbst dann, wenn die Sonne einmal nicht genug Strom liefert. Produzieren die Solarpanele zu viel Energie, so speist das System diese ins Netz ein und sorgt für zusätzliche Einkünfte für den Landwirt.

Mit dem Smartphone die Wasserversorgung überwachen

Die Vernetzung der smarten Solarpumpe stiftet weitere Vorteile: Dadurch lässt sie sich remote auch vom Smartphone steuern bzw. überwachen. Darüber hinaus zeigen Sensoren in der Pumpanlage an, wann ein Bauteil nicht mehr optimal funktioniert und das Ende seiner Lebensdauer erreichen wird. Dank dieser Information kann der Betreiber die Maschine frühzeitig servicieren lassen und umgeht damit teure Reparaturen.

Dieser, auch als Predictive Maintenance bezeichnete Vorgang, hilft dem Landwirt dabei, die notwendigen Wartungstermine im Vornherein besser einzuplanen. Die smarte Solarpumpe ist freilich für viele weitere Zwecke einsetzbar - etwa für die Versorgung mit Trinkwasser in abgelegenen Gebieten.

Konnektivität erweitert die Funktionsvielfalt bestehender Produkte

Erst die Vernetzung der smarten Solarpumpe generiert viele Vorteile. Damit die Anlage verlässlich und störungsfrei von jedem erdenklichen Standort aus kommunizieren kann, sind zwei weitere Komponenten notwendig. Diese stellen Magenta Telekom mit dem global verfügbaren Telekom-Netz und Ericsson mit der IoT-Connectivity-Plattform zur Verfügung.

Maria Zesch, Chief Commercial Officer (CCO) von Magenta Telekom, ergänzt: „Stanley Black & Decker zeigt, was ein innovatives Unternehmen erreichen kann, wenn es seine Produkte mit Konnektivität kombiniert. In diesem Fall erhöht dies Produktivität und das Einkommen der Landwirte. Als Betreiber freuen wir uns, Stanley Black & Decker dabei zu helfen, die Konnektivität und Abdeckung zu nutzen, um die Anforderungen des lokalen Marktes und ihres Projekts zu erfüllen.“

Vernetzte Container heben die Logistik auf ein neues Niveau

Logistikern bietet IoT völlig neue Möglichkeiten: Denn mithilfe von entsprechenden Sensoren und einer Netzinfrastruktur ist die Fracht jederzeit lokalisierbar und ihr Zustand lässt sich remote kontrollieren. Globe Tracker, ein Unternehmen aus Dänemark, hat eine Sensor-Technologie entwickelt, die genau dies ermöglicht.

Um diese Lösung namens GT Sense weltweit einsetzen zu können, benötigte Globe Tracker allerdings Partner, die folgendes meistern: Eine Lösung für das Management der immens hohen Anzahl an Sensoren, Trackern und IoT-Modulen. Die gesuchten Partner sollten außerdem sicherstellen können, dass die mit GT Sense ausgestatteten Container auf den globalen Handelsrouten durch verschiedene Länder nahtlos kommunizieren können. Schließlich macht eine solche Logistik-Lösung nur dann Sinn, wenn sie lückenlos funktioniert.

Magenta Business punktete mit hoher IoT-Expertise

Wegen der hohen Expertise bei der Machine-to-Machine Kommunikation und wegen der Rolle als IoT-Kompetenzzentrum des gesamten Konzerns der Deutschen Telekom, wählte Globe Tracker Magenta Business als Partner.

Zusammen mit Ericsson und Magenta Business konnte Globe Tracker eine Lösung entwickeln, die einem Logistikunternehmen vollständige Transparenz über den aktuellen Standort all seiner Container bietet. So kann der Logistiker dem Empfänger verlässlich einen genauen Zeitpunkt für die Ankunft des Transportes garantieren. Außerdem kann das Transportunternehmen den Zustand der Fracht jederzeit kontrollieren. Dies ist wichtig, wenn eine Kühlkette nachweislich eingehalten werden muss, um die Qualität der Ware nicht zu gefährden.

Hapag-Lloyd nutzt smarte Logistiklösung bereits

„Magenta Business und Ericsson haben uns sehr dabei geholfen, das Vertrauen vieler globaler Unternehmen zu gewinnen“, resümiert Don Miller, Vice President, Global Sales and Marketing, von Globe Tracker. Einen sehr renommierten Kunden konnte man bereits gewinnen: Hapag-Lloyd ist der weltweite Marktführer bei Containerschifffahrt und besonders auf Kühlfracht-, Gefahrengut- und Spezialfrachtprojekte spezialisiert. Der Logistikkonzern mit Unternehmenssitz in Hamburg setzt die von Globe Tracker kreierte Lösung für die eigene Anwendung Hapag-Lloyd LIVE ein. Da jeder einzelne Container in Realtime lokalisier- und kontrollierbar ist, steigt die Verlässlichkeit der Lieferkette enorm.

Fazit: MWC-Absage 2020

Die Vorteile und Chancen neuer Technologien kann man anhand von Use-Cases am besten zeigen. So gesehen ist es ein wenig schade, dass die beiden oben beschriebenen Lösungen und ihre konkreten Anwendungen den Besuchern des MWC 2020 nicht hautnah präsentiert werden konnten.

Um vieles wichtiger ist freilich die Eindämmung des Coronavirus und die Gesundheit aller. Die Absage des MWC 2020 war also ein notwendiger Schritt, zumal dieser auch keinerlei negativen Einfluss auf den technologischen Fortschritt in diesem Bereich hat.

Die gute Nachricht: Auch wenn der MWC heuer nicht wie geplant stattfinden kann, müssen Vorausdenker ihre Visionen von der Digitalisierung ihres Unternehmens nicht aufschieben. Die IoT-Experten von Magenta Business sind für Sie da, wenn Sie endlich den Schritt machen und ein eigenes IoT-Projekt verwirklichen wollen.

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